Shaters Scharia-Zitat schürt Angst

5. April 2012, 18:49

Präsidentschaftskandidat sieht Einführung der Scharia als sein "erstes und letztes Ziel"

Kairo - Der am Wochenende gekürte Präsidentschaftskandidat der ägyptischen Muslimbrüder, Khairat al-Shater, hat mit einer Bemerkung vor einem religiösen Publikum, dass die Scharia sein erstes und letztes Ziel sei, international Aufsehen erregt.

Kritiker wollen daraus ableiten, dass er sich mit dem Artikel 2 in Ägyptens Verfassung, der bereits 1981 die Scharia zur "ersten Rechtsquelle" in Ägypten machte, nicht zufriedengeben wird, falls er Präsident wird. Andere sehen darin eine allgemeine populistische Ansage ohne politischen Inhalt. Mit Khairat al-Shater gibt es nun drei starke islamistische Kandidaten, einer von ihnen wird wohl in eine Stichwahl mit Amr Moussa, dem Ex-Chef der Arabischen Liga, kommen.

Bisher war der salafistische Kandidat Hazem Salah Abu Ismail in Umfragen zweitplatziert. Er hat jetzt Probleme wegen der angeblichen US-Staatsbürgerschaft seiner Mutter, die den Regeln für Kandidaten widerspricht. (guha/DER STANDARD, 6.4.2012)

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wenn sie sich wenigstens daran halten würden

im islam gelten andersgläubige monotheisten als dhimmis. die haben gewisse rechte und pflichten, eine extra steuer, usw... und dürfen ansonsten ihre eigene religion ausleben. dh, christen und juden sind dhimmis.

die übergriffe auf koptische christen in ägypten ist damit nicht mal durch die scharia abgedeckt... ausser man definiert einfach alle nicht-muslime als harbis, als feinde des islams.

und was soll man von leuten halten, die nicht mal die eigenen regeln beachten.

mal abgesehen davon, das die westliche gesetzgebung die selben rechte und pflichten zuerkennt, wäre die scharia ein rückschritt. die scharia war einmal modern, vor 1500 jahren.

komisch, wie wenige postings hier plötzlich sind...

während des fortdauernden Jubels in allen Medien und v.a. hier im forum zum "arabischen Frühling" wurden die wenigen, die genau auf die jetztige entwicklung hingewiesen haben noch dafür attackiert.
Hat denn wirklich jemand erwartet, dass hier plötzlich eine westliche, aufgeklärte Demokratie ausbricht?
Das wird jetzt schlicht die zweitgrößte radikalislamistische Militärmacht nach iranischem Vorbild.

"Hat denn wirklich jemand erwartet, dass hier plötzlich eine westliche, aufgeklärte Demokratie ausbricht?"

Was genau verstehen sie unter einer Wahl, bei der 10 verschiedene Kandidaten antreten können/dürfen/werden ? Ist das jetzt eine neue Form der Diktatur, nur weil auch Kandidaten antreten, die nicht so ganz ihrer Wertevorstellung entsprechen ?

zuerst vertreiben sie den Diktator

und dann wählen sie Extremisten

wundern sollen sie sich dann aber nicht...

Wer wählt Extremisten ? Die Wahlen finden Ende Mai statt und der Kandidat der extremen Islamisten wird dann wohl kaum über 10 % kommen.

und die 70-80 % Fundis, die man ins Parament gewählt hat, haben Sie die schon vergessen?

Ägypten ist ein fundamentalistisches Land, das muss man sich endgültig eingestehen.

Wie kommen sie darauf, dass Ägypten ein fundamentalistisches Land ist ? Das ist ein völliger Schmarren.

Ab in den arabischen Winter...

was Niki Lauda dazu sagt , ist noch nicht offenkundig ,
aber Sebastian Kurz hat sich zum Thema klar geäussert:
http://www.oe24.at/oesterrei... e/61431253

...schritt zurück ins mittelalter!

Gegen Dummheit ist eben kein Kraut gewachsen.

Es war vorhersehbar, daß die braven Ägypter mit ihrer Revolution nicht nur vom Regen in die Traufe, sondern vom Regen in die Schei.... kommen. Frauensteinigung, Handabschlagen, Lynchjustiz. Das ist es, worauf sich die junge ägyptische Internet-Generation jetzt vorbereiten sollte.

"Das islamische Recht, die Scharia, ist seit 1980 die Hauptquelle der Gesetzgebung" (Wikipedia)

Wieviel Frauensteinigungen gab es seit 1980 in Ägypten ? Wie oft wurden seit 1980 Hände abgeschlagen ? Haben sie etwaige Statistiken ?

...schritt zurueck ins mittelalter

Was sagt eigentlich Niki Lauda dazu?

Die Sharia ist eines der abstoßendsten Werke der Menschheit. Diese Pro-Sharia Mehrheit in Ägypten zeigt eines: diese Gegend ist hoffnunglos. Sie werden bis in alle Ewigkeit im Mittelalter bleiben. Nach außen hin werden sie immer Fortschrittswillen vorlügen (es ist gestattet, Ungläubige zu belügen), aber sie werden immer so bleiben. Der Rest der Menschheit ist gut beraten, sich nicht von dieser Shariaseuche infizieren zu lassen. Intoleranz darf man nicht tolerieren, und Sharia bedeutet vollkommene Unfreiheit und Intoleranz.

mal ehrlich

WER hätte wirklich etwas anderes erwartet ?
Ägypten, Tunesien, Libyen, Marokko, Mali,....

Wer glaubte hier gehts um Demokratie, freie Meinungsäußerung, Menschenrechte,... der irrt !!

Die peinlich dumme Gudrun Harrer

hat was dergleichen gefaselt.

Wer? Wir beide nicht aber Gudrun Harrer, zum Beispiel.

WER hätte wirklich etwas anderes erwartet ?

Die hiesiege Analysenquote und ihre Anhänger?

Und, was hat Österreich gebraucht, um eine halbwegs akzeptabel Demokratie zu werden? 2 Weltkriege und die Ausseinandersetzungen davor lass ich eh unter den Tisch fallen. Wie war es vor 70 Jahren um die Menschenrechte bei uns bestellt? Wie hätte es denn in Ägypten sein sollen? Im Februar eine "Revolution" und im September ein Oktoberfest? Nach 60 Jahren Militärhunta soll in Ägypten gleich alles klappen.

Weißt, Hasi,

Österreich hat seit Maria Theresia (und ihrem Buam, dem säkularen Peppi), ein weltliches Schulsystem, in das die Kirche zwar immer hineingespuckt, bei dem sie aber nie mehr die letzte Entscheidungsgewalt hatte (nicht einmal in der klerikal gefärbten Dikatur 1934 - 38).
Und Österreich unterlag und unterliegt der christlichen Doktrin, die bibelmäßig drauf verweisen kann, daß es Bereiche des Kaisers (= der weltlichen Macht) und Gottes gibt.
Beides waren und sind GANZ wesentliche Vorteile gegenüber den Staaten, die per Definition religiös sein müssen, wie es der Islam, auch ohne Scharia, verlangt.

Das widerspricht ja nicht meinem Posting. Ein gscheiterer Revolutionär hat nach dem Sturz von Mubarak gemeint, dass jetzt die Revolution erst beginnen wird.

Aja, die Österreicher waren ja immer Opfer und können natürlich mit erhobenen Zeigefinger urteilen.

Eine Aufklärung über Jahrhunderte, eine Revolution im Jahre 1848 - eine weitere im Jahre 1918 um die Monarchie zu beenden. Österreich ist da viel weiter

.... und die Militärhunta besteht noch immer.

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