Segeln vs. Schwungnutzautomatik

6. April 2012, 16:25
  • Bereits 1981 präsentierte VW das Formel E-Konzept mit Star-Stop-Automatik, das für die damaligen Polo, Derby, Golf, Jetta, Passat und Santana optional angeboten wurde.
    foto: werk

    Bereits 1981 präsentierte VW das Formel E-Konzept mit Star-Stop-Automatik, das für die damaligen Polo, Derby, Golf, Jetta, Passat und Santana optional angeboten wurde.

Anfang der 1990er-Jahr sprossen die Sparmodelle aus allen Winken. Ganz vorne mit dabei war VW mit dem Golf Ecomatic. Kaufen wollte ihn keiner

Es ist eine alte Weisheit, dass der Motor am sparsamsten ist, wenn er stillsteht. Nach diesem Prinzip funktionierte einer der ersten Vorläufer der Hybrid-Idee, und es war kein Toyota.

Damals, Anfang der 1990er-Jahre, sprossen die Sparmodelle gerade so aus allen Winkeln der Preislisten, alleine, niemand wollte sie kaufen, weil sie alle irgendwie komisch zu fahren waren. Und als dann die Direkteinspritz-Diesel die Sparsamkeitslatte ganz tief legten, war die Idee von Schwungnutzautomatik und Motorabschalten während der Fahrt und Hochschalt-Warnlamperl gleich wieder Geschichte.

VW war ganz vorn mit dabei, nahm einiges Geld in die Hand und brachte 1994 ein Auto auf den Markt, das mir ziemlich unsympathisch war, weil es mich schlichtweg ängstigte: VW Golf Ecomatic. Außer den zusätzlichen Batterien hatte dieser in Rudimenten alles an Bord, was heute ein Hybridauto auszeichnet: Start-Stopp-Automatik, Schwungnutzautomatik und ein seltsames Halbautomatikgetriebe ohne Kupplungspedal.

Was damals Schwungnutzautomatik hieß, ist heute die Segel-Funktion. Der Motor stellt sich während der Fahrt ab, das Auto gleitet, getrieben von seiner enormen Trägheit, dahin. Was heute, wie etwa im neuen Mercedes E 300 Hybrid, elegant vonstattengeht, trieb einem damals im Golf den Angstschweiß ins Gesicht. Man hatte das Gefühl, die Herrschaft über das Fahrzeug verloren zu haben. Die Segelfunktion ist aber das Schlüsselelement, damit die Hybridtechnik auch auf der Autobahn einen Verbrauchsvorteil bringt. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/6.4.2012)

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Sie haben eigentlich schon die Antwort in ihrem Posting geschrieben. Ein Hybrid BENZINER braucht etwa so viel/wenig wie ein DIESEL (im Stadtberkehr klar weniger), zum ähnlichen Anschaffungspreis eines Dieselfahrzeuges. Jedoch hat das Benzinhybirdfahrzeug eine geringere Schadstoffbelastung (etwa Feinstaub).

Klar ist ein Hybrid nur ein Zwischenschritt. Die neueste Generation ist ja schon in den Startlöchern, der Plug-In Hybird mit dem kürzere Strecken 20-30 km rein elektrisch gefahren werden können.

Step by Step bewegt man sich weg vom Verbrenner, je nach dem was technisch gerade möglich ist.

Sie haben eigentlich schon die Antwort in ihrem Posting geschrieben. Ein Hybrid BENZINER braucht etwa so viel/wenig wie ein DIESEL (im Stadtberkehr klar weniger), zum ähnlichen Anschaffungspreis eines Dieselfahrzeuges. Jedoch hat das Benzinhybirdfahrzeug eine geringere Schadstoffbelastung (etwa Feinstaub).

Klar ist ein Hybrid nur ein Zwischenschritt. Die neueste Generation ist ja schon in den Startlöchern, der Plug-In Hybird mit dem kürzere Strecken 20-30 km rein elektrisch gefahren werden können.

Step by Step bewegt man sich weg vom Verbrenner, je nach dem was technisch gerade möglich ist.

Irren ist menschlich

Hybridautos sind nicht das Optimum und sicher nicht die ultimative Lösung für den Individualverkehr.

Aber zumindest die erhältlichen Hybride der Mittelklasse kosten ca. gleich viel, wie ein vergleichbar ausgestattetes Auto der gleichen Klasse und im direkten Vergleich wiegt z.B. der Toyota Auris als Hybrid mit 1455-1495kg gleich viel bzw. etwas weniger als ein vergleichbarer Diesel-Auris (1480-1515kg).

Ein Blick in den Spritmonitor zeigt:
Prius ist das praktisch einzige Mittelklasseauto in den Top 50.

Auris Hybrid braucht 5,3l Auris Diesel 6,7l.
Das sind real "erfahrene" Verbrauchswerte, nicht die Normwerte.

mein cx turbo diesel ist 25 jahre alt

und er verbraucht 7 litter diesel wenn nicht wieder irgend eine kraftstoffleitung leckt.
wo ist der fotschritt?

Der Fortschritt liegt vor allem

in der Sicherheitsausstattung und in den diversen (elektronischen) Helferlein.

Airbags gabs beim CX noch nicht, Klimaanlage auch nicht ...(soweit ich weiß). Das Gewicht war durch die fehlende Ausstattung niedriger.

Trotz des höheren Gewichts schafft man es, den Verbrauch - wenn auch nicht deutlich - etwas zu senken.

er ist leichter als aktuelle autos

hat zentralveriegelung, elektrische fensterheber, fernbedienung!!
es gibt versionen mit ABS und klima.
dafür hat er eine hydro phneumatische federung
dessen komfort ist bis lang unerreicht.
bin aber noch nie eine luftfederung gefahren um zu vergleichen.
im übrigen der BX hat auch das alles integriert un verbraucht 5 litter diesel!!

Ich liebte die Citroen-Federung

Habe mehrere 10000km im XM verbracht.
Aber die Sicherheit und der übrige Komfort der heutigen Autos (bis auf die Federung) wiegt halt.

Die realen Zahlen über den Verbrauch kann man auch bei älteren Autos noch aus dem Spritmonitor erahnen.
Wobei dieser dank leichterer und schwächerer Autos schon erstaunlich niedrig liegt.

ich hatte auch einen xm

nach einem unfall mit meinem cx hatte ich ein jahr einen XM und nur probleme mit der elektronik und mit der druckleitung.
als ich mich in frankreich niederliess kaufte ich mir sofort einen Cx und der komfort ist herrlich vM und keine elektronik!!!

...sie sind...

...noch nicht in einem Mittelklasseauto gesesen, gell?

Prius ist definitiv KEINS!

selten so gelacht.

VW wird verfahren wie gehabt und das Feld von hinten aufrollen.

...und ich bin kein VW-Fan.

VW ist auch heute technisch noch ganz vorne dabei, aber das Preis- Leistungs- Verhältnis stimmt einfach nicht. Und wenn man den Durchschnittsverbrauch von einem Hybridauto und einem Golf Diesel vergleicht, kommt man darauf, dass VW die Hybridtechnik zu Recht verworfen hat.

"...aber das Preis- Leistungs- Verhältnis stimmt einfach nicht."

Und genau deshalb verkauft VW auch bekanntlich so wenige Autos.....

Ich würde sagen, dass VW hierzulande oder in Deutschland (woanders verkaufen sie nur durchschnittlich viel Fahrzeuge) soviele Autos verkauft, liegt eher an der Mentalität des angesprochenen Durchschnittskäufers und nicht am guten Preis-Leistungs-Verhältnis der VW-Produkte...

najo

grad wenn du die diesel ansprichst. das hauseigene pumpe-düse system haben sie zu gunsten von Common-Rail aufgeben müssen (weil sie die euro6 Abgasnorm nicht geschafft haben). Das letzte Elektroauto von VW war imho der 3er Golf, Renault bietet jetzt schon zwei reine Elektroautos an, bis ende 2012 werden es vier sein.

Ja mei,

mit etwas Glück zieht man in Graz die Umweltzonen durch, dann sind alle Diesel BJ <2006 mal draußen.

Wenn dann noch andere Städte diesem (guten) Vorbild folgen, dann werden die Traktor-Fahrer bald ein böses Erwachen erleben. :) Zu hoffen wär's!

unsozial

Ich halte das fuer eine unsoziale Massnahme und Augenauswischerei. Was bringt so eine Umweltzone, ausser Mehrumsatz?

Was sie bringen? Siehe oben:

"dann sind alle Diesel BJ <2006 mal draußen."

Der Geiz an der Tankstelle rächt sich dann halt. Wird eh Zeit.

draussen

Ich sehe da keinen Vorteil drin, irgendwelche Leute aufgrund ihres Autos vom Verkehr in gewissen gebieten auszuschliessen, ausser es geht um sowas wie Abmessungen oder Gewichte, die dort einfach nicht zulaessig waeren.
Was soll es also bringen, wenn zum Beispiel die Grazer Innenstadt fuer bestimmte Fahrzeuge gesperrt wird?

Dank der Dieseltechnik ist der Mensch zum ersten Mal in der Lage, die Blut/HirnSperre zu überwinden....es leben die Schlaganfälle.

wow!

zuviel dr house gschaut?

???

Sollte das in Dr. House vorkommen, ist es schön, dass es doch Serien gibt, die realitätsnahe sind.

Rußpartikel von Dieselmotoren sind die ersten Nanopartikel die diese Grenze durchdringen können.

Das mit dem Ruß im Hirn glaub ich Dir

es erklärt auch Deine Postings.

Beim Prius

ergibt sich der Verbrauchsvorteil auf der Autobahn dadurch, dass der Verbrennungsmotor im Atkinson-Zyklus und damit schon per Definition effizienter läuft.

Das Abkoppeln des Motors im Schubbetrieb ist zwar sicher auch ein wesentlicher Faktor, aber nicht *das* Schlüsselelement.

beim prius ergibt sich der verbrauchsvorteil daraus dass die fahrer mit knapp 100 über die autobahn schleichen

geht der....

...überhaupt mehr?

Dann stört er nicht mehr,

weil er im Pulk der LKW daherrollt. Und der Verbrauch sinkt auf 3.5 Liter/100km.

Und im Prius kannst sowieso nur schleichen sobald die Batterie leer ist, der Benzinmotor ist eine Katastrophe und wenn ihm steckst säuft er wie ein Loch und trotzdem geht nichts vorwärts. Weil die Japaner einfach keine Ahnung haben wie man einen Diesel mit Power, Laufkultur und wenig Verbrauch baut glauben sie jeder fällt auf diesen Hýbridschmäh rein.

mhm, bei "keine ahnung" scheinen Sie sich auszukennen.

Sehr viel Blödsinn in einem Post!

Wow,

so viel Blödsinn und Unwahrheiten in einem einzigen Post. :(

Subaru Boxer Diesel --> Laufkultur, ausreichend Power, trotz Allrad geringer Verbrauch. Kommt aus Japan.

Haben Sie einen solchen ? Wie sind Ihre Erfahrungen ? Möchte im Herbst einen kaufen (Neuen impreza)

Fahre einen Outback Boxer Diesel (BJ 2008, 150PS, 350NM, 1500kg Gewicht mit perm. Allrad), aktuell mit 97.000km auf dem Tacho. Bin mit der Laufruhe und Geräuschkulisse sehr zufrieden (trotz 4-Zyl. beinahe vergleichbar mit einem Benziner), der kombinierte Verbrauch liegt bei ca. 6,5l (bei reiner Stadtfahrt bis zu 8,0l, je nachdem ob Sommer oder Winter, habe bei Urlaubsfahrten jedoch auch schon knapp über 5l mit Landstrasse/Autobahn geschafft) - bin aber kein Schleicher und habe mich noch nie untermotorisiert gefühlt, um auf das Thema "ausreichend Power" zurück zu kommen. Empfehle www.subaru-community.de , ist recht informativ, vor dem Kauf reinschauen lohnt sich allemal.

Ausreichend Power ist etwas anderes. BMW machts vor wie man Spass beim Fahren haben kann und trotzdem der Verbrauch im Keller bleibt.

Das genau ist unser Problem

würden wir nicht Autos mit mehr als 200 PS haben wollen oder "müssen", so könnten Fahrzeuge mit 3 Liter Verbrauch auf 100 km ganz leicht gebaut werden, und die Konzerne würden es auch bauen wenn die Nachfrage stimmt. Aber wozu diese Protzkisten? Viel mehr als 120 km/h kann man beim heutigen Verkehrsaufkommen ohnehin kaum mehr fahren also würden doch 100 PS locker ausreichen aber nein der BMW-Fahrer braucht ja mindesten 250 PS um seine Männlichkeit beweisen zu können - wie armselig.

200 PS?

... höchstens bei einem Motorrad akzeptabel.

Ich hoffe sie sind Organspender und haben ihren Ausweis immer dabei

In Österreich ist man automatisch Organspender wenn nicht ausdrücklich widerspricht.

Wie soll ma unter 200PS seine Schwä nze vergleichen?

Atkinson-Zyklus

Was tut denn der, der Atkinson-Zyklus? Ein link wuerde schon reichen, wo das kurz erklaert ist.

Bitte

lmgtfy.com?q=atkinson+zyklus

Atkinson

Ah. Der macht also quasi einen Diesel aus dem Prius. Interssant. ;-)

Im Schubbetrieb

verbraucht heutzutage sowieso kein Auto Benzin.

Siehe Antwort von Prusiner;

beim Hybrid wird der Motor komplett abgekoppelt, Du rollst also ohne Motorbremse, so wie wenn Du die Kupplung durchtrittst.

"segeln"

Den Effekt kenne ich vom A2 (3l). Ich finde das eher unangenehm, wenn das Auto kaum langsamer wird, wenn ich vom Gas gehe. Wobei das beim Prius nicht so arg sein wird (hoeherer Roll- und Luftwiderstand).

Gewöhnungssache.

Man darf dafür beim Prius jederzeit zart die Bremse betätigen und gewinnt dabei etwas Energie zurück. Bei der Motorbremse kommt nichts zurück.

Übrigens: der Luftwiderstand vom Prius liegt mit 0,25 unter dem vom A2 (0,28)

Rueckgewinnung

Die Rueckgewinnung ist vielleicht fein, wenn man das dosiert als Ersatz fuer die Motorbremse nehmen kann, ja.

Allerdings hat der A2 einen geringeren bzw den gleichen Luftwiderstandsbeiwert wie der Prius: 0,25. Stirnflaeche habe ich jetzt auf die Schnelle nix gefunden. Der A2 ist auf jeden Fall interessanter, optisch.

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