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Eine der wohl einflussreichsten Persönlichkeiten der frühen Heimcomputerära ist nicht mehr: Commodore-Gründer Jack Tramiel ist vergangenen Sonntag 83-jährig verstorben, teilte seine Familie mit.
Vorgeschichte
Der ursprünglich aus Polen stammende Tramiel hatte die Vernichtungsmaschinerie der Nazis in Auschwitz überlebt und war nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die USA ausgewandert. Seine berufliche Karriere startete er mit der Wartung von Schreibmaschinen in der US-Army, bevor er sich später der Herstellung ebensolcher Geräte mit seiner eigenen Firma widmen sollte: Commodore war ins Leben gerufen.
Heimcomputer
In den Jahren darauf sollte das Unternehmen dann auch Taschenrechner entwickeln, bevor Tramiel in den 70er Jahren früh das Potenzial von Computern für die breite Masse erkannte. Was folgte, waren der Kauf des Chipherstellers MOS Technology (und dessen 6502-CPU) sowie die Vorstellung des Commodore PET im Jahr 1977. Danach kamen eine Reihe weiterer Modelle - etwa VIC-20 -, bis dann im Jahr 1982 mit dem Launch des wohl bestimmenden Geräts der Heimcomputerära der ganz große Erfolg kam: der Commodore C-64, der sich über die Jahre an die 17 Millionen Mal verkaufen sollte.
Amiga-Wettstreit
In den Jahren darauf zerstritt sich Tramiel mit den eigenen Geschäftspartnern und verließ Commodore in Richtung des direkten Konkurrenten Atari. Dort wollte er eigentlich einen vielversprechenden jungen Computer- und Spielkonsolenhersteller namens Amiga kaufen, verlor aber den Bieterwettstreit gegen Commodore. Schnell wurde ein eigener Konkurrent aus dem Boden gestampft, der Atari ST und seine Nachfolger konnten allerdings nie ganz die Popularität des Amiga erreichen. (red, derStandard.at, 10.4.2012)
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Der Commodore 64 war mein erster Computer, abgelöst wurde der damals vom 486-DX4-66 von IBM mit DOS6.22 und WfW3.11.
Mit dem Commodore hab ich damals Basic Programme abgetipt und teilweise Tage damit verbracht eigene kleine Programme zu erstellen.
Das beste ist, ich besitze immernoch einen C64 mit Tape, sollte mir mal ein paar Games kaufen.
Ein 486 kann den C64 ablösen? Das ist sicher eine Wuchtel!
Bei mir wurde der ZX Spectrum auch nicht von Amiga oder dem 386er abgelöst, sondern nur ergänzt. Auf der Amiga habe ich Grafiken mit Deluxe Paint erstellt, und auf dem 386er programme crossassembliert.
egal ob Jack Tramiel nun wirklich mit an der Entwicklung beteiligt war oder nicht. Der C64 hat mich als Jugendlicher nicht nur begeistert sondern mein "Informatikverständnis" entscheidend beeinflusst; es ging ja vielen so: wer brauchbare Programme schreiben wollte, musste zwangsläufig die Maschinensprache des 6502 (6510) lernen weil das BASIC einfach für die meisten Anforderungen zu langsam war. Es war mühsam, es gab anfangs nur gräßliche Assembler und Editoren (mit Zeilennummern), alles in Memory Monitor Darstellung, keine debugger, reine Reset Taste ... aber hat Spaß gemacht und man hat viel viel gelernt! RIP. (die RESET Taste war bei mir die Schreibtischlampe: aus-an-aus-an, der Reset kam, und das abgestürzte Prog mit SYS neu starten)
auch wenn vieles heute nicht mehr vorstellbar ist, zB die wichtigen 256 Byte der Zeropage (für die indirekte Adressierung), das Grundverständnis wie ein Computer überhaupt funktioniert musste man sich beim 64'er zwangsläufig aneignen weil man sonst kaum in der Lage war etwas zuwege zu bringen. Ich erwische mich heute noch beim im-Kopp-hin-und-her-rechnen zwischen HEX/Dezimal/bin. Der c64 wr nicht mal ein sonderlich guter Computer; 16bit Prozis gab es ja damals schon. Aber er war eben erschwinglich und die Grafikchip war ein Hit (v.a. der RASTER-INTERRUPT und das Zeichensatz-Scrolling) ...
Ähm ... Der C64 wurde von Russell, Yannes und Zambiecki entworfen ;) .
Tramiel war nur President von Commodore zu dem Zeitpunkt. Nichtmal der CEO. Der war Gould.
Und weil einige ihren Atari 8bit-PC erwähnen. Der war für Tramiel nur ein Konkurrent ;) . Aber k, ohne Tramiels Weitsicht als erster in dem bis dahin inexistenten PC-Markt zu investieren (aber auch aus der Not heraus, das ohne den Umstieg Commodore nach dem Taschenrechnercrash in Konkurs gegangen wäre) hätte es nie den ersten PC der IT-Geschichte gegeben. Den PET 2001. Er ging dabei aber über viele Leichen (er war noch vor Jobs arrogant und brutal. Der wurde es erst ein paar Jahre später mit de Börsengang Apples und dem mit der damaligen Blase einhergegangenen Reichtums).
noch immer nicht ganz fassen... erst jetzt, lange nach der Meldung seines Ablebens und gut 12 Stunden darueber "Hirntschechern", wird mir bewusst, WAS dieser Mann (und ja, auch einige andere zu Beginn der 80er) in mir ausgeloest und letztendlich bewegt hat. Und nicht nur in mir, sondern bei einer ganzen Generation von "Computer-Kids". Nein, das kann niemand verstehen und nachvollziehen, der kein Kind der 70er und in den 80ern mit den ersten erschwinglichen Homecomputern gross geworden ist. Nur: Jack Tramiel und Co haben in den fruehen 80ern den Grundstein dafuer gelegt, was die heutige Generation tagtaeglich in den modernen Medien konsumiert. Programmierer, Designer, Grafiker und Medienfachleute von heute waren die Computer-Kids von damals
Ich bewundere die Weit- und Umsichtigkeit eines Jack Tramiels und seine Visionen genauso. Nur sollte halt nicht übersehen werden, dass er ein sehr brutaler Geschäftsmann war, der die Notsituation der Mannschaft von MOS beinhart ausnutzte.
Empfehle hier "Volkscomputer. Aufstieg und Fall des Computer-Pioniers Commodore" zu lesen. Nicht zuletzt hier wird klar, das Jack Tramiel seine wunderbaren, aber auch seinen alles andere als wunderbaren Seiten hatte.
Abseits der Bewunderung eines Tramiels ist es aber selbstverständlich um einen der grössten Köpfe der Geschichte der IT unbeschreiblich schade. Den ohne seine Geldgier und ohne sein Genie hätte es nie einen VIC20 oder Commodore 64 gegeben.
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