"Weltwoche" wehrt sich gegen "Chor der Entrüsteten"

10. April 2012, 14:37
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Stellvertretender Chefredakteur des Blattes verteidigt in einem Video das umstrittene Cover zu den "Roma-Raubzügen"

Die Schweizer "Weltwoche" verteidigt auch in einem Video das aktuelle Cover, das zur Illustration des Artikels "Die Roma kommen: Raubzüge in die Schweiz" eingesetzt wurde. Das Bild zeige lediglich den Missstand, dass Roma ihre Kinder für Verbrechen missbrauchten, erklärte Philipp Gut, stellvertretender Chefredakteur der "Weltwoche". Der Artikel thematisiere den Missbrauch "sorgfältig und differenziert".

Mit den Kritikern selbst geht er ins Gericht, es müsse schließlich möglich sein, "ernsthaft und offen" über das Thema zu reden. Die Augen vor solchen Problemen zu verschließen helfe niemandem. "Schon gar nicht den Kindern", so Gut.

Die meisten oder zumindest viele aus dem "Chor der Entrüsteten" hätten den Artikel gar nicht gelesen, moniert er, ohne inhaltlich auf die Kritikpunkte an der Auswahl des Fotos, das aus dem Jahr 2008 stammt und auf einer Mülldeponie am Rande der kosovarischen Stadt Gjakova aufgenommen wurde, einzugehen. Nicht der Inhalt des Artikels, sondern die reißerische Illustration wurde vielfach angeprangert.

Sowohl in der Schweiz als auch im Ausland gingen Anzeigen gegen die "Weltwoche" ein, derStandard.at berichtete. Das bestätigte auch Gut in dem Video. (om, derStandard.at, 10.4.2012)

  • Das Cover der aktuellen "Weltwoche".
    foto: weltwoche

    Das Cover der aktuellen "Weltwoche".

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