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Paris - Die Tuareg-Rebellen der Nationalen Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA) haben die Unabhängigkeit für den Norden Malis ausgerufen. "Wir verkünden feierlich die Unabhängigkeit von Azawad, die von heute an gilt", sagte MNLA-Sprecher Mossa Ag Attaher am Freitag dem französischen Sender France 24. Der neue Staat solle im Einklang mit den Grundsätzen der Vereinten Nationen stehen, erklärten die Tuareg-Rebellen. Alle Grenzen mit den Nachbarländern würden anerkannt und die MNLA werde alle militärischen Aktionen einstellen. Auch in einer im Internet verbreiteten Erklärung gaben die Tuareg-Rebellen die Unabhängigkeit von Azawad bekannt. Das Exekutivkomitee der MNLA bitte die Internationale Gemeinschaft, ihren Staat unverzüglich anzuerkennen.
Die britische Regierung zog am Freitag ihr Personal aus der Botschaft in Bamako ab und riet ihren Staatsbürgern, das westafrikanische Land umgehend zu verlassen.
Kritik von EU und Afrikanischer Union
Die Europäische Union und die Afrikanische Union (AU) lehnen die von Tuareg-Rebellen ausgerufene Unabhängigkeit ab. "Die EU hat in der Krise durchgehend deutlich gemacht, dass sie die territoriale Unversehrtheit Malis respektiert", erklärte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. Auch die Afrikanische Union wies die Ausrufung der Unabhängigkeit durch die Rebellen zurück. Diese sei "nichtig und habe keinen Wert", hieß es in einer Erklärung von AU-Kommissionspräsident Jean Ping. Laut BBC hat die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) beschlossen, eine 2.000 Mann starke Eingreiftruppe aufzustellen.
Frankreich soll logistische Hilfe zugesagt haben. Die New York Times berichtet, dass Frankreich nicht plant, eigene Truppen in das nordafrikanische Land zu schicken, aber gewillt ist, den Kampf gegen Islamisten logistisch zu unterstützen. Der Außenminister Alain Juppe sagte am Freitag, es müsse gemeinsam mit den Rebellen eine politische Lösung gesucht werden. Der Weltsicherheitsrat hatte bereits am Mittwoch in New York eine Erklärung verabschiedet, in der unter anderem die Angriffe der Rebellen im Norden des Landes scharf verurteilt und ein Ende der Gewalt gefordert wurde.
Jahrelanger Konflikt
Azawad nennen die Tuareg-Rebellen ihre Heimatregion, die sich in Mali vom Westen bis in den Norden erstreckt und auch Teile Nordnigers und Südalgeriens umfasst. Die Tuareg kämpfen für die Unabhängigkeit dieser Region. Das über mehrere Staaten verteilte Nomadenvolk der Tuareg - heute leben 1,5 Millionen im Nordwesten Afrikas - hatte in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gewaltsam aufbegehrt. Denn die Tuareg fühlen sich zunehmend in ihrer nomadischen Lebensweise eingeschränkt.
In den 1980er Jahre verließen viele Tuareg infolge einer Dürre Mali. Als sie zurückkehrten, führten sie Krieg gegen die Regierungstruppen. Nach langen Verhandlungen wurden die Tuareg in Malis Armee integriert. Auch Libyens Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi rekrutierte Tuareg für seine Streitkräfte. Nach seinem Sturz und Tod schlossen sich viele von ihnen Aufständischen im unsicheren Grenzgebiet von Mali zu Niger und Algerien an.
Ein Streit zwischen Malis Regierung und Armee über ein härteres Vorgehen gegen das Nomadenvolk war der Auslöser für einen Staatsstreich von Offizieren am 22. März gegen Präsident Amadou Toumani Toure. Die Tuareg verbündeten sich daraufhin mit islamistischen Kämpfern der Gruppe Ansar Dine und starteten eine Offensive. Innerhalb weniger Tage brachten sie weite Teile des Nordens unter ihre Kontrolle.
Zuletzt hatten sich die Islamisten jedoch von den Tuareg distanziert und ihre vormaligen Verbündeten aus der Stadt Timbuktu vertrieben. Ein Ansar-Dine-Sprecher sagte am Freitag in einer Videobotschaft, seine Gruppierung erkenne die Unabhängigkeitserklärung der Tuareg nicht an. "Wir sind gegen Revolutionen, die nicht im Namen des Islam sind", sagte der Sprecher. (red, APA, 6.4.2012)
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jeder weitere kommentar is überflüssig
vielleicht nochmal daran erinnern
Creation of AFRICOM (2006–2008)
weißt Du
an genau so eine Entgegnung habe Ich gedacht
Leute, die in diesen Ängsten gefangen sind, kommen nicht los von den Zwängen die Sie umgeben und lassen andere nicht los
Die Reife mit der Ich dieses Ansinnen habe, denkt nicht an Vergehen
Ich denke aber sehr wohl an die Wahrnehmung meiner ganzen Souveränität als einzelner Mensch.
König ohne Untertanen; mein eigener Arbeiter
Den Fürsten von Liechtenstein erkennt Österreich an.
Er hat Untertanen und ist ein Erbmonarch.
Mich hat Österreich mindestens ebenso als unabhängig anzuerkennen.
Mein Unterschied zu Ihm ist: Ich habe keine Untertanen.
Ich will keine. Sie wären Mir lästig und würden Mich behindern.
Georg
fehlt mir jedweder Hinweis auf die Geschichte und aktuelle Situation der Tuareg. Da gibt es so viele, die sich für Kurden oder Palestinenser einsetzen, aber Tuaregs? Wer sich ein wenig mit der Geschichte dieses Volkes auseinandersetzt könnte leicht Sympathien für einen unabhängigen Tuareg Staat entwickeln. Schade, das der Standard sich nicht diese Mühe gemacht hat.
Man sollte die MLNA darauf aufmerkam machen , daß VW schon lange den Namen ihres Volksstammes für deren Premium SUV benutzt.
Für die gegenwärtige allseits presente Gratiswerbung dieses Produktes und ev. auch Lizenzgebühren für jedes bereits verkaufte Fahrzeug wäre schon eine namhafte Summe fällig - ein junger Staat braucht Startgeld !
war ich selbst auch schon vor ort - ändert das jetzt irgend etwas?
und an dem Festival nehmen natürlich auch Einheimische teil, und hätte es zur selben Zeit meines Aufenthaltes statt gefunden, wäre ich wohl auch hingegangen
es ist aber schon in erster Linie für die Touristen (Bobos, Rucksacktouristen, ...) konzipiert, und nicht für die Einheimischen - für die ist es - hoffentlich (?) - eine gute Einnahmequelle
und das ändert nichts daran, dass ich mich frage, ob jemand noch ganz bei Trost ist, wenn er/sie in einem solchen Kontext lediglich dieses Festival betrauert
ich war selbst - immerhin - auch schon vor Ort (krieg ich jetzt eine Auszeichnung?)
die Touristen, die das festival besuchen, sind aber vorwiegend bobos- und rucksacktouristen, und natürlich auch einheimische
in so einem Zusammenhang zu beklagen, dass dieses festival vorerst nicht stattfinden wird, finde ich
jedenfalls kotzig
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