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vergrößern 896x642Wien - "Es gibt Gesprächsbedarf." Michael Prüller, Sprecher von Kardinal Christoph Schönborn, findet klare Worte. Konkret ist für kommende Woche ein brisantes Treffen im erzbischöflichen Palais angesetzt. Aufeinandertreffen werden dabei Schönborn, Generalvikar Nikolaus Krasa und Gerhard Swierzek, Pfarrer von Stützenhofen. Inhaltlich geht es einmal mehr um den klerikalen Krisenherd im Weinviertel. Dass der schwule Pfarrgemeinderat Florian Stangl mit dem Segen des Kardinals doch ins Amt darf, hat ja den konservativen Ortspfarrer so sehr erregt, dass dieser jetzt plant, seinen Talar an den Nagel zu hängen.
Thematisiert werden auch heikle Telefongespräche. So soll, berichtete das Bezirksblatt, Pfarrer Swierzek ein Telefonat mit Schönborn aufgezeichnet haben, in dem der Kardinal dem Weinviertler Gottesmann unmissverständlich klar machte, dass "das" mit Florian Stangl "nicht sein dürfe" und er (Pfarrer Swiercek) alles daransetzen müsse, den Kandidaten vom Stimmzettel "verschwinden" zu lassen. Zumindest verkündete dies Gerhard Wolfram, stellvertretender Pfarrgemeinderatsobmann in Stützenhofen, zum Erstauen der Kirchenbesucher während der Palmsonntagsmesse am 1. April.
Wolfram trat ans Rednerpult und verlas eine Stellungnahme. "Er hat dabei unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass Pfarrer Swierzek bei der beabsichtigten Wahlverhinderung Florian Stangls als Pfarrgemeinderat ausschließlich im Auftrag des Kardinals gehandelt habe. Er verwies dabei konkret auf das auf Tonband aufgezeichnete Telefongespräch zwischen dem Pfarrer und dem Kardinal. Und er merkte an, dass er (Wolfram) selbst die Aufzeichnung des Telefonats gehört habe", schildert Franz Schuster - Ohrenzeuge und Wahlleiter der Stützenhofener Pfarrgemeinderatswahl - dem Standard. Weder Swierzek noch Wolfram waren am Dienstag zu einer Stellungnahme bereit.
"Mehrere Gespräche"
Im Büro von Kardinal Schönborn bestätigt man auf Nachfrage die Telefonate mit dem Stützenhofener Pfarrer. Prüller: "Da hat es mehrere Gespräche gegeben. Aber nach dem Gespräch mit Florian Stangl hat der Kardinal seine Meinung geändert."
Eigentlich ist die Weitergabe von Tonaufnahmen an Dritte ohne Einwilligung des Gesprächspartners illegal, allerdings muss es der Betroffene anzeigen - was Schönborn nicht machen wird. Die Leiterin des Pastoralamts der Erzdiözese Wien, Veronika Prüller-Jagenteufel, ist indes "überrascht" vom Rückzug des Stützenhofener Pfarrers. Bis zum Palmsonntag hätte er die Pfarrgemeinderatswahl beeinspruchen können, was er aber unterließ. Grundsätzlich sei das Engagement eines Schwulen in diesem Gremium "ein spannendes Feld, in dem wir erst lernen müssen, uns zu bewegen". Man müsse "an den kirchlichen Idealen gescheiterte Menschen trotzdem ernst nehmen", meint Prüller-Jagenteufel.
Johannes Pesl, der das entsprechende Referat im Pastoralamt leitet, sagt, Pfarrgemeinderäte müssten dem Pfarrer auch in seelsorglichen Fragen zur Seite stehen - da sei eine bunte Mischung und an Menschen nur "von Vorteil". Es hänge "von den Fähigkeiten des Pfarrers ab, verschiedene Menschen zu integrieren", meint Pesl.
"Schlanker Brief" nach Rom
In einem anderen niederösterreichischen Ort bereitet man sich auf einen möglichen Papstbesuch vor. Helmut Schüller, Pfarrer von Probstdorf und Sprecher der Pfarrerinitiative, sieht gute Chancen auf einen Gesprächstermin beim Pontifex. Schüller: "Wir arbeiten einen schön schlanken Brief aus, der nach Rom geht." Papst Benedikt XVI. hat in seiner Predigt am Gründonnerstag Bezug auf die österreichische Reformbewegung genommen. (Andrea Heigl/Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 11.4.2012)
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richtig. deshalb ist es auch mehr als vermessen, wenn eine Religion von Wahrheit spricht.
abgesehen davon, was hat das jetzt mit meinem Kommentar zu tun, wo es primär darum ging, welche Variante (Homophobie oder Gottesbefehl) wahrscheinlicher ist.
Na wenn ein Wissenschafter von Wahrheit spricht, hat er Wissenschaft, wissenschaftliche Beweisführung und Falsifizierung ned verstanden.
Und was das mit Ihrem Posting zu tun hat: gebens doch bitte für beide Varianten die Wahrscheinlichkeit an (Daumen x Pi reicht).
von mir habens kein rotes stricherl, ABER:
*) bei einem pfarrer ist das problem tieferliegend. offiziell haben die keinerlei sexuelle erfahrung. sprich ALLES ist nur vom hörensagen bekannt oder als dunkles wissen erlangt (vorehelicher sex in der jugend, bubenspiele im seminar, pfarrer/köchin). somit hat ein pfarrer keine sicherheit in diesem thema außer der mittels lektüre (bibel). und mal ehrlich, egal wieviele heftln mann als jugendlicher sieht, große brüder drüber reden, mann sich selber leib hat, der (erste) eigene orgasmus mit sexualpartnerIn (oder mehreren (neid :))) ist verbal nicht weiterzugeben.
jetzt einen standpunkt beziehen, wenn er selber auf dünnem eis steht, ist natürlich angstmachend und muss nicht per se homophob sein.
ein mit überwältigender mehrheit gewählter kandidat durfte doch tatsächlich sein amt antreten.
um diese null-meldung möglich zu machen musste ein kardinal einen eingesprungenen spagat mit mehreren schrauben hinlegen, und zur systemimmanenten überdehnung der weichteile kommen jetzt noch schlechte haltungsnoten.
... wenn sich die gemeinde einen muslim in den pfarrgemeinderat wählt?
ist es dann auch diskriminierend, wenn schönborn nicht damit einverstanden ist?
wenn sich die pfarrgemeinde selbst nicht anders versteht, soll sie doch haben was sie will.
am besten macht sie den nächsten live-ball dann bei sich in der kirche.
Wenn Homosexualität Sünde ist und Menschen erwiesener Weise mit dieser Veranlagung geboren werden, warum erschafft euer Gott die menschen dann so? Oder ist die Zuteilung ihrer Seele in eine katholische Familie ein himmlischer Fehler und er/sie hätte eigentlich in einer offeneren und gerechteren Religionsgemeinschaft geboren werden sollen?
Bitte ehrlich antworten.
Danke
Freier Wille - sagt Ihnen das was?
Jeder kann Fehler machen, aber man kann auch jederzeit wieder auf den richtigen Weg zurückkommen.
Und wenn nicht, dann soll man halt dazu stehen und kein Mitglied in der kath.Kirche sein.
Ich kann als Rapid Anhänger auch nicht zur Austria gehen und mich dann beschweren, wenn die mich nicht akzeptieren!
Ja natürlich. Das ist ja keine Diskriminierung. Ich kann ja auch einen Frauenverein gründen, wo nur schwarzhaarige Frauen Mitglied werden dürfen-und keine blonden ect und auch keine Männer. Eine vereinsmitgliedschaft schließt man freiwillig ab-daher keine Diskriminierung!
Ich muß dazu aber sagen das ich nur "Gläubige" Katholiken kenne die gleichzeitig sehr konservativ sind. Daher fällt es mir schwer das Eine vom Anderen zu trennen. Da ich aber unter Garantie nicht alle Katholiken kenne ist die Wahrscheinlichkeit das sie nicht Alle Konservativ sind durchaus gegeben. Ist wahrscheinlich mit ein Grund warum ich die Religion an Sich ablehne.
Es wird immer noch diskutiert, ob Homosexualitaet angeboren ist.
Das ist noch (?) nicht klar.
Daher kann sich laut kath. Lehre (was in meinen Augen ein Bloedsinn ist, aber was soll es?), jeder dafuer oder dagegen "entscheiden".
Michael
es gibt einige Studien, dass Homosexualität angeboren ist, u.a. reagiert das Gehirn homosexueller auf gleichgeschlechtliche Pheromone. Aber auch Umfeld beeinflusst das. So oder so, es ist keine Wahl und kann nicht rückgängig gemacht werden (Es gibt eine Studie aus Schweden und einige aus den USA, die werden nur penetrant ignoriert von der Kirche).
http://www.sciencedaily.com/releases/... 205430.htm
Abgesehen davon belegen diese Studien doch nur das Offensichtliche. Wenn es nicht so wäre, dann könnte sich ja jeder frei entscheiden, welches Geschlecht er nimmt, wie er Lust und Laune hat, und glauben Sie mir, ich kann das definitiv nicht! ;)
aber ein Gläubiger und einer der evang.-lutherischen.Der Satz "bei einem Mann zu liegen wie bei einer Frau ist dem Herrn ein Greuel" steht im AT.In den Evangelien gibt es keinen derartigen.Die Verurteilung der Homosexualität ist eine Reaktion gegen die in der Antike übliche Praxis und deren Mißbrauch (u.a. von Sklaven und Lustknaben) gewesen.Ein wichtiger Aspekt der jüdischen Tradition war die Fruchtbarkeit des auserwählten Volkes.Jedwede Verschwendung von Leben(=Samen) wurde als Sünde gesehen.Außerdem wurde ein Schutz vor grassierenden Infektionen gesucht(Analgonorrhoe und Feigwarzen).Ich denke,die Verurteilung richtet sich gegen Mißbrauch und Krankheit.Nehme ich Gottes Unfehlbarkeit an und sehe in die Natur,so ist Homo.S. kein Fehler.
Wäre diese Mini-Pfarre in Moskau oder Nordkorea, würde sich niemand über dieses Detail aufregen.
Ob aber hier in Österreich sogar in der Kirche bereits Mafia-methoden angewandt und offenbar gutgeheißen werden, betrifft uns eigentlich als Staatsbürger.
Ob der Herr Pfarr-Gemeinderat schwul oder hetero ist, wird niemanden wirklich interessieren, der die seit Jahrhunderten üblichen Sitten und Gebräuche im Dunstkreis der Kirche einigermaßen richtig einschätzt!
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