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Vaduz - Laut Erbprinz Alois von Liechtenstein sind viele Länder mit großer Steuerflucht an der Steuerproblematik mitschuldig. "Solange es Steuerwüsten gibt, wird es immer Steueroasen geben", sagte der Erbprinz im Interview mit der "SonntagsZeitung". Um das Problem zu lösen, müssten diese Länder ihr Steuersystem stark vereinfachen und die Steuern senken. Dann wären dort die Bürger ehrlicher.
Solche Steuerwüsten gebe es sehr viele, erklärte Erbprinz Alois. In diesen sei das Steuersystem so intransparent, dass die Steuerlast primär bei den kleinen Bürgern bleibe. Es profitierten jene, die sich mit einem Steuerberater durch den Paragrafendschungel navigieren lassen könnten. Welche Länder er konkret meine, wollte Erbprinz Alois nicht sagen.
Leichtes Leben ist vorbei
Dass viele Kunden Steuern hinterzogen hätten, habe den Liechtensteinischen Banken sicherlich ein leichtes Leben erlaubt. "Diese Zeit ist aber vorbei", betonte der Erbprinz. Es ergebe keinen Sinn, etwas zu verteidigen, dass man unter dem Druck der EU oder der OECD nicht halten könne.
Liechtenstein führe etwa mit Deutschland informelle Gespräche über Lösungen für alte unversteuerte Vermögen auf Konten im Fürstentum. Beide Länder wollten aber ein entsprechendes Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland abwarten und erst dann Verbindliches vereinbaren. Am Bankgeheimnis will Liechtenstein festhalten. (APA, 8.4.2012)
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Die internationalen Prinzipien im Unternehmenssteuerrecht sind rund hundert Jahre alt und derart lax, dass sie zum Missbrauch geradezu einladen
das anscheinend glaubt, Steuerhinterziehern Schutz geben zu müssen um das eigene Budget aufzufetten, in Zeiten der europäischen Integration aus dem europäischen Rechtsbereich ausgewschlossen gehört.... dasselbe sollte auch für die Schweiz gelten.
Wenn es Keine Steuern geben würde währe die Welt besserdran!
Privatiesierung ist angesagt!
Sozi: ja aber die wollen ja nu gewinn manchen!!!!
Ich:Was ist der unterschied zwschen nicht schulden machen und gewinn?
Sozi ja aber firmen sind kriminell böse uweltverschmutzend...
Ich: Ist der Staat auch nur kannst du zu einer Privatfirma, nein danke sagen!
Analog dazu:
Wenn wir das Geld abschaffen, gibt es auch keine Geldfälscher mehr!
Wenn wir keine Kinder mehr zeugen, wird es keine Pädophilen mehr geben!
Wenn wir Autos verbieten, wird es keine Verkehrstoten mehr geben!
Wenn wir keine Messer mehr erzeugen, wird es keine Schnittwunden mehr geben!
Wenn wir die Steuer abschaffen, wird es keine Steuerhinterziehung mehr geben!
Weiter so, kleiner Prinz!!!
Na ja, falsch liegt er nicht, genauso liegen Sie nicht falsch. Das eine schliesst das andere nicht aus - gerade hier in Österreich ist das Steuersystem wirklich nicht nur undurchsichtig, sondern ein Flickwerk, das den heutigen Verhältnissen schlicht und einfach nicht mehr gerecht wird.
Die "Steuerwüsten", und dazu gehören mMn beispielsweise Österreich und Deutschland, sollten insgesamt tief greifende Reformen in Angriff nehmen, um veraltete, verkrustete, sowie von Lobbyisten herbeigeführte Bestimmungen ein für alle Mal zu beseitigen.
Dazu gehört aber Kompetenz, Mut und Weitsicht, alles Eigenschaften, die den meisten Politikern der heutigen Zeit offensichtlich abgehen. Der Herr Erbprinz müsste seinen Status abschaffen...
Man darf das österreichische Steuerrecht zwar getrost als esoterisch erkennen, und die hiesige Steuerbelastung ist bereits aberwitzig hoch, doch sehe ich darin noch kein Recht auf organisierte Steuerhinterziehung und Beihilfe dazu durch das Fürstentum. Die Organisation des österr. Gemeinwesens ist kostspielig, dafür aber relativ mustergültig, wovon ein jeder profitiert. Und jene, die ihre Kapitalvermögen nach Liechtenstein verschieben, sind in aller Regel jene, die sich teure Steuer- und Vermögensberater zu genau diesem Zweck leisten. Das Notwehrargument des Herrn Erbprinzen Alois hinkt demnach gewaltig.
Gott sei Dank hat uns dieser Alois (indirekt) wieder auf die Vorteile der republikanischen Staatsform hingewiesen.
In einer Republik können geistig Unbegabte von der Spitze abgewählt werden, in einer Monarchie müssen die "Untertanen" den/ie dumme/n Sohn/Tochter als ErbfolgerIn ertragen.
In einer Republik kann gegen unberechtigtes Zusammenraffen (z.B. Bereicherung gegen Korruption) ein Verfahren eröffnet werden, in einer Monarchie kann die Herkunft des vererbten Riesenvermögens nicht in Zweifel gezogen werden.
In einer Republik gibt es öffentliche Diskussionen über dumme Äußerungen von Politikern, in einer Monarchie viel weniger.
(& off topic: Wie steht's mit den Frauenrechten in Liechtenstein?)
Ich habe ein paar Freunde in Liechtenstein. keine steuerflüchtligen Kaptialisten sondern ganz normale Bürger. Einer ist Angestellter in einer Kellerei, einer betreibt ein Kaffeehaus und der dritte arbeitet bei einem holzverarbeitenden Betrieb in der Produktion. Ich treff die drei jeden Herbst beim Weineinkauf im Burgenland.
Glauben Sie mir, die sind heilfroh das sie einen Monarchen haben der sie und ihr Vermögen vor den Übergriffen wildgewordener Demokraten in Schutz nimmt.
Die Sehnsucht nach geistig begabteren StaatsmännerInnen die sie auch abwählen können hält sich bei diesen Leuten in sehr engen grenzen.
Im Gegenteil, die wundern sich höchstens das wir unsere Kleptokratenbande nicht längst geteert und gefedert vom Hof gejagt haben.
Nicht ganz logisch, was der gute Prinz sich da zusammenreimt: Wenn es in einer "Steuerwüste" genug Schlupflöcher im Paragraphendschungel gibt, dann müssten die großen Fische gar nicht auf Steueroasen zurückgreifen. Außerdem müsste jede Steuerreform, die dazu führt, dass die Steuersünder freiwillig auf die Abgabenhinterziehung verzichten, logischerweise dem Abgabendumping der Steueroasen sehr nahe kommen. Unterm Strich bliebe dann noch mehr Steuerlast an den kleinen und mittleren Einkommen hängen, die Großverdiener müssten nur keine Angst mehr haben, bei ihrer "Steuerminimierung" erwischt zu werden.
Da beisst sich die Katze in den Schwanz: Gerade die Steuerschlupflöcher ermöglichen es gewissen Bevölkerungsgruppen ja erst, dass sie überhaupt die Dienste von Steueroasen in Anspruch nehmen können.
Ebenfalls könnte man argumentieren, dass eben jene seltsamen Steuergesetze munter dazu animieren, die existierenden Schlupflöcher zu nutzen - denn wenn es sie nicht gäbe, könnten sie auch nicht genutzt werden.
Um ehrlich zu sein, würde ich wahrscheinlich auch gerne Schlupflöcher nutzen, wenn ich denn könnte. Die immensen Abgaben, die ich in meinem Berufsleben geleistet habe, sollen absolut der Gemeinschaft dienen, doch leider habe ich das Gefühl, dass zu viel Steuergelder falsch eingesetzt werden, von inkompetenten Politikern gesteuert.
Was sind Sie eigentlich? Monarchist, Nazi, ÖVP oder BZÖ-ler?
"Demokrat" dürften Sie keiner sein.
Mit Demokratie und Gerechtigkeit haben Sie nicht viel am Hut, vermute ich einmal.
Dass Sie der Kirche und deren "Leere" zumindest nahe stehen, ist auch gut vorstellbar.
Sie sind ein Dolm und ich bin kein Demokrat. Demokratie hat mit Gerechtigkeit im Übrigen nichts zu tun, sondern eher mit dem Gegenteil mit der Herrschaft der Mehrheit. Die Monarchie ist zwar kein perfektes system hat aber gegenüber der Demokratie entscheidende Vorteile.
Aber weil Sie so lieb fragen hier eine Leseempfehlung:
http://www.amazon.de/Der-Wettb... 240&sr=8-2
unseren Banken zu verbieten, Filialen in Steueroasen zu haben.
Zur Erinnerung: Wir durften diese Banken mit Milliarden an Steuergeld retten. Gleichzeitig helfen sie Superreichen, hier Steuern zu hinterziehen.
Unsere Regierung lässt das zu.
Und noch anderswo pennt sie: Noch immer gibt es "systemrelevante" Banken, die, wenn ihnen wieder ihre Spekulation um die Ohren fliegt, die Bevölkerung erpressen können. Wer weiß, wann wir das nächste Mal zahlen dürfen - und wie viel?
Wir müssen die Macht der Banken brechen, "systemrelevante" unter ihnen zerteilen, bis sie es nicht mehr sind, ihre Steuerhinterzieher-Kunden zur Rechenschaft ziehen und die Finanzmärkte als Ganzes massiv verkleinern!
Das wäre mal ein Arbeitsprogramm für die Regierung.
Genau.
Aber mit einem „Arbeitsprogramm für die Regierung” wird das nix beim jetzigen politischen Filz der von der örtlichen „Volkspartei” sich zur Regierung bishin nach Brüssel und zum IWF&Co durch zieht. Wir müssen wieder für unsere Rechte und für die Demokraite kämpfen und das geht nur noch mit einer neuen fähigen Partei.
Wäre schön, wenn man das rein auf Investmentbanken beschränkt und diese vom Retailgeschäft trennt. Auch Investmentbanken wären unglaublich viel vorsichtiger, wenn sie nicht durch die "langweilige" Retailbank als Rückgrat im Notfall gestützt werden. Wenn dann die Vorschriften für die Risikogewichtung der Aktiva ebenfalls etwas aktualisiert und verschärft werden, wirkt das schon Wunder! Dann muss man nichtmal radikale Schritte setzen.
Die reinen Investmentbanken (Goldman und MorganStanley) würden Freudensprüunge machen, wenn die Trennung wieder eingeführt würde. Ein Grund warum die Investmentbanken in den letzten Jahren ihr Geschäft mehr ins Trading verlagert haben ist, dass die gemischten Banken mit der Bedingung, die hauseigene IB zu nutzen um die für den Deal notwendige Finanzierung zu kriegen, das Kerngeschäft zerstört.
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