Renaissance des Spazierens

  • Spaziergang als Befreiung.
    foto: apa/maurizio gambarini

    Spaziergang als Befreiung.

Müßiggang kommt zu kurz oder ist schon verlernt

Zu Ostern wird Goethe mit dem Osterspaziergang ("Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / Durch des Frühlings ...") wieder ganz gern zitiert. Abgesehen von Schulerinnerungen: Goethe hat auch Kritik an der Beschleunigung geübt, zu Phasen der Besinnung aufgerufen. Übertriebene Eile galt damals als unschicklich, als unfein, dem Status der Begüterten nicht angemessen.

Das hat sich heute quasi umgedreht - rascher Schritt passt gut zu "Machern" im Management. Nur: Auf Dauer gesund ist es nicht, wie Burnout-Statistiken und die Wahrnehmungen rundum im Jobleben belegen. Müßiggang kommt zu kurz oder ist schon verlernt. Das macht krank. Dem Spaziergang als Befreiung von der Fremdsteuerung zu einer Renaissance zu verhelfen bietet sich an. Zu Ostern. (Karin Bauer, DER STANDARD, 7./8./9.4.2012)

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3 Postings
Liebe Frau Bauer!

Es ist Ihnen vielleicht entgangen:
In unserer Gesellschaft sind Müßiggang und "begütert" von wenigen Ausnahmen abgesehen eine Unvereinbarkeit... oder wollen Sie es mal selber probieren? ;-)

Spazieren ist schön, aber Zersiedelung und mangelnde Rauplanung veschandeln die Landschaft!

Schneeschuhwanderung bietet sich heuer an!

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