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New York - Als fünfter US-Bundesstaat in fünf Jahren könnte Connecticut bald die Todesstrafe abschaffen. Der Senat des Ostküstenstaates stimmte in der Nacht zu Donnerstag für ein Gesetz, wonach anstelle der Todesstrafe lebenslange Haft ohne die Möglichkeit vorzeitiger Haftentlassung als Höchststrafe festgelegt wird. Die elf zum Tode Verurteilten, die in Connecticut derzeit in der Todeszelle einsitzen, könnten aber noch hingerichtet werden.
Das Gesetz muss nun noch vom Abgeordnetenhaus verabschiedet werden, wo die Demokraten wie auch im Senat die Mehrheit haben, und von Gouverneur Dannel Malloy unterzeichnet werden, der für die Abschaffung der Todesstrafe ist. Dies könnte noch in den kommenden Tagen geschehen.
Die Senatoren debattierten mehrere Stunden über das Gesetz, wie die Zeitung "The Hartford Courant" berichtete. Der demokratische Senator Eric Coleman sagte, der Senat könne die "Willkür und Diskriminierung" korrigieren, die die Todesstrafe gekennzeichnet hätten. Bereits 2009 hatten Senat und Abgeordnetenhaus für die Abschaffung der Todesstrafe gestimmt, die damalige Gouverneurin Jodi Rell legte aber ihr Veto ein.
Nach Angaben des Informationszentrums zur Todesstrafe (Death Penalty Information Center, DPIC) wurde seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA 1976 in Connecticut nur ein Todesurteil vollstreckt. In den vergangenen fünf Jahren haben bereits die Bundesstaaten Illinois, New Jersey, New Mexico und New York die Todesstrafe abgeschafft. (APA, 5.4.2012)
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durch die Todesstrafe ist die Möglichkeit gegeben mit einem Massenmord zu einem guten Selbstmord zu kommen.
es kann auch eine allgemeine Umgebung die unetrumständen tötet psychisch gerade nicht den Halt geben, nicht durchzudrehen
bleiben also eher die Bewussten für die Morde, welche Sie dann auch verdienen
aber die psychisch Labilen und deren Umgebung sind besser geschützt
Mit Gruß
Georg
Mittlerweile sind es:
Alaska, Hawaii, Illinois, Iowa, Maine, Massachusetts, Michigan, Minnesota, New Jersey, New Mexico, New York, North Dakota, Rhode Island, Vermont, West Virginia, Wisconsin, DC
und nun auch Connecticut.
Außer New Hampshire ist New England damit komplett. Aber in Concord ticken die Leute schon seit jeher anders.
im november wird wohl in kaliforniern über die todesstrafe abgestimmt. eine intiative mit diesem ziel wurde eingereicht.
was an der ganzen diskussion jedoch etwas weniger positiv ist: das hauptargument dort drüben gegen die todesstrafe scheint nicht die moral, sondern die kosten zu sein (die todesstrafe ist extrem teuer)... naja, vielleicht hatte dann die wirtschaftskrise doch noch ihre guten seiten...
wenn die nämlich pro todesstrafe ausgeht, ist das thema in ca für die nächsten 10-20 jahre gegessen, denn kaum einer wird sich gegen einen volksentscheid stellen...
du hast bei den argumenten der gegner deren wichtigstes vergessen: man kann meist nicht zu 100% von der schuld der hingerichteten überzeugt sein und es wurden ja auch schon viele verurteilt, die sich später als unschuldig herausgestellt haben...
zu der meinungslage in kalifornien, siehe auch diese umfrage: http://www.sfgate.com/cgi-bin/a... 1LAPF4.DTL
48% bevorzugen eine lebenslängliche freiheitsstrafe (ohne mögliche vorzeitige entlassung) der todesstrafe, während 40% die todesstrafe bevorzugen.
könnte also noch ganz spannend werden.
soweit ich das verstanden habe, ist das spezielle an der situation in CA, dass gewisse teile der anwendung der todesstrafe 1977 per referendum eingeführt wurden. und damit kann die todesstrafe nur durch ein referendum (oder natürlich einen gerichtsentscheid) nichtig gemacht werden.
das interessante ist dabei jedoch auch, dass die leute, die damals das referendum organisiert hatten (dabei gings vor allem um eine verschärfung der todesstrafe) sich heute offen gegen die todesstrafe einsetzen.
http://www.latimes.com/news/opin... 5641.story
MANCHMAL folgen auch die Wähler, wenn man ein klares Ziel vorgibt, ohne zu lavieren.
Aber dieses Thema eignet sich eben nicht zum lavieren, denn man kann niemand "ein bisschen" hinrichten....
naja, allzu viel kann da ein obama nicht machen. die einzelnen staaten wenden die todesstrafe an (es gab unter bush zwar auch einige hinrichtungen auf federalem niveau, aber die sind sehr selten).
die einfachste methode, um in den usa die todesstrafe abzuschaffen, ist dass der supreme court sie als verfassungswidrig bezeichnet (cruel punishment). und ich wäre nicht überrascht, wenn in den kommenden zehn jahren irgendwann mal so ein urteil gefällt wird...
das wichtigst was obama also gegen die todesstrafe tun kann, ist, richter zu bestimmen, die gegen die todesstrafe sind.
er kann aber gewisse hinrichtungsmethoden als cruel punishment verbieten. ein verfahren zur giftspritze hat ja 2008 immerhin für ein moratorium der hinrichtungen gesorgt.
wenn ct jetzt die todesstrafe abschafft, wer wird der nächste staat sein? hoffentlich noch viele...
der supreme court kann ganz einfach bestimmen, dass jegliche hinrichtung ein cruel punishment ist, egal wie sie durchgeführt wird, was einem verbot der todesstrafe gleichkommt.
soweit ich mich erinnern kann, hat beim 2008 urteil ein richter (ich weiss nicht mehr genau welcher) gemeint, man müsste auch die todesstrafe an und für sich überdenken, da der sinn nicht mehr gegeben sei (keine 'deterrence', etc.) und es sich hierbei um ein cruel punishment handelt.
und in den 70ern hat der supreme court immerhin ein moratorium verfügt, also die todesstrafe ausgesetzt (allerdings gings damals eher um die garantie eines rechtsstaatlichen verfahrens, nicht um die strafe an und für sich).
wenn genau das in einem verfahren eingeklagt wird. das ist weder 2008 so gewesen (da war's die methode) noch 1972 - da ging's v.a. um die willkür der todesstrafe als cruel punishment. und es wurde den staaten zu einfach gemacht, dies in ihren gesetzen zu ändern...
Sotomayor ist "left of center":
http://en.wikipedia.org/wiki/Soni... nomination
Mit Bezug auf Kagan, als einmaliger "Solicitor General" (Bundesgeneralstaatsanwalt) der USA, vertrat sie die Bundesregierung in allen Fällen vor den Bundesgerichten, was auch bedeutet, dass sie die Todesstrafe automatisch befürwortet (da das Bundesgesetz auch ist).
Sen. Graham sagt sotomayor sei "left of center", aber für den ist wohl beinahe jeder und jede "left of center"... also sagt das kaum was über ihre haltung aus. siehe auch: http://www.nytimes.com/2009/06/2... wanted=all
schlussfolgerung: weder du noch ich noch der kongress noch die nyt wissen, wo sotomayor in dieser frage steht.
was kagan betrifft: als solicitor general muss sie die "meinung" der bundesregierung vertreten. ihr verhalten als solicitor general sagt also nix aus ob sie selbst für oder gegen die todesstrafe ist. als judge kann und darf sie eine andere meinung als die der bunderegierung vertreten! also daraus zu schliessen, dass sie die todesstrafe befürwortet, ist ziemlich dumm.
Schau, du willst mit dem wenigen US-Kenntnis was du hast prahlen, und damit habe ich wirklich kein Problem. Ich hab aber einfach keine Zeit mit einem Möchtegern-Besserwisser herumzuspielen. Ja, es ist alles klar - ich bin US-Jurist und du willst mir zeigen wieviel du weißt und über mich die Oberhand letztendlich gewinnen, aber diese Nummer ist viel zu groß für dich. Ich hab einfach keine Zeit hier im Forum über juristische Einzelheiten zu debattieren, die du nicht verstehen kannst.
Wenn das dir nicht genügt, dann kannst du eine meiner Vortragsveranstaltungen freilich besuchen.
dass du mich grosskotzig zu einer "vortragsveranstaltung" einlädst, aber dann auf mein "wann und wo" nicht antwortest, war vorhersehbar. es zeigt schön auf, wieviel wert deine worte hier haben: gar keinen. heisse luft, sonst nichts. aber schön, dass das nun zumindest mal öffentlich klar ist.
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