Helikopter-Eltern zerstören Oster-Kult

Maria von Usslar, 6. April 2012, 06:15

Weil Eltern ihre Sprösslinge nicht dem freien Wettbewerb bei der Ostereiersuche aussetzen wollen, hat Colorado Springs in diesem Jahr eine alte Tradition abgesagt

Wer ein Kind in die Welt setzt, sollte schon vor der Geburt die Couchtischecken mit Schaumstoff beklebt und die Anmeldung zur Eliteschule abgeschickt haben. Denn die Welt außerhalb der Gebärmutter ist purer Darwinismus und das Kind erfährt den Wettbewerb noch früh genug. Helikopter-Eltern werden diese Erziehungsberechtigten genannt, weil sie immer um die Kinder kreisen müssen. Sie können bei der Erziehung nichts mehr der Erfahrungswelt des Kindes überlassen aus Angst, es könnte etwas schieflaufen.

In Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado hatte das fürsorgliche Verhalten der Eltern nun Konsequenzen für die Kinder: In diesem Jahr wird die Stadt keine Ostereiersuche für die kleinsten Bürger veranstalten. Bei dem traditionellen Event im vergangenen Jahr hatten sich die"parental helicopters", wie die Eltern inzwischen von Pädagogen genannt werden, nicht zurückhalten können. Sie befürchteten, dass ihr Nachwuchs nicht genug Beute einsammeln könnte, sprangen über die Absperrung auf das Feld und füllten selbst die Körbe der Nachkommen.

Eiersuche nach Sekunden beendet

Der Vater Lenny Watkins hatte sich damals ebenfalls diesem Domino-Effekt angeschlossen, wie er im Nachhinein der Nachrichtenagentur AP erklärte: "Man sieht die schönen Eier liegen und all diese Eltern, die sie aufsammeln. Da denkt man sich 'Ich sollte meinem Kind besser helfen. Ich habe ihm diese Ostereiersuche versprochen und es sollte schließlich auch einen gerechten Teil davon bekommen.'"

Die Suche sei daher nach ein paar Sekunden abgebrochen worden, weil viele Kinder sonst gänzlich leer ausgegangen wären, sagte Organisator Dave Van Ness im Interview mit dem US-Sender Fox. Die Kinder hätten gegen den aggressiven Eltern-Mob schlicht keine Chance gehabt.

"Millennium-Kinder" umkreist von besorgten Eltern

"Sie konnten einfach nicht widerstehen, über das Absperrband zu steigen und zu helfen", sagte Ron Alsop, ehemaliger Journalist des "Wall Street Journal", der ein Buch über das Helikopter-Phänomen geschrieben hat. Für "The Trophy Kids Grow Up" untersuchte er die über-umsorgten Millennium-Kinder.

Alsops Fazit: "Eltern können sich nicht mehr aus dem Leben ihrer Kinder heraushalten. Sie geben ihren Kindern nicht genügend Möglichkeiten, aus Rückschlägen und Fehlern zu lernen." In Colorado Springs zeigte sich recht anschaulich, welche Folgen das Fehlverhalten der Eltern für die Kinder hat. (Maria von Usslar, derStandard.at, 6.4.2012)

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er hat auf die frage "wieviele AmerikanerInnen kennen Sie persönlich?" geantwortet und damit zum ausdruck bringen wollen, dass man, wenn man us-amerikaner meint, auch us-amerikaner sagen soll.

vielleicht sollten wir uns auch richtig ausdrücken und dass es vielleicht nicht den typischen US-Amerikaner und schon gar nicht den typischen Amerikaner gibt?

Wir sind schließlich auch nicht alle HC-Fans :)

...wählen demokratisch, richen gut aus dem Mund

und verwesen rückstandsfrei!

ihre stichprobe hat aber einen gwaltigen bias: alle geben sich mit zumindest einem europäer zumindest so lange ab, dass der von sich behaupten kann, dass er sie kenne.

Private Sample

Mir viele auf die Schnelle auch kein anderes Volk ein, was vorzeigebar wäre.
Die Schweden nur Norweger noch am ehesten.

Wüsste aber immer noch nicht was das mit dem Artikel zu tun hat?

Tausche ein v gegen f aus.

Fielleicht auch ein W gegen ein D?

forzeigbar ;)

interessante Geschichte, die sich bei uns genauso abspielen könnte.

Die Frage ist, wer (von allen Eltern) hat als erster den Platz betreten und mitgesammelt? Das ist der wahre Übeltäter :)
Und dieser Übeltäter hätte von anderen Eltern bzw. einer Organisationsperson zurückgerufen werden können...

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