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Istanbul - Der in seiner Heimat wegen Terrorismus per Haftbefehl gesuchte irakische Vizepräsident Tareq al-Hashemi ist am Montag von Saudi-Arabien aus in die Türkei gereist. Hashemi sei in Istanbul eingetroffen, verlautete aus türkischen Diplomatenkreisen. Zwar sei kein offizielles Programm geplant, Treffen mit türkischen Beamten seien aber möglich.
Hashemi hatte vor mehr als einer Woche die autonomen Kurdengebiete im Nordirak verlassen und war einer Einladung nach Doha gefolgt. Am Mittwoch reiste er weiter nach Saudi-Arabien, wo er mit Außenminister Saud al-Faisal zusammenkam. Das Büro Hashemis erklärte, der Vizepräsident habe nicht die Absicht, im Exil zu leben und werde am Ende seiner Auslandsreise in den Irak zurückkehren.
Es ist Hashemis erste Auslandsreise, seit die irakische Justiz im Dezember wegen Terrorvorwürfen Haftbefehl gegen den Vizepräsidenten erließ. Seine Leibwächter sollen in Anschläge verwickelt gewesen sein, er soll sie finanziell unterstützt haben. Hashemi, ein Sunnit, wies die Vorwürfe gegen sich als eine von Ministerpräsident Nuri al-Maliki (Schiit) eingefädelte Intrige zurück und floh in die autonomen Kurdengebiete. Der Haftbefehl hatte den innenpolitischen Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten im Irak verschärft. (APA, 09.04.2012)
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