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Bozen/Wien - Der 1997 verstorbene österreichische Kinderarzt Andreas Rett soll behinderten Menschen von den 1960er- bis zu den 1980er-Jahren im großen Stil das Medikament Epiphysan zur Triebdämpfung verbreicht haben. Das berichtete der Südtiroler Radiosender Rai Bozen am Donnerstag. Rett war lange Jahre Leiter der Abteilung für entwicklungsgestörte Kinder am Neurologischen Krankenhaus Rosenhügel in Wien, ihm wurde das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.
Vor einigen Jahren wurde nach Recherchen des Bundes Sozialdemokratischer Akademiker (BSA) bekannt, dass Rett NSDAP-Mitglied war. Er soll zudem mit dem vormaligen NS-Kindereuthanasiearzt Heinrich Gross auf der Grundlage von Gehirnpräparaten, die von den im Rahmen der NS-Kindereuthanasie ermordeten Spiegelgrund-Opfern stammten, einen wissenschaftlichen Aufsatz verfasst haben.
Die Behinderten-Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Österreich fordert von der Stadt Wien die Einrichtung einer historischen Untersuchungskommission und einer Opferhotline, ähnlich jenen Einrichtungen für Opfer von Gewalt in Heimen. (red, DER STANDARD, 6.4.2012)
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Ich war selbst 10 jahre bei dr, rett in behandlung. als kind hab ich ihn verehrt, wie fast alle kinder am rosenhügel.heute, als erwachsene, finde ich manche seiner methoden äußerst fragwürdig. ich bekam zum beispiel immer wieder namenlose versuchsmedikamente, die nur mit einer ziffer gekennzeichnet waren. keiner konnte oder wollte über diese medikamente auskunft geben und im nachhinein war es sowieso nicht mehr nachvollziehbar.
über "behinderte" - die es als homogene gruppe gar nicht gibt. einer schreibt:.... die den sexualtrieb nicht ausleben können"... und auch da frage ich mich: wer soll das sein? es kann ein paar formen der körperbehinderung geben, die es dem menschen erschweren, aber da gibt es hilfsmittel. die holländer haben uns da einiges voraus. andere machen sich sorgen über die entstehenden kinder - schon mal was von verhütungsmitteln gehört? ich arbeite lang genug mit besonderen menschen und habe festgestellt, dass beziehungen, sexuelles interesse etc. nicht viel anders sind als bei den sogenannten normalos.
...interessant allerdings die Textstelle in Wikipedia auf seiner Seite:
"...Seine jahrzehntelange Forderung an die Gesellschaft war, dass auch Kinder mit Behinderung Kinder sind, mit allen körperlichen, seelischen und geistigen Ansprüchen. ..." - Tarnen und Täuschen?
...inwieweit es Behinderten dient, wenn sie einen intakten Sexualtrieb haben, aber auf Grund ihrer Behinderung keine Möglichkeit haben, den auszuleben, und ob es nicht eher grausam ist, darunter leide zu lassen.
Aber ich vermute, schon allein das Denken ist sowas von außerhalb der Doppeldenk-Vorschrift, dass da die Nazi-Schubladisierer gleich zum Hyperventilieren anfangen könnten, und das will doch keiner.
ährm sie scheinen weder tiefere Einblicke in das Leben und die Betreuung von "behinderten" Menschen zu haben, noch machen sie irgendwelche Unterscheidungen zwischen "behinderten" Menschen.
das macht sie für mich noch lange nicht zum Nazi, ich hyperventiliere auch nicht, allerdings würde ich vorschlagen sie beschäftigen sich intensiver mit der Materie, gestehen sich ein, dass in der Betreuung von "Behinderten" viel Potenzial nach oben gibt, sprich was in den 70er, 80er und 90er modern war muss heute nicht mehr gelten und das, jahaaaa auch Menschen mit zB Trisomie21 sowas wie Sexualität haben (vom unschuldigen Händchenhalten bis hin zu - Achtung - Sex!)...
Menschen mit Trisomie21 sei ihr Sex gegönnt. Der Vorposter spricht aber von Menschen, die ihren Sexualtrieb nicht ausleben können. Und die gibt es eben auch.
Ich persönlich sehe übrigens keinen Nutzen darin den Sexualtrieb zu hemmen. Wenn jemand geistig so wenig entwickelt ist, dass er keinen Sex haben kann, wird er nach meiner Vorstellung auch nicht darunter leiden. Ist aber auch nur eine "Idee".
Ich denke schon, dass es Leute gibt, die darunter leiden. Wenn sie den Sexualtrieb nicht ausleben können, kann das verschiedene Ursachen haben - z.B. Aufenthalt in einer nach Geschlechtern getrennten Anstalt, es kann kein Partner gefunden werden etc.
Oft werden dann Betreuer oder Leute, die mit den Personen arbeiten "angegrapscht" oder ähnliches.
Man kann die Behinderten dann ja nicht zur Rechenschaft ziehen, weil sie oft nicht wissen, was sie falsch gemacht haben.
Gibt es hier andere, bessere Lösungen?
Ich kenne Tatsächlich eine Familie sehr gut in der ein schwer geistig behinderter Mann lebt. Er konnte nie sprechen lernen. Durch Monate langes tägliches üben konnte ihm seine Familie beibringen "Mama" zu sagen und in die richtige Richtung zu deuten, wenn jemand kommt (das ist auch wichtig, weil die Leute Angst vor ihm haben).
Tja, er läuft auch manchmal mit der Hand am nackten Penis rum - und die "Problemstellung" habe ich darauf bezogen.
Nur er hat da ja kein Problem, sondern seine Umgebung. Wer dagegen etwas "tun" will, muss tatsächlich aufpassen, dass er nicht bei Mengele und Co endet.
und was nehmen sie?
Zwischen Triebdämpfung und Pille, Spirale bis Eierstöcke unterbinden gibt es aber ein breites Spektrum.
Sie sprechen ja mit dieser Aussage geistig Behinderten jegliches Recht auf ein halbwegs selbstbestimmtes Leben - oder auf Leben überhaupt - ab.
Ich halte auch nichts davon das man Menschen mit vererbaren Behinderungen die nicht die Verantwortung für Nachwuchs übernehmen können die Möglichkeit bietet sich Fortzupflanzen. Aber ich schätze mit so einer Einstellung bin ich wahrscheinlich schon ein N...
aber ein Gratwanderer - es gibt ja noch mehr Behinderungen und auch vererbbare Anlagen und Krankheiten - vielleicht haben auch Sie einen Defekt, den mal mal untersuchen sollte - z.B. Bluter, schlechte Augen, Gehörproblem, Gelenksschäden - sollte man da dann nicht auch .....?
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