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Wien - Die Krankenkassen liegen bei ihren Sanierungsbemühungen über dem Plan. Die von der Politik vorgegebenen Finanzziele haben die Kassen übererfüllt, geht aus dem Monitoringbericht des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger hervor, den Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) am Mittwoch dem Ministerrat vorlegt. Stöger verweist darauf, dass die Kassen seit 2009 positiv bilanzieren und in den vergangenen drei Jahren ohne Leistungskürzungen insgesamt bereits eine Milliarde Euro an Schulden abgebaut haben.
Für den Zeitraum von 2010 bis 2013 wurden den Kassen Kostendsenkungen von 1,725 Milliarden Euro auferlegt. Im Jahr 2010 waren es 197 Millionen Euro, tatsächlich erreicht wurden jedoch 410 Millionen Euro. Für das Jahr 2011 sollten die Kassen 361 Millionen einsparen, tatsächlich geschafft haben sie nach der letzten Prognose 606 Millionen Euro (die endgültige Abrechnung wird erst im September vorliegen).
Für heuer werden die Krankenkassen statt der geforderten 510 Millionen laut Prognose 702 Millionen Euro einsparen. Damit werden die bis 2013 geforderten Kostensenkungen voraussichtlich schon heuer fast erfüllt sein. Für 2013 wurden noch weitere Einsparungen von 657 Millionen Euro vereinbart.
Geringere Kostensteigerungen bei Medikamenten
Auch wenn einige Kassen in einzelnen Bereichen - etwa bei Physiotherapie und Heilbehelfen - ihre vorgegeben Finanzziele verfehlt haben, erreichen alle durch bessere Ergebnisse in anderen Bereichen sowohl für 2011 als auch für 2012 eine Übererfüllung ihrer Gesamtziele. Den größten Anteil daran haben geringere Kostensteigerungen bei den Medikamenten. So gehen für das Vorjahr 432 der 606 eingesparten Millionen auf das Konto der Arzneimittel, heuer sind es 531 der 702 Millionen.
Die Erfüllung der Finanzziele ist für die Krankenkassen Voraussetzung dafür, dass sie die im Strukturfonds bereitgestellten Gelder abholen können. Für das Jahr 2010 waren das 100 Millionen Euro, seit dem Vorjahr 40 Millionen Euro, diese Summe ist bis 2015 gesetzlich fixiert. Ein ähnliches System hat Stöger auch für die Spitalsfinanzierung im Auge, um die Auszahlung von Geldern an die Erreichung von vorgegebenen Zielen zu binden.
Mit dem aktuellen Monitoringbericht über die Krankenkassen ist Stöger jedenfalls zufrieden. Er sieht darin eine "gute Nachricht für die Versicherten", die den erfolgreichen Kurs der Sanierung der Kassen bestätige. Die einzelnen Maßnahmen und allen voran der Strukturfonds würden die finanzielle Zukunft der Kassen und somit auch die Gesundheitsversorgung der Menschen sichern, so der Gesundheitsminister. (APA, 11.4.2012)
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Meilenstein erreicht, sogar quantitativ übertroffen. Bravo. Gut gemacht Herr Stöger und ALLE Beteiligten.
Als Linker sage ich: weiter so, ich glaube bei den Primarfürstentümern und der Pharma gibt es noch einiges zu holen.
Als Systemtheoretiker sage ich: die Patienten viel mehr in die Prozesse einbinden und Informationen logisch an die Patienten binden und nicht an die Ärzte und Spitalsabteilungen.
Die übrige Politik macht uns krank. Können wir uns wenigstens auf das Gesundheitssystem verlassen?!
Irgendwie scheint die allgemeine Dumpfheit in Verblödung umzuschlagen.
Was ist daran so toll, dass in großem Stil Kassenleistungen gestrichen oder vorenthalten werden? Das ist kein Sparen, das ist Raub am Einzahler.
Muss erst daran erinnert werden, das so essentielle Dinge wie Zahnersatz und Brillen zum größten Teil aus eigener Tasche finanziert werden müssen?
du dumpfer, dann zähl auf welche leistungen gestrichen wurden, die man ganz ganz unbedingt braucht ?!
also diese 100% versorgungsmentalität nervt micht.
brillen, naja die modischen sind halt teurer, und um immer mit der mode gehen zu können, ist die kk nicht verantwortlich !!!
denke mein brillenbudget dürfte sich auf 5cent/tage belaufen, dass kann ich mir gerade noch leisten.
stimmt bei den designerbrillen muß ich abstriche machen, fällt mir aber leicht.
Ach, Sie wissen genau, dass ich bei den Brillen die Gläser meinte, die Linsen, damit Sie auch wirklich wissen, was ich meine.
Die haben üblicherweise nichts mit Ästhetik zu tun, sie sind 1. der zentrale Sehbehelf und 2. sind sie teuer. Und natürlich sind die Linsen einer der Gründe, Kassenbeiträge zu zahlen. Und dafür sollte das Geld auch verwendet werden!
Haben Sie sich schon einmal die Paläste der Kassen gesehen? Dann wissen Sie, warum keine Linsen gezahlt werden.
eine gute nachricht von der finanzfront.
soviel zum thema, dass man nicht vernünftig sparen kann. es gibt immer 2 seiten, die pharmakonzerne werdens auch verschmerzen.
alle schulden zurückzahlen, ein pölsterchen anlegen und dann die beiträge senken ...
alle schulden zurückzahlen, ein pölsterchen anlegen und dann die beiträge senken ..
und wann soll es so weit sein. steht das im text (mit den schulden zurück zahlen), hab ihn nicht ganz gelesen. also bei der öbb dauert es 70 jahre, bei der asfinag 40 jahre, hoffe die kk sind fixer.
... daß weder die Einnahmen (konjunkturabhängig) noch die Ausgaben (schon eine göbere Epedemie kostet sehr viel Geld) wirklich vorhersehbar und damit planbar sind. Die alljährlichen Schwankungen werden daher auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein.
Ein wichtiger Sparbeitrag wären gebührenpflichtige Telefonnummern.
Damit könnten jene Mitarbeiter, die damit beschäftigt sind, als Telefonseelsorge für jene Zeitgenossen, die es denen mal so richtig rein sagen wollen, zu fungieren, für produktive Arbeiten freispielen.
genau, wer krank ist und etwas von der kasse braucht, soll auch noch dafür telefongebühren zahlen. ein konzept, das sich gut auf alle einrichtungen ausdehnen lässt, die mit steuergeld und/oder pflichtbeiträgen finanziert sind. sorry, aber das ist ein aufglegter bledsinn und ihrem namen machen sie überhaupt keine ehre.
Nachdem die Krankenkassen die Erbringung von Leistungen weitestgehend eingestellt haben und sich aufs Durchfuttern ihrer Beamten beschränken, muss die Jubelmeldung von der "Sanierung", gelinde gesagt, als Chuzpe bezeichnet werden.
Bedaure, aber der einzige Körper, der mich wirklich interessiert, ist mein eigener. Und wenn ich beim Arzt höre:" Es gibt ein gutes und ein schlechtes Medikament. Das gute müssen's aber selber zahlen, weil das zahlt die Kassa nicht!", dann geht mir, medizinisch ausgedrückt, das G'impfte auf!
auch auf die gefahr hin dich zu desillusionieren - aber unser, von profitorientierten pharmamonopolen betriebenes gesundheitswesen kostet bereits milliarden an steuerngeldern, welche dann zum großteil als profite bei eben diesen monopolen landen - so wird krankheit zum geschäft, ja sogar zum wachstumsmotor - krankheit zu heilen widerum widerspricht dann dem profitstreben, das ja eher immerwärende behandlung zum ziel hat - nennt sich kundenbindung, im marketingsprech;-)
also kannst du wählen:
- bedarfsorientiertes gesundheitswesen mit heilung+gesundheit als ziel
- profitorientiertes gesundheitswesen mit krankheit+behandlung als ziel..
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