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Martin Wuttke (rechts) und Klaus J. Behrendt.
Was man als "Tatort"-Seher immer schon gewusst hat - oft reichen 90 Minuten nicht aus. Das ist zwar eher die Ausnahme, denn das sonntägliche Täter-Raten-Spiel ist oft schon nach 40 Minuten gelöst. Das himmlische Geschenk der Osterfeiertage nutzten die Tatort-Macher aber, um einen Fall von der Hermetik einer einzelnen Stadt zu lösen. So wurde aus der Folge "Ihr Kinderlein kommet" ein zweiteiliger Verbrüderungskrimi von Ost und West, ein Tatort der deutschen Einheit.
Die Ermittlerpaare von Leipzig und Köln - also Leipzich und Göln - hatten am Sonntag und Montag eine Mordserie an jungen Mädchen aufzuklären.Gelöst wurde diese dann ein für alle Mal. Freddy Schenk, der Überstattliche vom Kölner Würstelstand, der zwischen Currywurst und Kölsch den Kriminaltango tanzt, erschoss den letzten von zwei Bösewichten, bevor dieser der an einem Heizkörper befestigten Kollegin aus Leipzig etwas Unwiderbringliches nehmen konnte.Das ist normalerweise der Beginn eines (faden) Drehbuchs aus Märchenland, wenn Polizisten ur arg darunter leiden, dass sie jemanden abgeknallt haben.
Nicht Schenk, der für Saalfeld mehr als nur kollegiale Sympathie verspürte. Am Ende war alles okay, Bussi, Bussi, Tschüssi, auf bald.In Schenks Schatten standen die Rollen von Max Ballauf als grauer und nicht heller werdender Cop, der mit dem nur bedingt menschenfreundlichen Humor von Andreas Keppler nicht viel anfangen konnte.Keppler wiederum lernte bei seinem Ausflug in den Wilden Westen, dass dort blonde Damen allesamt einen Kopf größer sind als er. Da schaute der kleine Mann jedes Mal ganz groß. Insgesamt ganz okay. (Karl Fluch, DER STANDARD, 11.4.2012)
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Irgendwie hat mich dieser Tatort an "Das Schweigen der Lämmer" erinnert. Das genähte Kleid, der Dialog "Was begehren wir am meisten?"
Die Tatort Autoren sollten besser aufpassen -nicht dass sie da der Urheberschutz ihrer schreibenden Kollegen trifft, der ihnen ja so wichtig ist! (siehe http://derstandard.at/133318498... d-Piraten)
ersten teil interessant, den fand ich jetzt etwas zu aufgesetzt (familiensituationen gar überzeichnet). nochmalige flucht des mädchens nach den erfahrungen irgendwie unglaubwürdig etc., schauspielerisch nicht so gut besetzt.
der zweite teil hingegen ging unter die haut.
tatort schon wieder in das alte klischee. grantelnder krassnitzer - weil, ein wiener muss ja granteln - und immer in touch mit einer politisch correcten botschaft im hintergrund. bibi war schön uncorrect (anfangs)
auch wenn es jetzt nicht hierher gehören mag - aber die neuhauser spielt mit: die 4 frauen und ein todesfall waren anfangs recht lustig, jetzt rutscht die serie in eine nonsens-parade ab. da könnte man gleich tohuwabohu wieder einsetzen. da hatte man auch immer den eindruck, dass alle vollgekifft sind. schon mal nüchtern mit zugekifften in einer runde gesessen, die über jeden schmarrn lachten ? eben - genau so lustig ist das ;-)
plus: die miriam stein hat großes potential, die finde ich toll - gute neubesetzung !
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