Familienrichterin plädiert für "Kindervertrag" als Vorsorge

6. April 2012, 13:18
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Fall Oliver "unlösbar" - Appell an Verantwortungsgefühl der Eltern

Der steirisch-dänische Obsorgestreit um den fünfjährigen Oliver ist "unlösbar", sagte Familienrichterin Doris Täubel-Weinreich im Ö1-"Mittagsjournal" am Freitag. Das Problem liege im zwischenmenschlichen Bereich. Die Familienrichterin appellierte an das Verantwortungsgefühl der Eltern, und zwar noch in "guten Zeiten".

Man könne das Kind schließlich nicht zweiteilen, so die Vorsitzende der Fachgruppe Außerstreit- und Familienrecht in der Richtervereinigung. Wenn jeder Elternteil sage, das Kind müsse in dem Staat, aus dem er oder sie herkomme, leben, "dann gibt es keine Lösung", zumindest nicht im Sinne des Kindes. Denn die Gerichte könnten sich höchstens einigen, wer entscheiden darf. Das bedeute dann aber meistens, dass der Kontakt zum anderen Elternteil abreißt. Um eine wirkliche Lösung zu erzielen, müsste ein Elternteil nachgeben.

Diese Problematik sei vielen Paaren mit unterschiedlicher Herkunft nicht bewusst, so die Familienrichterin. Sie appellierte an die Betroffenen, Vereinbarungen zu treffen, "solange noch alles harmonisch ist" - eine Art Kinder- und Familienvertrag, ähnlich einem Ehevertrag. (red, derStandard.at, 6.4.2012)

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    Das Problem in Fällen wie jenem des fünfjährigen Oliver liegt im zwischenmenschlichen Bereich, sagt Familienrichterin Doris Täubel-Weinreich.

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