Grüner als der Rasen

Ansichtssache8. April 2012, 13:19
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Für die Fußball-WM 2022 plant Katar zwölf Stadien, die mit Sonnenenergie gekühlt werden sollen

Dribbeln in der Wüste? Für die Fußball-WM 2022 plant Katar zwölf Stadien, die mit Sonnenenergie gekühlt werden sollen. Diese Woche fand dazu in Doha eine internationale Konferenz statt.

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visualisierung: foster & partners

Frage an den Taxifahrer: "Sagen Sie, gibt es in Katar einen Nationalsport?" Langes Zögern, Kratzen am Kinn, Runzeln auf der Stirn. Leise kommt es über die Lippen: "Falkenjagd. Und Kamelrennen vielleicht. Mehr fällt mir nicht ein." So oder so ähnlich gestaltete sich der letzte Spontandialog zwischen Gast und Einheimischem im Jahr 2005.

Sieben Jahre später ist alles anders. Frage an den Taxifahrer: "Sagen Sie, gibt es in Katar einen Nationalsport?" Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: "Ja klar, Leichtathletik und Fußball. Sie haben wohl wirklich keine Ahnung, was?"

Zur Fußball-WM in zehn Jahren ist es noch ein breiter Weg. Doch seitdem sich Katar mit einem sieben Kilo schweren Bieterbuch für den Fifa World Cup 2022 beteiligte und vor mehr als einem Jahr dafür den Zuschlag erhielt, liegt über dem kleinen Wüstenstaat am Persischen Golf eine Art verzückter Vorfreude. Und Handeln.

Bild: Lusail Iconic Stadium von Norman Foster: Die Sportarena mit mehr als 86.000 Sitzplätzen kann ohne CO2-Emissionen auf die von der Fifa vorgeschriebene Temperatur von 27 Grad Celsius runtergekühlt werden. So lautet zumindest der Plan.

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