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Kairo - Der am Wochenende gekürte Präsidentschaftskandidat der ägyptischen Muslimbrüder, Khairat al-Shater, hat mit einer Bemerkung vor einem religiösen Publikum, dass die Scharia sein erstes und letztes Ziel sei, international Aufsehen erregt.
Kritiker wollen daraus ableiten, dass er sich mit dem Artikel 2 in Ägyptens Verfassung, der bereits 1981 die Scharia zur "ersten Rechtsquelle" in Ägypten machte, nicht zufriedengeben wird, falls er Präsident wird. Andere sehen darin eine allgemeine populistische Ansage ohne politischen Inhalt. Mit Khairat al-Shater gibt es nun drei starke islamistische Kandidaten, einer von ihnen wird wohl in eine Stichwahl mit Amr Moussa, dem Ex-Chef der Arabischen Liga, kommen.
Bisher war der salafistische Kandidat Hazem Salah Abu Ismail in Umfragen zweitplatziert. Er hat jetzt Probleme wegen der angeblichen US-Staatsbürgerschaft seiner Mutter, die den Regeln für Kandidaten widerspricht. (guha/DER STANDARD, 6.4.2012)
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im islam gelten andersgläubige monotheisten als dhimmis. die haben gewisse rechte und pflichten, eine extra steuer, usw... und dürfen ansonsten ihre eigene religion ausleben. dh, christen und juden sind dhimmis.
die übergriffe auf koptische christen in ägypten ist damit nicht mal durch die scharia abgedeckt... ausser man definiert einfach alle nicht-muslime als harbis, als feinde des islams.
und was soll man von leuten halten, die nicht mal die eigenen regeln beachten.
mal abgesehen davon, das die westliche gesetzgebung die selben rechte und pflichten zuerkennt, wäre die scharia ein rückschritt. die scharia war einmal modern, vor 1500 jahren.
während des fortdauernden Jubels in allen Medien und v.a. hier im forum zum "arabischen Frühling" wurden die wenigen, die genau auf die jetztige entwicklung hingewiesen haben noch dafür attackiert.
Hat denn wirklich jemand erwartet, dass hier plötzlich eine westliche, aufgeklärte Demokratie ausbricht?
Das wird jetzt schlicht die zweitgrößte radikalislamistische Militärmacht nach iranischem Vorbild.
"Hat denn wirklich jemand erwartet, dass hier plötzlich eine westliche, aufgeklärte Demokratie ausbricht?"
Was genau verstehen sie unter einer Wahl, bei der 10 verschiedene Kandidaten antreten können/dürfen/werden ? Ist das jetzt eine neue Form der Diktatur, nur weil auch Kandidaten antreten, die nicht so ganz ihrer Wertevorstellung entsprechen ?
was Niki Lauda dazu sagt , ist noch nicht offenkundig ,
aber Sebastian Kurz hat sich zum Thema klar geäussert:
http://www.oe24.at/oesterrei... e/61431253
Es war vorhersehbar, daß die braven Ägypter mit ihrer Revolution nicht nur vom Regen in die Traufe, sondern vom Regen in die Schei.... kommen. Frauensteinigung, Handabschlagen, Lynchjustiz. Das ist es, worauf sich die junge ägyptische Internet-Generation jetzt vorbereiten sollte.
Die Sharia ist eines der abstoßendsten Werke der Menschheit. Diese Pro-Sharia Mehrheit in Ägypten zeigt eines: diese Gegend ist hoffnunglos. Sie werden bis in alle Ewigkeit im Mittelalter bleiben. Nach außen hin werden sie immer Fortschrittswillen vorlügen (es ist gestattet, Ungläubige zu belügen), aber sie werden immer so bleiben. Der Rest der Menschheit ist gut beraten, sich nicht von dieser Shariaseuche infizieren zu lassen. Intoleranz darf man nicht tolerieren, und Sharia bedeutet vollkommene Unfreiheit und Intoleranz.
Und, was hat Österreich gebraucht, um eine halbwegs akzeptabel Demokratie zu werden? 2 Weltkriege und die Ausseinandersetzungen davor lass ich eh unter den Tisch fallen. Wie war es vor 70 Jahren um die Menschenrechte bei uns bestellt? Wie hätte es denn in Ägypten sein sollen? Im Februar eine "Revolution" und im September ein Oktoberfest? Nach 60 Jahren Militärhunta soll in Ägypten gleich alles klappen.
Österreich hat seit Maria Theresia (und ihrem Buam, dem säkularen Peppi), ein weltliches Schulsystem, in das die Kirche zwar immer hineingespuckt, bei dem sie aber nie mehr die letzte Entscheidungsgewalt hatte (nicht einmal in der klerikal gefärbten Dikatur 1934 - 38).
Und Österreich unterlag und unterliegt der christlichen Doktrin, die bibelmäßig drauf verweisen kann, daß es Bereiche des Kaisers (= der weltlichen Macht) und Gottes gibt.
Beides waren und sind GANZ wesentliche Vorteile gegenüber den Staaten, die per Definition religiös sein müssen, wie es der Islam, auch ohne Scharia, verlangt.
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