Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Seit Anfang des Jahres werden inkorrekte Stellenausschreibungen ohne der Angabe eines kollektiv-vertraglichen Mindestgehalts sanktioniert - Ein Schritt Richtung Gleichbehandlung am Gehaltskonto? Vertreter der Branche haben sich zu Wort gemeldet. Eine erste subjektive Zwischenbilanz, ob das neue Gesetz zur Angabe des kollektiv-vertraglichen Mindestgehalts in Stelleninseraten als Mittel taugt, um Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu reduzieren.
Gesetzliche Vorgaben werden überwiegend erfüllt, für Arbeiterkammer Einkommensinfo aber oft nicht transparent
Heinisch-Hosek: Licht ins Dunkel der Lohnunterschiede bringen
Das ÖPWZ hat Einstiegsgehälter von Absolventen erhoben - Ein Masterabschluss von einer Universität ist den Unternehmen am meisten wert
Frauen bekommen im Rathaus um 10,4 Prozent weniger und liegen im Schnitt bei rund 35.000 Euro brutto pro Jahr
Kontrollgremien der Großkonzerne genehmigen ihren Top-Vorständen weiter Gehaltssteigerungen und astronomische Stock-Options
Obergrenze bei steuerlicher Absetzbarkeit gefordert: 500.000 Euro pro Vorstandsgehalt
Nach Berufsgruppen lagen die Verdienste von Führungskräften an der Spitze, gefolgt von Beschäftigten in akademischen Berufen und Fachkräften
Studie analysiert die Nettostundenlöhne - Mediziner liegen vor BWL- und Jus-Absolventen - Sozialarbeiter sind Schlusslichter
Universitäten säumig - ÖGB-Frauen wollen höhere Strafen - Kritik vom BZÖ an Ministerin Heinisch-Hosek
36 Prozent der Arbeitnehmer geben ihr Einkommen nicht preis
Frauen werden bei Bewerbungsgesprächen immer noch nach ihrer Familienplanung gefragt, kritisiert Frauenministerin Heinisch-Hosek
40 Prozent der Stellenanzeigen enthalten eine Form der Diskriminierung - "Harte Kern" der Ignoranten wird angezeigt
Damit ist sich das Frauennetzwerk BPW mit der Frauenministerin einig - Am 5. April erreichen laut Statistik Austria Frauen das Gehaltsniveau ihrer Kollegen
Die Diskussionen über ein Schließen der Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen werden laut geführt. Leichte Besserungstendenzen lassen sich ablesen - wenn man das so positiv sehen möchte
Gesetzliche Verpflichtung soll auch auf Länderebene und für freie Dienstnehmer gelten - Unis und öffentlicher Dienst am säumigsten
Je nach Jobbörse setzen 50 bis 90 Prozent der Kunden die gesetzlichen Vorgaben zum Mindestgehalt um - Beratung statt Verweigerung ist die Devise
In der Energiebranche verdienen Einkäufer in Österreich am besten. Insgesamt ortet die erste umfassende Studie zum Einkauf rundum Nachholfbedarf
Obwohl seit 1. Jänner Strafen vorgesehen sind, wird in nur 39 Prozent der Stelleninserate das Mindestgehalt angegeben
Im Vorjahr, wo noch nicht gestraft wurde, gaben lediglich fünf Prozent das zu erwartende Mindestgehalt an - Sanktionen wirken
ist bei (hoch)qualifizierten Berufen aus zwei Gründen sinnlos:
1) Die "marktübliche Entlohnung" ist weit über dem KV (bis zu einem mehrfachen)
2) Die angewandten KVs sind extrem unterschiedlich, in meinem Bereich habe ich zwischen 22k und 45k KV-Einstufung gelesen, das bringt genau nichts
Hilfreich ist es bei den wenigen Stellenanzeigen, bei denen die tatsächliche Lohnbandbreite angegeben wird - dort beugt es auch einer potentiellen Ungleichbehandlung vor.
Bei geringer qualifizierten Jobs ist es vermutlich interessanter für die Bewerber, da dort die KV Angaben homogener sein werden und auch das marktübliche Gehalt ähnlich dem KV sein wird - und da auch hier am öftesten unter dem eigentlichen KV bezahlt wird.
Wie las ich letztens?
"Ich weiß nicht was meine Rechte sind, wasmit zusteht, der Chef wird das schon wissen, deswegen ist er ja mein Chef." so stand das doch in einem Artikel über "Lohnproblee". Und so lange die Leute zu faul oder zu dumm oder zu uninteressiert sind, sich über ihre Rechte zu informieren, wird es diese Probleme geben.
Wesentlich förderlicher wäre, wenn etwa das AMS statt einem Bewerbungstraining ein "A-Tritt" Training anbieten würde, wo man erfährt was man in seiner Branche verdient, was für Rechte man hat, wie man seine Fähigkeiten Lohnfördernd einsetzt, wie man Verhandlungen zu Löhne und andere Arbeitbedingungen führt.
Und in der Schule/Lehre sollte das sowieso abgehandelt werden.
Firmen, die angeben, was sie tatsächlich bereit sind zu zahlen und nicht nur den kollektivvertraglichen Mindestlohn, bekommen auch die qualifizierteren Bewerber.
98% der Personalisten checken das aber nicht.
und Erhöhungen mit Zielvereinbarungen verbinden.
Kaum jemand erfüllt von vorn herein 100% einer Stellenausschreibung - somit = Raum nach oben!
Hätte auch zur Folge, dass sich Personaler wesentlich intensiver mit den Zielsetzungen auseinandersetzen müssen - auch kein Schaden!
Offensichtlich haben die Unternehmen nach wie vor ausreichend qualifizierte Bewerber.
Die, für die das ernstahft (!) eine Hürde darstellt, sind sowieso nicht interessant. Die anderen schaffen's trotzdem sich zu bewerben, auch wenn drinnen nur steht "um dem Gesetz genüge zu tun ...".
Gute Leute wissen was sie Wert sind und verlangen das dann ganz einfach, völlig wurscht, was da im Inserat steht.
Und die Schwammerl werden dann den KV auch wirklich akzeptieren. Also kein Wunder, dass der im Inserat steht.
Gendern als Methode zum Lohndrücken. Supi!
Wenn's so wäre, würden die Unternehmen anders agieren.
Die Leute, die gut sind und einen Job wollen melden sich, egal welchen Gehalt sie rein schreiben.
Interessant aber, dass immer alle den Unternehmen erklären wollen, wie sie gute Bewerber bekommen. Real ist es egal, was sie reinschreiben - Gerade bei besser bezahlten jobs - Wenn jemand den Job will, meldet er sich und verhandelt bzw fragt nach.
und bei nahe am KV bezahlten Jobs ist es sowieso gleich.
Und da ist, denke ich, eine der Ursachen begraben:
Es wird erwartet, "dass der Chef schon weiß was er bezahlen muss". Und ich kann mir vorstellen, dass die Löhne durch diese Maßnahme sogar sinken werden, weil sie eher akzeptiert werden. Wenn überall Mindestlöhne stehen, denken sich sicher genug: Ah, schaut eh überall so traurig aus...
Statt dieser Angaben, die höchstens unterhaltsam sind (wenn man auf Tragödien steht), wäre wichtig, Rechte und Möglichkeiten, Verhandlungstaktik, das Präsentieren eigener Fähigkeiten, zu trainieren. Und seis, dass man dazu Filmchen auf eine Homepage stellt.
Es nutzt nichts, gegen die Lohnschere kämpfen zu wollen, wenn das Individuum sich nicht dafür einsetzt!
"Es wird eh überall gleichviel (bzw gleichwenig)" bezahlt... wird zu einem allgemeinen Sinken der Löhne führen.
Die breite Masse der Bewerber und Bewerberinnen wird das vermutlich so verstehen, einige mit Verhandlungskentnissen und/oder Fachkentnissen werden "mehr herausholen"... wie immer... und das erfährt dann keiner... auch wie immer...
Und nach allem was zu lesen ist, verhandeln Männer besser als Frauen.
Ergo:
Die lächerliche Maßnahme bewirkt genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen will.
So wie bei vielen Versuchen, die Gesellschaft mit Gesetzen zu verbessern.
Jetzt geben die Unternehmern natürlich die absolut unterste Grenze an.
Nachdem viele um das Geld sicher nicht arbeiten werden, wird noch heftiger verhandelt werden als heute. Und nach allen Studien und Medienberichten werden die Männer härter verhandeln und am End höhere Gehälter haben.
Das kommt vom Gendern.
was auf die argumentation gesehen keinen unterschied macht , dann bekommt halt ein weniger guter, dafür gut verhandelnder mann einen gut bezahlten posten. was wieder in die andere richtung geht, daher ist dieses gesetz in der jetzigen form einfach für die fische..
Zweifellos.
Wenn jetzt jeamnd fachlich guter auch mehr verdienen will, kann er sich überlegen, ob er an seinem Verhandlungsgeschick arbeitet. Auch das kann man lernen.
Und: Verhandeln - sei's um Budget's oder Inhalte - muss JEDER. Je besser er das kann, desto wertvoller. AUCH bei Technikern.
Spitzen TechnikerInnen, "Künstlerisch tätige" haben oft nicht die härte bzw. das Gespür den richtigen Preis zu erkennen - entweder zu niedrig oder zu hoch. Nicht der beste (fachlich) sondern der beste Verkäufer bekommt das höhere Gehalt.
Bin ich mit der Entlohnung nicht zufrieden, verhandle ich nach oder verzichte auf den Job. Manchmal wird mir lieber sein, etwas weniger zu verdienen als mich beim AMS anzustellen.- Genauso eine Luftblase, wie die unterschiedlichen Einkommen Männer/Frauen, wo der Gegenbeweis Frau Heinisch-dingsbums jetzt etwas ratlos dastehen lässt;-)
Ich habe mitbekommen an Kolleginnen, dass Frauen nicht, oder zu wenig um Lohnerhöhungen kämpfen.
Sie fürchten sich teilweise regelrecht davor, etwas zu fordern. Oder verzichten auf die Verhandlung, damit der Chef nicht "böse" ist oder gar dann auch mehr fordern könnte. Sie stehen oft auch nicht zu ihrer Leistung - ausser in Form des Jammerns, dass das keiner Honoriert. Aber sie selber müssen es insofern honorieren, damit ein Argument in der Hand zu haben.
Und wenn die Frauen sich nicht trauen, oder nicht mal auf die Idee kommen, dann liegt das an ihnen (/ihrer Erziehung).
Coachings wären hier angebrachter, als solche Lohnangaben, die den Ruf der Arbeit weiter demontierne, durch diese Frechheitsangaben.
Warum macht man keine öffentlich im Internet zugängliche Datenbank, aus der man die IST-Gehälter nach Berufsgruppen, Region, Branche, Alter und Geschlecht selektierbar entnehmen kann ?
Alle diese Daten liegen bei den GKK vor.
Als Anhaltspunkte kann man bei der Statistik Austria folgendes finden:
http://www.statistik.at/web_de/st... index.html
Um zu sehen, wie man liegt empfehle ich, diverse Gehaltsstudien der eigenen Branche zu lesen. Oder mal bei den Headhuntern nachfragen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.