Krankenkassen liegen bei Sanierung über Plan

11. April 2012, 07:21

Finanzziele übererfüllt - Stöger: In drei Jahren eine Milliarde Schulden abgebaut

Wien - Die Krankenkassen liegen bei ihren Sanierungsbemühungen über dem Plan. Die von der Politik vorgegebenen Finanzziele haben die Kassen übererfüllt, geht aus dem Monitoringbericht des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger hervor, den Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) am Mittwoch dem Ministerrat vorlegt. Stöger verweist darauf, dass die Kassen seit 2009 positiv bilanzieren und in den vergangenen drei Jahren ohne Leistungskürzungen insgesamt bereits eine Milliarde Euro an Schulden abgebaut haben.

Für den Zeitraum von 2010 bis 2013 wurden den Kassen Kostendsenkungen von 1,725 Milliarden Euro auferlegt. Im Jahr 2010 waren es 197 Millionen Euro, tatsächlich erreicht wurden jedoch 410 Millionen Euro. Für das Jahr 2011 sollten die Kassen 361 Millionen einsparen, tatsächlich geschafft haben sie nach der letzten Prognose 606 Millionen Euro (die endgültige Abrechnung wird erst im September vorliegen).

Für heuer werden die Krankenkassen statt der geforderten 510 Millionen laut Prognose 702 Millionen Euro einsparen. Damit werden die bis 2013 geforderten Kostensenkungen voraussichtlich schon heuer fast erfüllt sein. Für 2013 wurden noch weitere Einsparungen von 657 Millionen Euro vereinbart.

Geringere Kostensteigerungen bei Medikamenten

Auch wenn einige Kassen in einzelnen Bereichen - etwa bei Physiotherapie und Heilbehelfen - ihre vorgegeben Finanzziele verfehlt haben, erreichen alle durch bessere Ergebnisse in anderen Bereichen sowohl für 2011 als auch für 2012 eine Übererfüllung ihrer Gesamtziele. Den größten Anteil daran haben geringere Kostensteigerungen bei den Medikamenten. So gehen für das Vorjahr 432 der 606 eingesparten Millionen auf das Konto der Arzneimittel, heuer sind es 531 der 702 Millionen.

Die Erfüllung der Finanzziele ist für die Krankenkassen Voraussetzung dafür, dass sie die im Strukturfonds bereitgestellten Gelder abholen können. Für das Jahr 2010 waren das 100 Millionen Euro, seit dem Vorjahr 40 Millionen Euro, diese Summe ist bis 2015 gesetzlich fixiert. Ein ähnliches System hat Stöger auch für die Spitalsfinanzierung im Auge, um die Auszahlung von Geldern an die Erreichung von vorgegebenen Zielen zu binden.

Mit dem aktuellen Monitoringbericht über die Krankenkassen ist Stöger jedenfalls zufrieden. Er sieht darin eine "gute Nachricht für die Versicherten", die den erfolgreichen Kurs der Sanierung der Kassen bestätige. Die einzelnen Maßnahmen und allen voran der Strukturfonds würden die finanzielle Zukunft der Kassen und somit auch die Gesundheitsversorgung der Menschen sichern, so der Gesundheitsminister. (APA, 11.4.2012)

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Als Unternehmer sage ich:

Meilenstein erreicht, sogar quantitativ übertroffen. Bravo. Gut gemacht Herr Stöger und ALLE Beteiligten.

Als Linker sage ich: weiter so, ich glaube bei den Primarfürstentümern und der Pharma gibt es noch einiges zu holen.

Als Systemtheoretiker sage ich: die Patienten viel mehr in die Prozesse einbinden und Informationen logisch an die Patienten binden und nicht an die Ärzte und Spitalsabteilungen.

Die übrige Politik macht uns krank. Können wir uns wenigstens auf das Gesundheitssystem verlassen?!

Irgendwie scheint die allgemeine Dumpfheit in Verblödung umzuschlagen.

Was ist daran so toll, dass in großem Stil Kassenleistungen gestrichen oder vorenthalten werden? Das ist kein Sparen, das ist Raub am Einzahler.

Muss erst daran erinnert werden, das so essentielle Dinge wie Zahnersatz und Brillen zum größten Teil aus eigener Tasche finanziert werden müssen?

du dumpfer, dann zähl auf welche leistungen gestrichen wurden, die man ganz ganz unbedingt braucht ?!

also diese 100% versorgungsmentalität nervt micht.

brillen, naja die modischen sind halt teurer, und um immer mit der mode gehen zu können, ist die kk nicht verantwortlich !!!

denke mein brillenbudget dürfte sich auf 5cent/tage belaufen, dass kann ich mir gerade noch leisten.

stimmt bei den designerbrillen muß ich abstriche machen, fällt mir aber leicht.

Ach, Sie wissen genau, dass ich bei den Brillen die Gläser meinte, die Linsen, damit Sie auch wirklich wissen, was ich meine.

Die haben üblicherweise nichts mit Ästhetik zu tun, sie sind 1. der zentrale Sehbehelf und 2. sind sie teuer. Und natürlich sind die Linsen einer der Gründe, Kassenbeiträge zu zahlen. Und dafür sollte das Geld auch verwendet werden!

Haben Sie sich schon einmal die Paläste der Kassen gesehen? Dann wissen Sie, warum keine Linsen gezahlt werden.

Welche Paläste?

ich bin gerne ja auch als Tourist in Österreich unterwegs. Welche Paläste gibt es denn da anzusehen?

schöne solide arbeit

eine gute nachricht von der finanzfront.

soviel zum thema, dass man nicht vernünftig sparen kann. es gibt immer 2 seiten, die pharmakonzerne werdens auch verschmerzen.

alle schulden zurückzahlen, ein pölsterchen anlegen und dann die beiträge senken ...

alle schulden zurückzahlen, ein pölsterchen anlegen und dann die beiträge senken ..

und wann soll es so weit sein. steht das im text (mit den schulden zurück zahlen), hab ihn nicht ganz gelesen. also bei der öbb dauert es 70 jahre, bei der asfinag 40 jahre, hoffe die kk sind fixer.

Der Stöger scheint wirklich einer der wenigen in dieser Bundesregierung zu sein, die etwas zustande bringen. Und das unaufgeregt, heimlich, still und leise.

BItte mehr von solchen Politikern!

solche würden den rest schlecht aussehen lassen und haben dadurch von vornherein keine chance etwas zu bewegen.

Das Dilemma bei den Krankenkassen ist eben, ...

... daß weder die Einnahmen (konjunkturabhängig) noch die Ausgaben (schon eine göbere Epedemie kostet sehr viel Geld) wirklich vorhersehbar und damit planbar sind. Die alljährlichen Schwankungen werden daher auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein.

Sobald schwarz-blau wieder an der Macht ist, werden sie die Krankenkassen wieder ruinieren, genauso wie Anfang der 2000er...

Ein wichtiger Sparbeitrag wären gebührenpflichtige Telefonnummern.
Damit könnten jene Mitarbeiter, die damit beschäftigt sind, als Telefonseelsorge für jene Zeitgenossen, die es denen mal so richtig rein sagen wollen, zu fungieren, für produktive Arbeiten freispielen.

genau, wer krank ist und etwas von der kasse braucht, soll auch noch dafür telefongebühren zahlen. ein konzept, das sich gut auf alle einrichtungen ausdehnen lässt, die mit steuergeld und/oder pflichtbeiträgen finanziert sind. sorry, aber das ist ein aufglegter bledsinn und ihrem namen machen sie überhaupt keine ehre.

Kranke Kassen

Nachdem die Krankenkassen die Erbringung von Leistungen weitestgehend eingestellt haben und sich aufs Durchfuttern ihrer Beamten beschränken, muss die Jubelmeldung von der "Sanierung", gelinde gesagt, als Chuzpe bezeichnet werden.

Haben's den Aufnahemtest bei Ihrer GKK nicht bestanden?

Sie

sprechen vom amerikanischen system!

wenn man Beamte durch Aktionäre ersetzt, haben Sie recht.

Die Krankenkassen erbringen keine Leistungen? Sind Sie nie krank?

Welche "Beamten" gibt es in Selbstverwaltungskörpern?
Unterschied zwischen Gebietskörperschaft und Körperschaft öffentlichen Rechts bekannt?

Bedaure, aber der einzige Körper, der mich wirklich interessiert, ist mein eigener. Und wenn ich beim Arzt höre:" Es gibt ein gutes und ein schlechtes Medikament. Das gute müssen's aber selber zahlen, weil das zahlt die Kassa nicht!", dann geht mir, medizinisch ausgedrückt, das G'impfte auf!

Arzt wechseln?

Wäre vielleicht eine gute Therapie gegen Unsinn plappernde Ärzte?

Es wäre ja auch seltsam, wenn die Pharmaindustrie 30% für Marketing und nur 20% für Forschung ausgeben würde und dies hätte überhaupt keinen Erfolg.

hurra - wir freuen uns, daß unser siechtum kräftige gewinne produziert und werden uns dem wohl demnächst beschlossenen "krankheits verpflichtungsgesetz" selbstverständlich unterwerfen

erübrigt sich bei dir ob des krankhaften jammerns! Wäre besser wenns eine Mrd. Schulden machen, die dann aus Steuergeldern getilgt werden muss. Dann hättest wenigstens wieder was zum jammern...

auch auf die gefahr hin dich zu desillusionieren - aber unser, von profitorientierten pharmamonopolen betriebenes gesundheitswesen kostet bereits milliarden an steuerngeldern, welche dann zum großteil als profite bei eben diesen monopolen landen - so wird krankheit zum geschäft, ja sogar zum wachstumsmotor - krankheit zu heilen widerum widerspricht dann dem profitstreben, das ja eher immerwärende behandlung zum ziel hat - nennt sich kundenbindung, im marketingsprech;-)

also kannst du wählen:
- bedarfsorientiertes gesundheitswesen mit heilung+gesundheit als ziel

- profitorientiertes gesundheitswesen mit krankheit+behandlung als ziel..

hey - ein krankheitsverpflichtungsgesetz ist nur die logische folge des stabilitätspaktes und des wachstumsverpflichtungsgesetzes;-)

jeder staatsbürger verpflichtet sich zu mindestens 6 wochen krankheit p/a, und das wachstum ist gerettet.

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