Ecclestone-Millionen als Bahrain-Preis

10. April 2012, 12:18

Diskussion über Absage, Drohung mit Protesten, Zurückhaltung der Fahrer

Manama - Eine Kippe steht in Bahrain, und auf ihr steht der Große Preis am 22. April. Nun sollen sogar einige Formel-1-Rennställe beim Automobil-Weltverband (Fia) auf eine Absage des Rennens drängen. Grund sind die anhaltenden politischen Proteste. Selbst Formel-1-Boss Bernie Ecclestone schloss eine erneute Absage des Rennens in Bahrain nicht völlig aus. "Wenn die Teams nicht dorthin wollen, können wir sie nicht zwingen", zitierte die Times gestern den 81-Jährigen.

Ecclestone wies jedoch darauf hin, dass vertraglich nur die Streckenbetreiber, Bahrains Regierung oder die Fia eine Absage beschließen können. In China, wo diesen Sonntag eine Woche vor Bahrain noch gefahren wird, soll es erneut Gespräche zwischen Fia-Präsident Jean Todt, Ecclestone und den Teams geben. Doch die Zweifel am Weiterflug des Trosses in den unruhigen Golfstaat werden größer. Menschenrechtler, Politiker und angeblich auch einige Teams drängen, den GP wie im Vorjahr abzusagen. "Wenn ich ehrlich bin, können sie dieses Rennen nur ohne Zwischenfall durchziehen, wenn sie es komplett militärisch abschirmen. Das wäre inakzeptabel", zitierte der Guardian einen ungenannten Teamchef. Exweltmeister Damon Hill: "Es wäre übel für die Formel 1, wenn für das Rennen das Kriegsrecht durchgesetzt werden müsste." In den vergangenen Wochen waren Tausende für Reformen auf die Straßen gegangen. Es kam zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei.

Guter Rat ist teuer

Rund 30 Millionen Euro als Antrittsgeld sollen in Ecclestones Kassa fließen. Sein Rat an die Demonstranten? "Sie müssen sich doch nur mit Plakaten an die Straße zur Strecke stellen, dann werden sie ihre Botschaft los. Keiner wird auf sie schießen." Zuvor hatte eine Protestgruppe brieflich gedroht, das Rennen massiv stören zu wollen. Menschenrechtler warfen der Formel 1 vor, eine Diktatur zu unterstützen.

Die Fahrer äußern sich wie 2011 zurückhaltend. In der Vorsaison war die Blamage perfekt, als auch der schon festgesetzte Nachholtermin gestrichen wurde. "Ich bin sicher, dass es für das Land ein wichtiges Ereignis ist und dass sie jeden glücklich machen wollen", sagte Rekordchampion Michael Schumacher. Für seinen Arbeitgeber Mercedes ist die Region als Absatzmarkt ebenso interessant wie für Ferrari, bei McLaren ist Bahrain gar Miteigentümer. Die Gastgeber wollen mit aller Macht ihren GP retten. "Jetzt ist die Zeit des Friedens angebrochen", beteuert Scheich Abdullah bin Isa al-Khalifa, Chef von Bahrains Automobilverband und Mitglied des Fia-Weltrats. "Meine Botschaft an die Formel 1 ist: Helft uns, das Land zu einen." (APA/fri, DER STANDARD, 11.4.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 43
1 2
Ihr hattet es zu gut - Asien gibt den Ton an!

Also seht ihr Leute, hier gibt es zuviele die sagen "warum so bloed im Kreis herumfahren". Das sind die vollsatten Wutbuerger, eigentlich volle Brutbuerger, die die F1 klein machen wollen.

Nun stellt euch vor, da gibt es Laender wo die Mehrheit fuer die F1 ist! Warum soll man das abgewrackte Europa bedienen (mit negativer Wirtschaft, negativen Arbeitslosen, uebersaettigte Genugbuerger ...) wenn es woanders hungrige und dankbare Menschen gibt.

EInige sagen das sind keine (unsrige) Menschen ... aber das stimmt nicht ... und es sind sogar mehr als hier: eine Mehrheit gegen uns.

Ich versteh Schumacher nicht.

Der müßte sich am meisten fürchten. Schliesslich holten sich Castros Leute damals in Kuba auch den mit den meisten WM-Titeln, um ihn zu entführen und dann nach dem Rennen unversehrt und gesund zurückzugeben. Gab mal vor Jahren in der MSa einen zeimlich guten Artikel über die Entführung des J.M. Fangio.

ein echter männersport in einem echten männerland

Wir werden denen auch noch die Meinung aufzwingen

In einigen Laendern ermahnen wir die Menschen, dass sie nur per Plakat demonstrieren duerfen.

In anderen Laendern geben wir ihnen Waffen und zeigen ihnen wie man am besten auf die Polizei schiesst.

Der Unterschied ist ob wir den Staatschef moegen oder nicht. Ob die Einheimischen ihn moegen ist irrelevant. Wir bestimmen ob ei einer Demo Plakat oder Waffe eingesetzt werden darf.

Wir werden sehen ob wir die Einheimischen mit unseren Medien unter Kontrolle bekommen.

Ecclestone widerspricht sich seit Jahren selbst. Der potemkinsche Rennstreckenbau scheint das lukrative Geschäftsfeld zu sein. Ecclestone scheint aber zu vergessen,

dass sich eine F1 nicht durch die Zukunft definiert, sondern durch Tradition.
Valencia: direkt neben Ricardo Tormo(Super-Bike, DTM, FIA-GT, F1 Wintertests Moto GPusw) wurde vor 4 Jahren die Hafenstrecke gebaut, die (so wird mir jeder F1-Ambitionierte doch zustimmen) ein voller Griff ins "Stararchitekt" Tilke-00-Häusle war. Jetzt Rotation mit Barcelona.
Südkorea wird nach 2 Rennen! Argentinien weichen müssen.
Australien(300.000 Besucher) steht auf der Kippe bzw muss Nachtrennen anbieten, damit der Europäer bessere Einschaltquoten hat, aber Europa interessiert Ecclestone nicht mehr.
Russlands Geldadel will mal, Mexiko auch, Austin in der Pampas,"New York"(Valencia? 2.0?),Türkei, Bahrain, China, Indianapolis usw
Ein Witz

ist es, dass der sportliche Aspekt da überhaupt eine Rolle spielen soll:
http://www.motorsport-total.com/f1/news/2... 41106.html

http://www.motorsport-total.com/f1/news/2... 41105.html

Zirkus ist mittl. ein wirklich ernstzunehmendes Wort.

Hier sieht man wieder einmal wie wichtig Anstand, Charakter, Respekt, Mitgefühl

und wie wichtig GELD ist.

Eccelstone und einigen Fahrern geht es nur um Zahlen. Um die auf ihrem Bankkonto.

Wie erbärmlich!

Ecclestone gehört entmachtet

Der tritt nur ab im Sarg.
Dann werden alle eine Zeit lang beraten.
Dann kommt einer raus und sagt:
Habemus Ecclestone und alle werden jubeln...

Notfalls müssen die Saudis eben wieder Truppen schicken um keine Menschen zu unterdrücken und nicht auf Menschen zu schießen die ihre Botschaft loswerden möchten...

die Botschaft ist aber: Ersetzen der sunnitischen Diktatur durch einen schiitischen Gottesstaat, mit der Scharia als alleingültigem Gesetz

Protest gegen Formel 1 in Bahrain "Ihr werdet auf dem Blut der Märtyrer fahren"

"Seit Beginn der Proteste vor mehr als einem Jahr wurden mehr als 80 Menschen getötet, Tausende verletzt oder festgenommen. Nach wie vor unterdrückt das Regime die Opposition mit den Mitteln eines Polizeistaats: nächtliche Razzien, willkürliche Festnahmen, geheime Prozesse.
Für das Rennwochenende hat die Opposition weitere Proteste angekündigt: "Wir werden die Durchführung des Rennens erheblich beeinträchtigen", droht ein Protestbündnis."

http://www.spiegel.de/politik/a... 96,00.html

Bernie Ecclestone...

ein ganz grosser der weltpolitik!

Money does´nt stink..

..money kills.
There will always be an excuse to make bad money Mr. Ecclestone.

aber hauptsache..

der österreich-gp wurde gecanncelled.

sorry, aber so leid es mir um den Ö-GP tut, wo in unserem land gäbe es eine rennstrecke, die den derzeitigen anforderungen einer F1 entsprechen würde? Am RB Ring wäre die rundenzeit wohl um 1 min. und der salzburgring entspricht in keinster weise den sicherheitstechnischen anforderungen.

An die Redaktion:

Habt Ihr ihn schon herausgenommen, oder war er womöglich gar nie drinnen:

http://derstandard.at/Sporttabe... ender.aspx

;-)

..auch das vorletzte Rennen des Jahres im Standard-Kalender (Mazda Raceway Laguna Seca) ist leider nur ein kühner Wunsch. In Wirklichkeit wird in Austin, Texas gefahren, wird also leider wieder nix mit der F1 durch die berühmte "corksrew". ))):

die grösste letzte runde in laguna seca ever:
http://www.youtube.com/watch?fea... YfLOQ&NR=1

also wenn es genug zuschauer geben würde hätte bernie sicher auch nix gegen öffentliche erschießungen, natürlich darf der start des gp nicht von 14 uhr mez verschoben werden... vielleicht könnte man den leuten noch irgendwelche werbeplakate auf die stirn picken oder ähnliches...
expansion expansioon... um alles geld der welt!
abscheulich!

Wie bitte...

...kann man überhaupt daran denken dort zu fahren??? Jeder auch nur ein wenig Denkende Fahrer sollte aus Protest nicht mitfahren...

ach...

aber gegen den gp in china oder anderen dubiosen "demokratien" hat niemand was.... oder?

das nenne ich nun ein bisschen scheinheilig...

seit wann behauptet china es sei eine demokratie??

...schon klar; in china würd ich auch keine olympischen machen; ganz klar; auch sonst keine "große" internationale veranstaltung....aber nach mir gehts leider nicht ;) sonst würd der "eckelstone" schon mit seiner yacht untergegangen sein...samt briatore berlusconi und noch ganz ganz vielen mehr!

na gottseidank gehts nicht nach dir!

Da sind Millionen drin, wen interessieren da die Menschenrechte

"Ich bin sicher, dass es für das Land ein wichtiges Ereignis ist und dass sie jeden glücklich machen wollen", sagte Rekordchampion Michael Schumacher.

Für seinen Arbeitgeber Mercedes ist die Region als Absatzmarkt ebenso interessant wie für Ferrari, bei McLaren ist Bahrain sogar Miteigentümer. Der Ruf nach einer erneuten Renn-Absage ist daher aus dieser Richtung kaum zu erwarten."

http://www.n-tv.de/sport/for... 88396.html

Posting 1 bis 25 von 43
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.