Punkrocker "Die Ärzte" gegen Filesharer

7. April 2012, 11:02

"Wenn Kunst ganz umsonst im Netz steht, wird sie irgendwann nicht mehr finanzierbar sein"

Der Song "Ist das noch Punkrock?" auf dem neuen Die Ärzte-Album "auch" behandelt den alten Vorwurf, dem sich die Band bereits in den 80er Jahren ausgesetzt sah: "Darf man denn Geld verdienen, wenn man aus dieser Szene kommt?", fasste Bela B. im APA-Interview den Inhalt des Textes zusammen. Der Drummer und Sänger hat auch eine klare Meinung zum illegalen Runterladen von Musik aus dem Internet: "Geiz ist einfach nicht geil. Das muss einmal klar gesagt werden!"

"Es gibt genug Leute, die von der Musik leben müssen und es nicht können"

"Wir verkaufen immer noch sehr viele Platten, weniger als früher, aber gemessen am gesamten Markt steigen unsere Absätze", betonte Bela, der nicht von oben herab mit erhobenen Zeigefinger argumentieren will. "Ich sitz auf einem hohen Ross, weil es mir gut geht, aber es gibt genug Leute, die von der Musik leben müssen und es nicht können." Der Musiker analysierte rational: "Wenn Kunst ganz umsonst im Netz steht, wird sie irgendwann nicht mehr finanzierbar sein."

Bereitschaft für einen Song zu zahlen

Dass manche nicht bereit sind, einen Euro für einen Song zu bezahlen, kann der Die Ärzte-Musiker nicht nachvollziehen. "Die gleichen Leute verschicken ohne mit der Wimper zu zucken am laufenden Band SMS, z. B. aus der S-Bahn die Botschaft 'Bin gleich zu Hause' oder ähnlich. So verschwenden die Leute etliche Euro am Tag. Aber wenn es darum geht, Musik für wenig Geld zu kaufen, dann suchen sie lieber andere Wege, um sich die Ausgaben zu sparen. Das nervt mich nicht nur ein bisschen." (APA, 7.4.2012)

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und gleichzeitig veröffentlichen sie ihr gesamtes neues Album auf youtube.
unberechenbar.

es gibt nur einen gott.

fafafa

sid vicious dreht sich im grab und grummelt:

"shice pifke"

Mama, die Ärzte wollen mir meine Warez wegnehmen!

Mama, die sind doof, die sollen weggehen! Mit denen spiele ich jetzt nicht mehr und die sind jetzt nicht meine Freunde und meinen Malkasten borge ich denen auch nicht mehr!

Vielleicht sollte man auch einfach einmal darüber nachdenken, ob man den Stars und Möchtegernstars zig Millionen in den Hintern schieben muss. Dann geht sich halt mal ein Haus weniger aus...

ja, die haben auch gute songs

jedoch muss man jetzt feststellen, dass sie älter und kälter geworden sind, bzw. geldgierig

Modern Talking scheint punkiger als die Ärzte zu sein:
http://blog.hillbrecht.de/2009/07/1... -internet/

Punkrocker "Die Ärzte" gegen Filesharer

mit solchen sprüchen sind sie sicher keine punker mehr., ist ok, dann sollten sie das auch gleich sagen

Wenn nur noch das produziert wird was (gut, gewinnbringend) verkaufbar ist, schaut es mit Kunst noch schlimmer aus.

Bedingungsloses Grundeinkommen für Alle!!

und wir treffen uns jeden tag ...

um 10 auf ein bier bei der station U3?

Ich trinke tagsüber nicht, mit oder ohne Grundeinkommen.

sehr lustig

wenn diese kerle von kunst reden...

Wenn ich z. B. den Namen "Piratenpartei Österreich"

und all deren Äußerungen, Stellungnahmen, Positionen und Aussendungen kopiere und öffentlich bzw. im Netz damit - sowie mit dem Parteilogo - auftrete: Finden die das dann super, weil ich geistiges Eigentum weiter vermehre und verbreite - oder wären die sauer und würden juristische Schritte gegen mich einleiten?

Die PP ist nicht gegen das Urheberrecht (woher kommt dieses Gerücht) und will auch nicht das Stehlen an sich legitimieren. Oder woher hast du diese Informationen?
Die PP will nur eine Adaptierung der bisherigen Strukturen und eine Anpassung an die modernen Umstände (Internet). Nur ein Bsp: bevor Apple mit iTunes gestartet ist, haben die Musikkonzerne (aus Dummheit?) es nicht geschafft Musik online vernünftig anzubieten. Apple macht das sogar ohne DRM etc.
--
Und wenn du öffentlich mit gestohlenen Logo, etc. auftritts ist das ein ganz anderes Thema. Macht das etwa die PP? Oder was genau willst du uns sagen?

tschuldigung ...

aber apple als positives beispiel hier zu nennen, ist einfach nur lächerlich. aus verschiedenen gründen:

http://futurezone.at/digitalli... le-ein.php

oder das "itunes match", dass eben "angeblich" auch zum waschen von musik verwendet werden kann. du hast immer noch kein nutzungsrecht bei gewaschener musik ... du zahlst (70% geht an die musikindustrie - ich rede von icloud) und bist rechtlich NICHT abgesichert!

Man ist rechtlich nicht abgesichert? Woher hast du das?

du nutzungsbedingungen ...

hast nicht gelesen?

"Sie erklären sich hiermit einverstanden, iTunes Match nur für rechtmäßig erworbene Inhalte zu gebrauchen. Jeglicher Gebrauch für unrechtmäßige Inhalte verletzt die Rechte anderer und kann Sie zivilrechtlichen und strafrechtlichen Strafen aussetzen, einschließlich möglichen Schadensersatzansprüchen bei Urheberrechtsverletzungen."

also. nochmal: apple hier als "positiv-beispiel" zu nennen, ist ziemlich lächerlich.

Warum nicht?

War der erste grosse Marktplatz im Internet fuer Musik. Und danach der erste drm freie.

Musikhören: Ein Thema.

Stellungnahmen unter falscher Flagge: Hinkt.

"Wenn Kunst ganz umsonst im Netz steht, wird sie irgendwann nicht mehr finanzierbar sein."

ja und wen scherts? kunst kann man nicht essen, und ihre qualität ist umstritten.

ausserdem wimmelt es von staatlich subventionierten kunst- und musikszenen.

das was die als den schrecken der hölle an die wand malen ist genau das, was zu passieren hat:
künstler und "künstler" satteln in massen um, und bauen häuser, braten döner, pflegen kranke!

denn es ist ein gigantisches privileg, als künstler leben zu dürfen, statt physisch produktiv arbeiten zu müssen. denn andere zahlen mit ihrem überschussgeld dafür. im hunger gibts kein geld für kommerzkunst, nur groschen für bettelnde strassensänger.

und erst dann, wenn die spreu vom weizen ist, wird die masse bereit sein, aus sehnsucht nach kreativer kunst geld dafür auszugeben - oder singen.

da ist so jenseitig, dass es einem die sprache verschlägt.

Was heißt es denn in unserer heutigen Dienstleistungsgesellschaft, "physisch produktiv" zu arbeiten? Wenn Sie schon mit derartigen Argumenten daherkommen, hauen Sie bitte im gleichen Atemzug auf diejenigen, die ihr Geld mit Werbung und Medien im Allgemeinen verdienen, hin.

Und fordern Sie bitte auch die Einstellung von Facebook, Google, Android, Youtube und anderen Diensten und Produkten, die mit Hilfe von Produkten, die von Künstlern erzeugt werden, für User interessant und damit erst finanzierbar gemacht werden.

"Darf man denn Geld verdienen, wenn man aus dieser Szene kommt?"

Da sieht man einmal, dass die Subkultur nicht immer ein Segen ist. Ich warte die längste Zeit auf ein diesb. Einsehen der Musikredakteure, die den Widerspruch quer durch die Bank nie erfasst haben.

Selbstverständlich möchte ich, dass Musikschaffende gerecht entlohnt werden, die MI halte ich nur nicht mehr zeitkonform.

Sie schadet mitunter den Musikern, indem sie durch indiskutables Auftreten, potentielle Käuferschichten vergrault hat (die Hand die einen füttert..) und Kritik der Bestandskunden nicht ernst genommen hat.

Ich unterstütze bei CDs heute nur noch Indie-Labels, online kaufe ich nur ohne DRM/Wasserzeichen, FLAC und ohne proprietäre DL clients. Und bis man in Ö nachzieht, kaufe ich weiterhin in GB.

ganz allgemein:

wenn eine band gute musik macht, dann ist sie mir sympathisch.

wenn mir die band sympathisch ist, dann bezahle ich den preis, den sie für ihr produkt haben will.

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