Luft nach oben

Christoph Winder, 10. April 2012, 17:14
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    foto: apa/karl-josef hildenbrand

Außer bei eindeutigen Luftnummern: Es gibt immer Raum für Verbesserungen und Kursgewinne.

Die Luft ist immer für ein paar nette Redensarterln gut. Ich zitiere wahllos nach dem guten alten Röhrich ("Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten"): Es liegt in der Luft; die Luft ist rein; dicke Luft; ihm geht die Luft aus; Halt die Luft an; in die Luft fliegen, in die Luft sprengen, gesiebte Luft atmen, jemanden wie Luft behandeln usw. usf. Viel jüngeren Datums ist und häufig, ja nach meinem Empfinden fast schon inflationär verwendet wird die Redewendung, da oder dort sei noch "Luft nach oben". Damit gemeint ist, dass eine Leistung auf eine noch nicht völlig zufriedenstellende Art erbracht werde, dass Verbesserungsbedarf bestehe. Auch von Aktien wird gerne gesagt, dass "noch Luft nach oben" sei, d.h. dass sich der Kurs der Papiere nach oben hin entwickeln werde (die p.t. Aktionäre sollten freilich auf der Hut sein, dass sich die Aktien nicht als Luftnummern entpuppen!) 

Hier ein paar aus dem Internetz gefischte Luft-nach-oben- Exemplare: "In knapp einem Jahr habe ich schon sehr viel erlebt und unglaublich viel gelernt. Luft nach oben und Verbesserungsmöglichkeiten gibt es immer" (der Fußballspieler Tim Knipping) "Schweine weiter Luft nach oben!!!!! Hallo! Wie man auch diese Woche sieht sind Mastschweine gefragt!" (Website www.landwirt.com); der Bundesverband der deutschen Verbraucherzentralen titelt "Verbraucherpolitik: Populäres Handlungsfeld mit Luft nach oben" usw. usf. Unter diesem Wörterbucheintrag findet die p.t. Leserschaft viel Luft nach unten - ich hoffe darauf, dass sie das Vakuum durch ein paar dezente Postings auffüllt. Wenn es an Inspiration mangeln sollte: Einfach einem Weinglas die Luft auslassen, kräftig inhalieren, und schon flutscht es doppelt so gut.

Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at.

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17 Postings
suboptimal

Da ist gerade eine Flaute, oder?

man könnte auch sagen, die Luft ist draussen, nix geht mehr.. der Laden ist luftdicht, der letzte Schnaufa ist getan, die Kolumne pfeift aus dem letzten Loch, ein letztes durchatmen dann ein auspusten und der Tod tritt ein, keine Luft mehr nach oben vorhanden, die besten Zeiten sind vorrüber, kein Druck mehr unter den Flügeln, es geht abwärts. Doch in 3 Tagen wird der Herr auferstehen und uns eine Krisenkolumne bescheren wie die Welt sie noch ine erlebt hat.

Ihr Wort in Gottes - und des WINDERs -Ohr!

Und das von einem seit vielen Jahren überzeugten Ungläubigen...

zum Beten, habts ja mich, den einzig Gläubigen! Wenn euch der Teufel holt, müssen wir ja auch unter einer Eiche platz finden, um den Aufwind in den Himmel abzuwarten! Luft nach oben!

Eichen waren schon bei den Kelten besondere Bäume - was habt ihr Christen eigentlich nicht von anderen Religionen übernommen? Bräuche, Feiertage, Heilige, 'Engel', etc. sind doch alles von Religionen aus vorchristlicher Zeit übernommen worden. :')
Da mag man nicht zum Beten gezwungen werden, gell?

Mein Glaube hat definitiv nichts mit einem Baum zu tun, auch nicht mit Beten, Engerl, schon gar nicht Heiligen, Bräuchen und Feiertagen. Mein Glaube begründet sich einfach auf die Basis: Warum gibt es das alles und wie kann aus nichts was werden, was hat die Macht aus nichts was werden zu lassen.....Zufall? Die Begründungen der Wissenschaft beruhen schon alleine darauf, dass etwas da gewesen sein musste (Urknall) doch was war davor. Wir wissen nichts und glauben viel, egal ob Wissenschaftlern, Gott, oder an sich selbst. ICh für meinen Teil denke, Gott ist das Schlüssigste von allen Möglichkeiten, kostet nichts und mir fällt kein Stein aus der Krone etwas nicht erklären oder beweisen zu können.

Ich frage mich schon lange, ob einen Atheisten auch der Teufel holen kann...

Für mich wäre die Hölle, wenn mir während meines "Übertritts ins Nichts" plötzlich Gott auf die Schulter tippt und mit einem Lächeln und den Worten "Und es gibt mich doch!" begrüßt :-)

Angenommen diese Szenario tritt ein. Sie würden es mit Sicherheit nicht als Hölle empfinden, es sei den Gott hat Fußpilz, denn aus Dankbarkeit doch genommen zu werden, würden Sie ihm die Zecherln abschlecken!

Sicher nicht!

"Schweine weiter Luft nach oben!!!"?

Wie man sieht, haben bei den (österreichischen) Bauern nicht nur die Schweine Luft nach oben, sondern auch die Redakteure und Funktionäre...

Peinlicherweise residiert dieses "www.landwirt.com" laut Impressum auch noch in meiner Heimatstadt! Ich schäme mich jetzt fremd - und gönne mir am Abend ein Tofu-Gulasch, damit nicht den armen Schweinen, sondern nur ihren Mästern die Luft ausgeht...

bei den derzeit ob des gefährlichen Methans reihenweise explodierenden Schweineställen scheint kaum mehr Luft nach oben zu sein

Das ist ja quasi eh die "sauberste Lösung" für diese unsäglichen tierquälerischen "Nutztierbehausungen"!

attention, attention i häng in de bam..... ;o)

Antrieb ausschalten!

Ich hätte warme Luft anzubieten, geht noch leichter nach oben.....hat aber großes Potenzial mehr Platz zu schaffen, in gut mit Mensch befüllten Räumen.

who the f**k

is T. Knipping? Hätte es nicht ein atemloser Kicker von Lustenau oder Altach getan? Daraufhin lasse ich die Luft aus meinem Rotweinglas - mit einem Aussieshiraz namens "Yellowtail"...

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