Karl: "Menschenrecht auf beide Elternteile"

  • "Kein Elternteil vorenthalten", fordert Justizministerin Beatrix Karl. "Keine Automatik bei Obsorge", hält Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek dagegen.
    foto: heribert corn

    "Kein Elternteil vorenthalten", fordert Justizministerin Beatrix Karl. "Keine Automatik bei Obsorge", hält Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek dagegen.

Machtkämpfe um Kinder sind keine Seltenheit - Ministerien oft uneinig

Wien - Im Fall des fünfjährigen Buben aus Graz, der vergangenen Dienstag von seinem Vater nach Dänemark entführt wurde, gibt es eine erste Annäherung. Die Mutter durfte am Karsamstag erstmals mit ihrem Sohn telefonieren - allerdings verlangte der Vater vorab in einem Email, das die Mutter den Medien zur Verfügung stellte, sie dürfe dem Kind nichts von ihrem Kummer erzählen.

Die rechtliche Situation der beiden bleibt komplex: Die Mutter hat in Österreich die Obsorge, der Vater in Dänemark. Die Anwältin der Mutter kündigte an, am Dienstag einen Rückführungsantrag stellen zu wollen, gegen den Vater liegt ein Haftbefehl vor. Am Donnerstag wurde ein weiterer Fall der Kindesentziehung bekannt: Im Dezember 2011 lies ein Asylwerber seine drei Kinder ohne das Wissen der Mutter, die die Scheidung eingereicht hat und seit einem Jahr die alleinige Obsorge trägt, nach Tschetschenien bringen. Seitdem läuft ein Verfahren gegen ihn. 

Einigung nur bei gut der Hälfte

Kindesentführungen sind die Extremsituation im Sorgerechtsstreit, der auch nach einer Scheidung eskalieren kann. Nur 53 Prozent einigen sich schon bei der Trennung auf die gemeinsame Obsorge. Ist ein Elternteil dagegen, wird sie meist der Mutter zugesprochen. Geht es nach Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP), soll sich das mit Herbst ändern: Das Recht auf beide Elternteile sei ein "Menschenrecht" des Kindes. Bei Scheidungen soll der Richter künftig das Sorgerecht beiden zusprechen können - auch wenn sich diese nicht einig sind.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), die das Paket mitverhandelt, hat ihre Bedenken. Harmonie könne nicht politisch verordnet werden. Für sie ist die gemeinsame Obsorge nach einer strittigen Scheidung nicht sinnvoll. Beide Ministerinnen argumentieren ihre Position mit dem Kindswohl, das erstmals in zwölf Elementen im Gesetz ausformuliert sein wird. Anlass für die Reform war eine Rüge des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, da bei unehelich geborenen Kindern der Vater in Österreich von vornherein kein Sorgerecht hat. (Julia Herrnböck, DER STANDARD, 11.4.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 710
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Und so funktionierts

Walter Hollstein am Mittwoch 29. August 2012
Die ungestellte Männerfrage
http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/inde... e/?lang=de

Und so funktionierts:
http://www.wien-konkret.at/soziales/... ks-frauen/

Geschlechterkampf

Heinisch Hosek schürt den Geschlechterkampf, daher haben wir auch so eine schlechte Lösungskultur in Sorgerechtsverfahren.

Sie will ja keine Harmonie, denn dann wäre sie nicht mehr so wichtig und nicht ständig in der Zeitung.

Lösungsansätze für Harmonieförderung gibt es genug, nur landen die bei der SPÖ in der Schublade.

Woher ich das weis ?? Weil ich selbst welche verfasst habe.

Das Menschenrecht auf beide Elternteile, sollte den vielen Frauenberatungsstellen erklärt werden, die kennen das nicht.

Das menschenrecht auf beide elternteile müsste aber dann auch durchgesetzt werden, und es ist keine einbahnstrasse, es würde auch bedeutet väter, denen ihr kind sch*egal ist, zum umgang zu zwingen.

Das fänden sie gut ? Und machbar ?

Also bitte erst denken, dann besser nochmals denken, dann plappern.

Nach einem Jahr fällt ihnen nichts besseres ein ?
Na das sollten sie vielleicht noch ein Jahr nachdenken.

40 % Quote

Wenn es dem Kindeswohl nicht widerspricht, sollte bis zur 40 % Quote dem Kindesvater die AO zugesprochen werden.

Die erste sinnvolle Genderquote ..

... von der ich je gehört habe. Danke das Beispiel merke ich mir : )

Für Eltern die sich bis aufs Blut hassen . . .

. . .ist das neuen Beziehungsgesetz wichtig.

Für alle anderen die friedlich eine geinsame Lösung haben, braucht man ja auch keinen Rechtsanwalt und keine Strafen ist ja völlig logisch.

Wenn jemand mit dem Auto im Ortsgebiet nur 45km/h fährt der wird ja auch nicht bestraft von der Polizei !
Wenn jemand 70km/h fährt u. den Anderen den Vorrag nimmt, der muss in die Schranken gewissen werden. Ist er unbelehrbar, dann gehört im der Führerschein weggenommen.
Logisch das sagt ja schon der normale Hausverstand !

Die Mag. Dr. Beatrix Karl zieht nur das durch , was schon längst notwendig ist, wir leben ja nicht in URWALD wo jeder machen kann mit seinen Kindern, was er will!
MENSCHENRECHTE SIND NICHT VERHANDELBAR !

leaks for family law austria

gemeinsame obsorge

auch wenn sich die eltern bis auf's blut hassen? wie soll das gehen? und wie sollte das die probleme mit österreichisch/ausländischen familien wie in diesem fall funktionieren?

gar nicht wird das gehen.

Sowas funktioniert lediglich, wenn die SCheidungsparteien sich ohne Hass und Aufregung getrennt haben. Das ist aber bekanntlich oft nicht der Fall.

Es geht um einen Automatismus. Bei jedem Automatismus sind auch Ausnahmen vorgesehen.

Im Moment sagt der Automatismus, Väter bekommen kein Sorgerecht, Außnahmen sind möglich wenn die Mutter zustimmt. Das Justizministerium würde gerne das die gelebte Praxis, dass der Vater auch das Sorgerecht bekommt (was im Großteil der Fälle momentan sowieso passiert), zur neuen Automatischen Regel wird.

Außnahmen hiervon kann es natürlich bei Vorlage guter Gründen (Gewalt, Missbrauch) etz. auch geben. Die müssen halt vor Gericht eingebracht werden.

Sinn ist, zu deeskalieren wo die Situation ohnehin schon angespannt ist, und das Sorgerecht nicht von vorneherein zum Thema eines Rechtsstreits zu machen, sondern nur wenn es nicht anders geht.

Im Moment sagt der Automatismus, dass beide geteiltes Sorgerecht bekommen.

Wo haben Sie Ihre irrwitzigen Rechtsverstaendnisse her? Tatsache ist jedoch, dass Mann danach Sorgerecht alleine beantragt oder sich saubloed auffuehrt und den Muettern dann nichts anderes uebrig bleibt, als das alleinige Sorgerecht zu beantragen, weil sie gut und gerne auf weitere 15 Jahre Pisakerei vom Ex verzichten koennen.

bitte erst lesen, dann Posten.

"Im Moment sagt der Automatismus, Väter bekommen kein Sorgerecht, Außnahmen sind möglich wenn die Mutter zustimmt."

Und die geplante Änderung soll das gemeinsame Sorgerecht, welches bei den meisten Scheidungen eh schon usus ist als neuen Automatismus klar machen. Das hier genauso wie in der Vergangenheit auch Ausnahmen möglich sein müssen hat ja niemand abgestritten.

Nur das sich ein Automatismus nach dem häufigsten Fall richten soll, ist bis zu Ihnen wohl noch nicht durchgedrungen.

youdontsay.jpeg

stimmt das?

ich habe gelesen, das paar hat in dänemark gelebt und dort das kind bekommen. die mutter soll sich dann kurz nach der geburt nach österreich abgesetzt haben.

wenn das wahr ist, hätte sie in österreich nie das sorgerecht erhalten dürfen, weil man laut haager abkommen das kind nicht ohne zustimmung des andern elternteils vom gemeinsamen wohnsitz entfernen darf sondern die behörden dort zuständig sind.

auch absurd dass sich zwei rechtsstaaten innerhalb der eu anscheinend nicht auf eine zuständigkeit einigen können, sondern dass die hin- und rückentführung des kindes faktisch über die zuständigkeit entscheiden soll.

Nein, stimmt nicht, was sie gelesen haben

Das Kind ist zwar in DK geboren. Das Paar hat sich schon kurz nach der Geburt getrennt, die Mutter war schon immer alleinerziehend, sie hatte schon immer die alleinige Obsorge. Einen gemeinsamen Wohnsitz gab es nie. Der KV hat in sehr wechselnder intensität sein Besuchsrecht ausgeübt, wollte auch nie die gemeinsame Obsorge.
Erst als die Mutter wieder nach Österreich zog, hat er die Obsorge in DK bekommen, wo das Kind längst nicht mehr lebte.
Es ist tatsächlich groteskt, dass der KV die Obsorge, noch dazu die alleinige bekommen hat. Die Mutter und das Kind hatten in dem Verfahren nichteinmal Parteienstellung. Das war eine ziemlich ungute Aktion der dänischen Behörden und wird hoffentlich auch ein politisches Nachspiel haben.

Es ist ueblich, Muettern im Ausland zu raten, wenn es Probleme mit Sorgerecht gibt,

schnell nach Oesterreich zu kommen, da sie hier mehr Schutz vor den Vaetern im Ausland erhalten....

Bin in diesem Fall dagegen, der Frau dermassen offene Szenerie zu lassen. Eindeutig war es ein anhaengiges obsorgeverfahren in Daenemark und es geht hier ja nicht um ein frauenfeindliches oder lebensbedrohliches Land, aus dem es gilt, das Kind zu retten....

Kongress Kinderrechte Kinderschutz 2012 "Die Stimme des Kindes" - Katharina mit RAA Mag. Krankl

http://www.youtube.com/watch?v=n... el&list=UL

400 Kinder sprachen am 8.5.2002 zum zweiten "Weltkindergipfel" an die Generalversammlung der Vereinten Nationen,

„ ... Solange andere ihre Verantwortung uns gegenüber nicht wahrnehmen, kämpfen wir selbst für unsere Rechte . . ." ,

um politische Antworten zur tristen Lage von Kindern und Jugendlichen zu formulieren.

G R U N D R E C H T E von K I N D E R N und anderen Menschen Illusion oder Wirklichkeit ?

2011 in Österreich . . . auch hier ist die Lage für die schwächsten der Gesellschaft immer noch trist.

Katharina E. sie ist fast 14 Jahre alt, spricht als seelisch misshandeltes Kind nun erstmals auch in Österreich öffentlich.

Kongress Kinderrechte Kinderschutz 2012 "Kinderrechte in Österreich? "Was ist psychische Gewalt?

RAA Mag. Michaela Krankl, PreisträgerIn des Childrensaward 2010 im Wiener Hilton - in der Rubrik Gerechtigkeit. VerteidigerIn des Kinder-Vater u. Menschenrechtsaktivisten, Vater-Terroristen Kurt Essmann.
http://www.youtube.com/watch?v=l... el&list=UL

Zitat RAA Krankl: "Das Außerstreitverfahren ist besonders seltsam...!?!
Vertrete ich bei Gericht einen Vater, der um den Zugang zu seinen Kindern kämpft...habe ich alle gegen mich...die Jugendbehörden...die RichterIn...die GutachterIn...die Mutter und Ihre Anwälte!?"

"Kongress Kinderrechte Kinderschutz 2012" - Dr. Robert Holzer: PAS

Die Formen des Eltern-Kind-Entfremdungs-Syndroms
Psychische Gewalt bei Trennungskinder - Parental Alienation Syndrome (PAS)

http://www.youtube.com/watch?v=x... re=related

Das Syndrom wird von keinem einzigen seriösen Fachmann bestätigt.

Ganz neutral gefragt: soll dieses Menschenrecht auch für Kinder gelten, die ein Elternteil haben, das nicht ein EU-Staatsbürger ist?
Ich habe da vor allem die Geschichten im Kopf, bei denen dann von Rechts wegen verlangt wird, dass dieser nicht-EU-Bürger-Elternteil dauerhaft oder für Monate vom Kind getrennt aus AT ausreisen muss. Denn wenn das Recht auf beide Eltern wirklich ein Menschenrecht ist, dann müsste es meinem Verständnis auch für alle Menschen gelten, oder?

PAS, strafrechtliche Konsequenzen gefordert

ÖVP Justizministerin Beatrix Karl sollten jetzt handeln >

PAS “Parental Alienation Syndrom” und beschreibt die enormen psychischen Folgen der Eltern-Kind-Entfremdung.

PAS ist grausame Realität für tausende Kinder, jeden Tag.

In Brasilien wurde das Hervorrufen von PAS als eine Form der Kindesmisshandlung am 26.08.2010 unter Strafandrohung gestellt. ( Siehe dazu: “Breaking news: Brazil has ratified a law that defines and punishes parental alienation as a form of child abuse” und “New Brazilian Law 12 318 defines and punishes parental alienation“)

Der Verlust eines Elternteils hat erschreckende Auswirkungen auf Kinder.....

http://www.kinder-brauchen-beide-eltern.at/pas-straf... gefordert/

leaks for family law austria

Brasilien...moment, das ist doch das Land,

in dem 4Jährige Kinder auf den Strich gehen, um zu überleben. In dem hunderttausende Minderjährige, misshandelt und missbraucht in privaten Haushalten als Haussklaven gehalten werden und in dem Kinderarbeit vollkommen normal ist. In dem die Kindersterblichkeit bei 24/1000 Geburten liegt.
Und die verabschieden Gesetze, zu nicht-existierenden, weder in der ICD noch in der DSM klassifizierten "Syndromen"?

Wozu in aller Welt, brauchen wir eine Frauenministerin ...

... wenn Sie sich nicht für GLEICHBERECHTIGUNG einsetzt ?

Gemeinsame Obsorge sollte in einer modernen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein. Wir hatten seit den 70 Jahren des letzten Jahrhunderts also seit fast 4 Jahrzehnten keine große Reform des Familienrechts mehr. Wer mir heute noch darauf beharrt, das sich seither das Rollenbild in der Familie nichts geändert hat, der lebt in der Steinzeit. In den 70 Jahren konnte ein Alleinverdiener die Familie noch leicht erhalten. Von der Frau wurde erwartet das sie sich um die Kindererziehung kümmert.

Heute erwarten wir von Vätern das sie im Haushalt mithelfen, sich in die Kindererziehung einbringen. Wir wünschen uns das sie in Karenz gehen - aber rechtlich wollen wir nix ändern ?

Posting 1 bis 25 von 710
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.