Sorge über "Baby-Flaute"

17. Juni 2003, 12:03
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Umfrage: ÖsterreicherInnen ist Geburtenrate nicht egal

Linz - Die Zahl der Geburten ist in Österreich im vergangenen Jahr zwar gestiegen, trotzdem glaubt die Bevölkerung weiterhin, dass es eine "Baby-Flaute" gibt und man macht sich Sorgen deswegen. Der Anteil jener, denen der Geburtenrückgang "gleichgültig" ist, ist dementsprechend deutlich gesunken. Dies geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Imas hervor, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlich wurden.

Imas befragte in der Zeit von 27. April bis 14. Mai des heurigen Jahres einen repräsentativen Querschnitt von 1.000 Österreicherinnen und Österreichern über 16 Jahre. Die Ergebnisse wurden mit ähnlichen Umfragen aus früheren Jahren verglichen.

67 Prozent besorgt

Diesmal sagten 67 Prozent, der Geburtenrückgang würde sie mit Sorge erfüllen. 1990 war dieser Anteil noch bei 58 Prozent gelegen, 1977 bei nur 45 Prozent. "Begrüßt" wird der Geburtenrückgang derzeit von fünf Prozent der Befragten, 1990 waren es neun Prozent und 1977 sogar 16 Prozent.

Deutlich verändert hat sich auch das Bild bei jenen, denen die Baby-Flaute "im Grunde nicht wichtig" ist: jetzt sagten dies 28 Prozent, 1990 waren 33 Prozent und 1977 39 Prozent dieser Ansicht.

Frauen grübeln mehr

Bei der jetzigen Umfrage war der Anteil der Frauen, die sich Sorgen wegen des Geburtenrückgangs machen, mit 72 Prozent überdurchschnittlich hoch, bei den Männern lag er bei 62 Prozent.

Überraschend sei, so Imas, dass sich nicht die jüngeren, sondern eher die älteren Befragten vermehrt Sorgen in diesem Zusammenhang machen. So zeigten sich wegen des Geburtenrückgangs beispielsweise 73 Prozent der Über-50-Jährigen, aber nur 58 Prozent der Teenager und Twens beunruhigt. (APA)

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