Debatte um gemeinsamen Ostertermin aller Kirchen

Vorsitzender des Ökumenischen Rats sieht "wichtiges Zeichen" in zunehmend glaubensferner Gesellschaft

Wien - Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) Nicolae Dura macht sich für einen ständigen gemeinsamen Ostertermin aller Kirchen stark. Dies wäre gerade in einer zunehmend glaubensfernen Gesellschaft ein "wichtiges Zeichen", erklärte der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar am Karfreitag gegenüber der "Kathpress".

Aufgrund unterschiedlicher Kalender feiert heuer die Westkirche das höchste Fest des Christentums am 8. April, die Ostkirche erst am 15. April. 2014, 2017 und 2025 gibt es jedenfalls gemeinsame Ostertermine. Dura räumte ein, dass in der Frage des gemeinsamen Ostertermins die orthodoxe Kirche noch vor großen internen Herausforderungen steht.

Er sprach sich für einen ständigen gemeinsamen Ostertermin aus, um ein "deutliches Zeichen des gemeinsamen christlichen Glaubens" zu setzen. Die strittige Kalenderfrage soll fix auf der Tagesordnung des kommenden Panorthodoxen Konzils stehen, so der Bischofsvikar. Termin für das Konzil gebe es noch keinen, es wäre übrigens das erste seit mehr als 1.000 Jahren. (APA, 6.4.2012)

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