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"Warum benutzen Frauen Schminke und Parfüm?
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Weils schiach sind und stinken..."
... also sprach Zarathustra. Da hätten wir uns mehr erwartet. Da wird eine derartige Symbolfigur der Wortgewalt als Namenspatron bemüht und dann folgt die Antiklimax des Jahres. Aber vielleicht ist das ja die eigentliche Pointe daran. Das bepostete Thema lautete übrigens "Männer trinken sich selbst schön - auch ohne Alkohol", und beim Thema Essen & Trinken geht es stets ans Eingemachte. Das Ressort Lifestyle - von seinem Themenfeld her natürlich per se auf Polarisierung, Polemik und Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln angelegt - weiß ein Lied davon zu singen. Das Ressort also, in dem es kurz gesagt um Folgendes geht:
"die dicksten Weiber stemmen, die groeszten Haufen scheiszen"
... weiß Poldi Fesch beim Artikel "Wiener Kaffeehauskultur ist 'immaterielles Kulturerbe'". Noch so ein die Menschheit spaltendes Streitthema, das schwerer beizulegen ist als der Nahostkonflikt. Das verlassen wir lieber mal schnell wieder und wenden uns dafür jahreszeitgemäß der Grillkultur zu. Da ist Stahl_____666 nämlich zum Thema "Fenchel, Radicchio und Mais statt Faschiertem und Ripperln" auch was eingefallen:
"Grillen ohne Fleisch ist wie ein Porno ohne Weiber."
Glaubwürdige Augen- und ZungenzeugInnenberichte haben uns bestätigt: Beides denkbar. Beides konsumierbar.
Geschmackssache gewissermaßen - so wie "Die Rückkehr des Schnauzbarts", wo sich für Lifestyle-Verhältnisse dann tatsächlich ideologische Klüfte auftun. Dass das auch den einschlägig interessierten Dr. rer. prol. Futbauer hinter dem Grill hervorlocken würde, war abzusehen. Aber lassen wir den notorischen Wiedergelöschten mal beseite und wenden uns jemand neuem zu: ATHARAXIS wirft sich für die Gesichtsteilbehaarung in die Bresche und hätte das Ganze auch noch gerne empirisch untermauert. Ist aber letztlich mangels Freischaltung nix draus geworden (unsere Umfragen machen wir immer noch selber!):
"Also versteh auch net ganz warum der verschwunden ist, als Muschistimulator ist er doch ganz brauchbar oder?
An alle Weibchen da draussen Rot für Ja, Grün für Nein"
All the girls in da house say: Noooooooo! (ZensorIn, derStandard.at, 11.4.2012)
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könnten das durchaus auch halbwegs konstruktive Diskussionsbeiträge gewesen sein, direkt angegriffen oder verletzt wurde hier einmal wohl niemand. Der Satz von Zarathustra ist ja nicht ganz falsch (nur trifft es für Männer und deren Verschönerungsmaßnahmen nicht minder zu), da spielt sich etwas im Spannungsfeld zwischen dem Kreatürlichen und Kulturellem ab, der Mensch (der im Normalfall höchstens als Marmorstatue tatsächlich uneingeschränkt schön und appetitlich ist) kann seinen eigenen Ansprüchen nicht genügen, er ist zwar noch Tier, aber funktioniert nicht mehr so und schämt sich seiner selbst. Poldi kritisiert eine recht bemitleidenswerte Mentalität recht treffend. Und Stahl_666 bemüht halt einen halblustigen Spruch.
Der Witz bei diesem Witz ist ja, dass nicht eine schwerverständliche anthropobiologische Erklärung oder kultur- und gesellschaftshistorische Argumentationskette für den Umstand dass Frauen Parfüm und Schminke verwenden, angeführt wird, die auch politisch korrekt und gendersensibel ist, sondern eine absurde Behauptung. Der Witz wendet sich also nur vordergründig gegen Frauen, eigentlich adressiert er mehr den Drang alles möglichst kompliziert und politisch korrekt erklären zu wollen, was Männer und Frauen tun, da er ja mit den erwarteten Antworten spielt. Das ist aber wohl zu subtil für die Zensorin.
..mitte der 90er ist er aus dem stadtbild fast völlig verschwunden,aber ich denke mir, so wie die karottenhose der 80er oder das hawaihemd,auch der schnauzer wird wieder kommen,und wir männer können unser spiel mit der gesichtsbehaarung wieder in aller öffentlichkeit ausleben. this is a mens world... :) :) :)
verletzen oder verärgern können werden sie wohl keineN, auch sind es teilweise schon echte Beiträge zu einer Diskussion. Etwas derb ausgedrückt umschreibt Zarathustra ja wohl nur die nackten Tatsachen - warum sonst (für die entsprechenden Maßnahmen von Männern gilt das natürlich nicht minder, wenn auch der Druck hier traditionell geringer war). Aber der Mensch ist nun einmal kein strahlendes Kunstwerk aus blendend weißem Marmor, sondern ein äffisches Wesen aus krud-funktionalen, stark riechenden Fleischklumpen. Den Grillen-Spruch könnte man auch überarbeiten, um andere Geschlechter und Orientierungen zu berücksichtigen, an sich aber amüsant formuliert. Das mE bedauerlicherweise in Verruf gekommene W-Wort ist vielleicht für manche anstößig.
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