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Wien - Drei Stunden Schlaf, Akten durchforsten und dann im Korruptionsausschuss Zeugen in die Mangel nehmen. Bis vor kurzem war der BZÖ-Abgeordnete Stefan Petzner nicht mehr als ein stets solariumgebräunter Haiderianer. Im U-Ausschuss hat sich der 31-Jährige als einziger Vertreter seiner Partei von einer oft belächelten Figur zum ernsthaften politischen Player gemausert.
Für immer in den Archiven festgehalten ist sein Fernsehauftritt nach dem Unfall des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider im Jahr 2008, als er den Tod seines "Lebensmenschen" vor laufender Kamera beweinte. Dieser ungewöhnliche Auftritt verfolge ihn "wie ein Schatten", sagt er: "Ich stehe bis heute dazu, weil es ehrlich und menschlich war. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass meine Trauer zum Hauptthema in allen Kabarettsendungen wird." Aber, zitiert Petzner einen deutschen Schlager, "den Rest besorgt die Zeit".
Der gebürtige Steirer weiß selbst, dass er kein "08/15-Typ" ist. Er war Haider-Sprecher, ab 2006 stellvertretender BZÖ-Obmann und war kurzzeitig sogar als Bundesparteichef designiert. Seine emotionalen Medienauftritte beendeten dann den Aufstieg.
Petzners Berufsperspektive außerhalb der Politik ist natürlich auch nicht 08/15. Die Firma, für die er arbeitet, sitzt in Monaco: "Diese PR-Tätigkeit halte ich extrem reduziert, weil ich nicht in den Verdacht einer Unvereinbarkeit kommen will." Das sei seine "Option für die Zeit nach der Politik", aber: "Ein bisserl Zeit habe ich noch." (pm, DER STANDARD, 10.4.2012)
Ich erinnere mich an die Minister, welche die Haider-Partei zuerst als FPÖ, später als BZÖ in die Schüssel-Regierung einbrachte:
Einen Haupt, eine Forstinger, einen Gorbach, einen Reichhold. Ich mag sie gar nicht alle nennen. Die Personaldecke war wohl sehr dünn.
Ihr Wirken konnten wir alle beobachten. Weite Bemerkungen darf ich nicht schreiben.
,dass in seiner Partei auch noch ein Herr Stadler und ein Herr Westenthaler sitzen. Somit ist er wenn er sich anstrengt schnell nicht mehr der unsympathischste BZÖler.
Was aber bleibt ist, dass diese Figur 2013 in der Versenkung verschwinden wird. Die BZÖ wird es nicht mehr schaffen, in den Nationalrat zu kommen und Petzner wird irgendeinen Posten in der Wirtschaft bekommen, wo wir ihn dann nie wieder sehen werden.
im Bärntal steckt. Er war der, der zu spät kam. und jetzt hat er die Zorromaske aufgesetzt, um die zu bestrafen, die als "Real Buberln" abgecasht haben. In der freien (nicht kärntner-) Welt kann man´s eben als soziologischer Experte für Udo Jürgens nicht so weit bringen. Drama, Bayby!
Ich lese sehr gerne, aber nach "als einziger Vertreter seiner Partei von einer oft belächelten Figur zum ernsthaften politischen Player gemausert" wars mir wegen eines bald schon schmerzhaften Lachkrampfes nicht mehr möglich ... Ich nehme aber an es kam nichts lustigeres mehr.
Dabei kann es sich doch nur um einen besonders grotesken Scherz handeln! Petzner, der Comical Ali dieses Ausschusses, der bei jeder Wortmeldung seine kolossale Ahnungslosigkeit offenbart - Pilz vorwirft, er habe ihn aufgefordert, sich auf eine Banane zu setzen... Selbst Jarolim muss schmunzeln, macht Petzner den Mund auf. Und jedesmal, wenn sich Petzner 'äussert', verliert das BZö wieder ein paar Prozentpunkte - hätte man Sympathien für das BZö, könnte einem Bucher Leid tun...
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