Soldaten bei Angriff an Grenze zum Libanon getötet

Auch Bus schiitischer Pilger beschossen

Beirut - Bei Kämpfen zwischen syrischen Soldaten und Deserteuren an der syrisch-libanesischen Grenze sind am Samstag nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation mehrere Soldaten getötet worden. Der Armeeposten sei zerstört worden, weil er nach Ansicht der Gegner der syrischen Regierung den Transfer von Verletzten in den Libanon verhindere. Außerdem wurde am Grenzposten nahe der syrischen Stadt Kusseir ein Bus mit vielen libanesischen Insassen getroffen, wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete.

Der Bus sei in das Kreuzfeuer geraten, hieß es. Libanesische Medien berichteten, ein Businsasse sei in der Nähe des Grenzdorfs Jussieh getötet und drei weitere seinen verletzt worden. Im Bus saßen demnach schiitische Pilger, die zu ihnen heiligen Stätten im Irak fahren wollten.

Die vor gut einem Jahr begonnene Protestbewegung in Syrien hat sich mittlerweile stark militarisiert. Immer häufiger gab es in den vergangenen Wochen Kämpfe zwischen Regierungssoldaten und Rebellen. Der UNO-Sicherheitsrat forderte die syrische Führung in einer am Donnerstag in New York verabschiedeten Erklärung "dringend" auf, ihre Truppen bis zum kommenden Dienstag aus den aufständischen Städten abzuziehen. Die syrischen Rebellen sollen spätestens am Donnerstag alle Angriffe einstellen. (APA, 7.4.2012)

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