Drei Interessenten für Schlecker

Laut Insolvenzverwaltung gibt es aber noch keinen Favoriten. Einer davon ist der Finanzinvestor Penta

Ehingen/Stuttgart - Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz befindet sich derzeit mit drei möglichen Investoren in weiterführenden Gesprächen. "Einer der drei Interessenten ist Penta", bestätigte ein Sprecher des Insolvenzverwalters am Dienstag.

Der osteuropäische Finanzinvestor Penta Investments hatte zuvor erklärt, dass er ein Übernahmeangebot für den Schlecker-Konzern abgegeben hat, der durch Filialschließungen und die Kündigung von rund 11.000 Mitarbeitern inzwischen erheblich verkleinert wurde. Insgesamt seien derzeit sechs "ernsthafte" potenzielle Käufer im Rennen, sagte der Sprecher. Letztens war von fünf ernstzunehmenden Interessenten die Rede.

Separater Verkauf des Tochterunternehmens

Für die Rettung der Schlecker-Gruppe wird weiterhin auch ein separater Verkauf der Tochter IhrPlatz geprüft. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir alle Optionen prüfen", hieß es seitens der Insolvenzverwaltung am Dienstag. Sie reagierte damit auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland", wonach die Münchner Unternehmensberatung Roland Berger bereits ein Verkaufskonzept erarbeite. Berger wollte das am Dienstag auf Anfrage nicht kommentieren.

Zu den anderen beiden Interessenten, mit denen derzeit Gespräche geführt werden, wollte sich der Sprecher der Insolvenzverwaltung nicht äußern. "Alle drei Konzepte sind sehr unterschiedlich, es gibt noch keinen Favoriten", sagte er weiter.

Penta hatte vergangenen Freitag erklärt, es werde auf rasche Antwort gewartet. "Die Situation ist ernst, und Schlecker ist auf eine schnelle Lösung angewiesen", hatte ein Penta-Sprecher in Prag gesagt. Der osteuropäische Interessent schloss indes nicht aus, eine Teilübernahme des Schlecker-Gesamtkonzerns - ohne IhrPlatz - in Betracht zu ziehen. "Alle Wege sind offen", sagte Penta-Sprecher Martin Danko am Dienstag in Prag. Zuvor hieß es noch, das unverbindliche Angebot beziehe sich auf den Gesamtkonzern.

Geiwitz hatte angekündigt, bis Ende Mai zu einem Abschluss kommen zu wollen. Derzeit sind noch rund 13.500 Mitarbeiter bei der insolventen Drogeriekette beschäftigt. (APA, 10.4.2012)

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