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Einmal angenommen, die Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei wären eine Suppenschüssel, die jeden Tag auf den Tisch kommt und die schon einigermaßen ramponiert ist. Egemen Bagis würde sie in die Hände nehmen und gefällig ins rechte Licht rücken, die angeschlagenen Stellen verdecken und einen Vortrag über ihre Nützlichkeit und Schönheit halten, bis dem Betrachter scheint, er habe eine Ming-Vase vor sich. "Ich bin der Chefunterhändler", sagt er von sich.
Bagis (sprich: Ba-isch), bald 42, ist Europaminister und eines der westlichen Aushängeschilder der konservativ-muslimischen Regierung in der Türkei. Sechseinhalb Jahre dauern die Verhandlungen nun, mit wenig Aussicht auf Fortschritt. "Für die EU mögen sie ein Misserfolg sein, nicht für die Türkei", stellte Bagis diese Woche kühl in einem Gespräch in Istanbul mit einer Gruppe von Journalisten aus Dänemark und Österreich fest - zwei Länder mit großen Vorbehalten gegenüber einem EU-Beitritt der Türkei.
4,9 Milliarden Euro an Beitrittshilfen der EU habe die Türkei bisher verwendet, um so unterschiedliche Dinge des alltäglichen Lebens zu verbessern wie die Qualität von Trinkwasser, Kinderspielzeugen oder Steaks im Supermarkt, die nun nach EU-Standards verkauft werden, zählte der Europaminister auf. Die türkischen Wähler hören das so allerdings nicht; den Verdienst für die Modernisierung des Landes rechnet sich die türkische Regierungspartei AKP selbst an.
Europas Intellekt sei eingefroren, behauptet Bagis. "Was verliert Europa schon, wenn es ein einziges Verhandlungskapitel öffnet?" Doch weil Europa 17 Kapitel aus politischen Gründen blockiere, verliere es an Glaubwürdigkeit bei den Türken.
Kein Nachgeben
Das routiniert vorgetragene Plädoyer von Bagis für ein Ende der Blockade zeigt, wie die Türkei weiter mit Europa umgehen will. Nachgeben gibt es nicht, Aufgeben auch nicht. "Wir sind bekannt für unsere große Geduld", sagt Bagis. Ein Land, das 40 Jahre gewartet habe, nur um einen Termin zu bekommen, werde nicht das Handtuch werfen, weil ein Politiker wie Nicolas Sarkozy etwas Unfreundliches sage. Die Türkei hatte 1959 Antrag auf Mitgliedschaft in der damals neuen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG gestellt, unterzeichnete 1963 ein Assoziationsabkommen und wurde 1999 Beitrittskandidat.
Es werde angesichts des Stillstands bei den EU-Verhandlungen keine Neuorientierung der türkischen Außenpolitik geben, erklärte Bagis - das sei das Wunschdenken jener, die die Türkei aus dem Beitrittsprozess hinausdrängen wollten. Der Europaminister forderte dafür einmal mehr die EU auf, wie angeblich beschlossen, Handelsbeziehungen mit dem türkischen Teil Zyperns aufzunehmen und so die Blockade zu lösen. Die EU-Außenminister hatten 2004 in Wirklichkeit anderes beschlossen - die Möglichkeit für türkische Zyprioten, Produkte über den griechischen Süden hinaus zu exportieren. Nächster Showdown für Bagis ist Ende April. Dann beraten die EU-Innenminister über Visa-Erleichterungen für die Türkei. (Markus Bernath aus Istanbul, DER STANDARD, 11.04.2012)
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Die Europäische Union hat sich zur finanziellen Kooperation mit der Türkei geäußert.
Diese sollte der Türkei angesichts der neuen Wettbewerbssituation durch
die Zollunion helfen, ihren industriellen Sektor neu zu strukturieren, ihre
infrastrukturellen Verbindungen mit der Europäischen Union zu
verbessern sowie die Unterschiede zwischen ihrer Wirtschaft und der der
Union zu reduzieren. Diese finanzielle Kooperation beläuft sich auf 2,2
Milliarden für einen Zeitraum von 5 Jahren.
MfG Öztürk
Naja verglichen mit Griechenland sind es wirklich nur Peanuts!
Und bei Griechenland haben sie trotz zig hunderte von Milliarden immer noch nix!
Allein das letzte Hilfspaket für GR betragen 130 Milliarden...
Dann der Schuldenschnitt von über 100 Milliarden
(hatten die Türken noch nie)
Schon vergessen??
Und das Ende ist noch nicht abzusehen...
Schön fleissig weiter Steuern zahlen Standard Leser4.
Sie koennen auch ein Geschenk von einem Kredit nicht unterscheiden? Mit Banken die vorher dreimal so viel Wucherzinsen genommen haben und nun ueber 100 Mrd weinen, habe ich kein Mitleid. Diese haben trotzdem noch Profit gemacht. Viel schlimmer war die Lehman pleite, den dort hat man Geld fuer "nichts" also fuer eine Blase, versenkt.
das Wachstum der Türkei würde solche Operationen auch aus eigener Kraft ermöglichen. Die Beitrittshilfen sind tlw. reine Beruhigungsspritzen bzw. strategische Investitionen. Wir erhalten die Optiionen auf weitere EU Exporte und günstige Importe ex Türkei. Ausserdem rechnet sich dagegen der verminderte Aufwand bei Hemmung des Familiennachzugs via verbeserte Einkommen/Lebensbedingungen in der Türkei. Sie haben es schon richtig angesprochen: Beitrittshilfen auch als fake kommen uns billiger als ein Beitritt und den rest erledigt unser bester Freund: die lange, lange Zeit.....
Na haben deine PKK freunde wieder einen Popo tritt bekommen oder warum heulst du? Leute wie du sind daran schuld das Menschen in der Türkei sterben. Egal ob Kurde oder Türke. Mein kurdischer Freund, du solltest in diesem demokratischen Land doch einiges gelernt haben? Oder möchtest du wieder nach Hause?
Ihr Name lässt eine objektive Betrachtung des Sachverhalts unwahrscheinlich erscheinen. Dafür wird in Griechenland nicht auf politische Minderheiten geschossen, auf Umwegen ein islamischer Gottesstaat errichtet usw. Kann man sich aussuchen, was man jetzt besser findet.
das heisst aber noch lange nicht, dass wir weitere solche länder aufnehmen sollen. :)
ich würde deutschland und england nicht eine träne nachweinen wenn sie sich ebenfalls mit der türkei und der usa in ein bündnis werfen würden, aber so viel ich weiss geht es in diesem artikel um die türkei und nicht um deutschland oder sonstwen ...
dann sind die sozialfälle bei uns und in der türkei sind die gutausgebildeten ex-türk/kurd. auswanderer und jene der 3. generation aus deutschland/öst. wir haben dann jene, die nicht richtig deutsch und aber auch nicht türkisch (geschweige englisch) können.
es ist ja ein witz der geschichte, dass so viele von uns zurückgehen, weil ihnen hier was nicht passt, nachdem wir ihre väter/mütter "ausgebeutet" haben, als gastarbeiter, und sie nun in istanbul und an der küste willkommen sind
haben wir irgendwas falsch gemacht - oder auch nicht? welche enkel und urenkel der öst. auswanderer kommen zurück?
oder liegts vielleicht am volk (türken), denn "unsere" bosnier uvm blieben auch alle hier
es ist nicht klug menschen einer gewissen staatszugehörigkeit oder ethnie zu verachten. nicht nur weil sie einem sehr beeindruckenden kulturkreis entstammen, sondern auch weil es kurzsichtig ist sich von vorurteilen treiben zu lassen.
die wahrheit ist, dass die türkei eine bereicherung für die eu wäre.
wenn die eu nicht imstande wäre eine neu beitretende türkei zu assimilieren und anzupassen, dann sollte sie sich lieber gleich auflösen.
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