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Viveiros: "Wir müssen viel mehr in den Nachwuchs investieren. Nicht nur beim Verband, sondern auch bei den EBEL-Clubs."
Villach - Die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft startet in die vorletzte Testspielphase vor der WM der Division I (B-WM) ab 15. April in Ljubljana. In Villach geht es am Freitag (20.20) unter Ausschluss der Öffentlichkeit und Samstag (18:30 Uhr) gegen die A-Nation Weißrussland. Die Spieler der beiden EBEL-Finalisten Linz und KAC sowie NHL-Legionär Michael Grabner stehen dabei noch nicht zur Verfügung.
Im Gespräch gibt sich der seit Sommer amtierende ÖEHV-Teamchef Manny Viveiros zufrieden mit den ersten Schritten und skizziert seine langfristige Perspektive. Bei der WM hofft er auf den Aufstieg, auch wenn dies vom Verband nicht als primäres Ziel vorgegeben worden ist.
Sie sind nun ein halbes Jahr im Amt. Sind Sie mit der Unterstützung und der Kooperation zufrieden?
Viveiros: "Es läuft sehr gut. Die Kommunikation zwischen Verband und Liga ist viel besser geworden. Wir haben ein Ziel, wollen gemeinsam in eine Richtung gehen und eine Identität in die Mannschaft bringen. Diese sechs Monate sind nur eine kurze Zeit, aber wir haben etwas verbessert. Aber trotzdem ist es eine langfristige Planung. Wichtig ist, wo wir in fünf Jahren stehen."
Also ist das erst der Start?
Viveiros: "Ja, aber der Start fängt nicht mit der Seniorenmannschaft an, sondern mit der U16, mit den jungen Spielern. Da müssen wir Masse produzieren. Heuer haben wir 40 Spieler, vielleicht haben wir in fünf bis zehn Jahren 140 Spieler. Das ist unser Ziel. Aber das geht nicht von heute auf morgen."
Sind wir da auf dem richtigen Weg?
Viveiros: "Das ist die Frage. Wir müssen viel mehr in den Nachwuchs investieren. Nicht nur beim Verband, sondern auch bei den EBEL-Clubs. Wir müssen jetzt anfangen, weil das braucht viel Zeit. Die Losung ist einfach: Ein Ausländer weniger und dafür in den Nachwuchs investieren."
Nach welchen Kriterien haben Sie Ihre Mannschaft zusammengestellt?
Viveiros: "Wir müssen vorne schneller werden und hinten beweglicher. Die Jungen bringen viel Energie, sind alle eisläuferisch gut. Das ist für mich die Nummer eins, wir müssen eine schnellere Mannschaft werden. Wir suchen eine gute Mischung mit erfahrenen und jungen Spielern. Ich hoffe, dass ich das gefunden habe. Wir haben gesagt, wir geben den jungen Spielern die Chance, Erfahrung zu sammeln und zu schauen, wie es ausschaut für die Zukunft. "
Wo sehen Sie die Problemzonen?
Viveiros: "Der Talente-Pool ist in Österreich zu klein. Wir haben gute Spieler, der Plan ist aber, mehr gute Spieler zu produzieren."
In den vergangenen Jahren wurden meist die fehlenden Verteidiger bemängelt.
Viveiros: "Talentierte Verteidiger werden nicht nur in Österreich gesucht, sondern auf der ganzen Welt, auch in der NHL. Das Problem im Nachwuchs ist, dass so viel Druck da ist, dass die Kinder Tore schießen müssen. Nicht alle Kinder müssen Tore schießen, es gibt auch andere Positionen. Wir müssen schauen, dass ein junger Spieler die Chance hat, ein guter Verteidiger zu werden. Es gibt so viel Druck auf Punkte, Punkte, Punkte; aber eine gute Mannschaft braucht eine gute Mischung."
Werden Sie für die WM auch Stürmer zu Verteidigern umfunktionieren?
Viveiros: "Das ist ein Thema. Wir haben den Vorteil, dass zum Beispiel Hundertpfund beim KAC im Play-off einen klasse Verteidiger gespielt hat. Aber er will vorne spielen. Welser will vorne spielen. Heinrich kann vorne und hinten spielen. Wir müssen das positiv sehen, wenn etwas passiert, haben wir Spieler, die hinten und vorne spielen können."
Heuer wurde vom Verband als primäres Ziel nicht der Wiederaufstieg, sondern der langfristige Aufbau einer Mannschaft ausgegeben. Ist es schwierig, die Balance zwischen heute und der Zukunft zu finden?
Viveiros: "Natürlich ist unser Ziel, dass wir zurück in die A-Gruppe gehen. Ich glaube, wir haben eine Mannschaft, die das auch schaffen kann. Aber trotzdem wissen wir, wo wir stehen. Wir wollen nicht in die A-Gruppe und dann wieder zurück. Wir wollen länger bleiben. Druck ist nicht dabei, aber mit dieser Mischung glaube ich, dass wir eine Chance haben."
Grabner kommt aus der NHL, vielleicht auch Vanek. Wird da die Zielsetzung nicht anders, also der Druck größer, aufsteigen zu müssen?
Viveiros: "Wir bleiben bei unserem Plan. Aber natürlich, wenn solche Spieler sagen, dass sie für das Nationalteam spielen wollen, ist das sehr, sehr positiv. Auch für junge Spieler, die die Chance haben, von diesen Spielern zu lernen. Bringt das mehr Druck? Nein. Aber es verbessert unsere Chancen."
Was erwarten Sie von Grabner?
Viveiros: "Mein Eindruck ist, dass er eine super Persönlichkeit und ein super Teamspieler ist. Da können junge Spieler viel lernen. Nicht nur, was er auf dem Eis macht, sondern auch, was er abseits des Eises macht. Wie er in der Kabine ist, im Training, wie er lebt. Was es heißt, auf NHL-Niveau zu sein. Das ist unbezahlbar."
Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die WM? Wann ist die WM für Sie ein Erfolg?
Viveiros: "Die Erwartung ist, dass wir voll dabei sind, gut spielen und diese neue Identität entwickeln. Dass alle wissen, dass es gegen Österreich ein hartes Spiel ist, dass es eine aggressive und schnelle Mannschaft ist. Wir haben auch interne Ziele, das ist besser so." (APA, 5.4.2012)
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Infrastruktur...
Es gibt in AUT genau 2 Sporarten wo man infrastrukturtechnisch Weltspitze ist oder mit selbiger mithalten kann.
Das ist alpines Skifahren und Skispringen, eventuell noch Rodeln.
In allen anderen Sportarten ist man was Infrastruktur, Trainingsmethoden, Ausbildung, Nachwuchsarbeit & Serioesistaet mindestens 10-15 Jahre hintennach.
So hart es klingt, Spitzensport in Weltsportarten ist in AUT leider nicht moeglich, weil es eben an oben genannten Faktoren krankt.
Aber sich selbst immer "Sportland" und "Sportstadt" nennen...
Bisschen realitaetsfern.
Siehe zb unser Jörg-Haider gedenk fb-stadion an .... ein Beispiel wo man ein viel zu grosses Stadion an einen Ort hingestellt hat, wo man das Stadion nun auch für sonst nix nutzen kann. und wenn dann mal was stafffindet (Länderspiel gegen Finnland) dann kommt keiner.
Linz spielt eine spitzen saison und hat 100 Zuschaue rim schnitt mehr als der für di ePlayoffs nicht qualifizierte VSV mit einer horror saison. Salzburg sowieso unter ferner liefen. die zuschauerzahlen sind für die Caps mit der ausgebauten halle zwar besser aber immer noch weit weg von "einer millionenstadt würdig".
Sicher ist es aber auch ein bissl ein vermarktungsproblem, wir haben in den vereinen und verbänden halt keine profis sitzen sondern nur ehrenamtliche Mions&Co
Irgendwie haben Eishockey- und Fussball-Nationalteam viel gemeinsam: Die Abwehr sind die Problemzonen. Das könnte daher kommen, dass es in der Jugend Usus war, dass die weniger Talentierten in die Abwehr mussten. Aber gerade im modernen Mannschaftssport werden Spiele oft durch die Defensive gewonnen.
das problem ist wohl, dass die abwehr weder im modernen eishockey noch im moderenen fussball ausschliesslich für das defensivverhalten zuständig ist sondern die ganze mannschaft angreift und verteidigt.
ich finde wir haben gerade im fussball mit alaba, fuchs, garics, dibbon, stranzl, schiemer, drago, pogatez, ortlechner, sutter, ev auch noch prödl sehr gute spieler für die "abwehr".
?
Mussen.
?
Mussen. Weil mussen. Mussen.
Mussen?
Absolut! Mussen.
Und mussen?
Ja, mussen. Mussen heute, mussen morgen. Mussen.
Mussen auch gestern?
Hätten schon gemusst.
?
Gemusst.
Mussen morgen?
Hoffe dass auch morgen mussen.
Mussen immer?
Absolut!
Sie haben mir gefehlt, die Interviews mit dem Indianer, der muss.
aber ich glaube, dass mit der infrastruktur in österreich die zurzeitige masse das maximum ist. also kann eine weiterentwicklung des österreichischen eishockeys nur über einen ausbau an eishallen funktionieren. ergo muss eishocke von einem randsport, den nur ein kleiner haufen von idealisten ausübt zu einem breitensport werden.
desweitern wäre die verantwortlichen im verband auch gut beraten, die sommerliche alternative -in-line hocke- nicht so stiefmütterlich zu behandeln.
dadurch, dass man das auf jeder betonplatte im sommer spielen kann, könnten dort ein oder zwei unentdeckte talente darunter sein.
man kann es nicht nur auf die eisflächen schieben, ich weiss nur dass es für Hobbyspieler nicht unbedingt einfach ist.
Wir haben in Wien immer im Happyland in Klosterneuburg gespielt, die eiszeit hat mitte november (frühestens) begonnen und mittre februar war schluss. sobald es nur einmal 5 tropfen geregent hat, war nix mit eis, weil dann hätte der maxl ja 2 msal extra im Kreis fahren müssen mit seiner eismaschine.
ich habe dann erfahren, dass der eislaufplatz ein verlustgeschäft ist, soll heissen jeden tag wo sie kein eis machen "müssen" ist für das happyland ein gewinn.
Hat mich nachdenklicj gestimmt, weil die zeiten waren die ganze saiosn am abend ausgebucht und untertag werden sie wohl auch schulen sowie publikumslauf am eis haben.
unter jeder Betonplatte ein bis zwei unentdeckte Talente ... das müssten Summa summarum so an die 600.000 sein, vielleicht sogar mehr als eine Million.
Also her mit dem Presslufthammer!!!
ein teil des problems ist, dass es zu wenig eisflächen gibt und diese dann natürlich entsprechend teuer sind. darunter leidet der nachwuchs genauso wie wir hobbyspieler.
außerdem kann eishockey halt auch sehr kostenintensiv und aufwändig sein: im winter muss ich meinen junior jedes mal mit dem auto zum training und spiel fahren und dann will er natürlich keine gebrauchte, sondern eine neue ausrüstung (und zwar das teuerste vom teuren). im sommer kriegt er ein paar fußballschuhe und schienbeinschoner und fährt mit dem radl zum training.
aber das größte problem sehe ich darin, dass es im nachwuchs viel zu wenig gute trainer gibt. da müsste man anfangen zu investieren. manchmal ist halt doch qualität wichtiger als quantität.
Halte die Anzahl der Eisflächen für sekundär, es gi bt genug Länder, die mit zum Teil deutlich weniger Eisflächen ähnliche bzw. bessere Ergebnisse erzielen als Ö (Lettland, Dänemark, Norwegen Slowenien, Kasachstan, Ukraine). Was den Spitzensport betrifft, wird in Ö mit der vorhandenen Infrastruktur einfach zu wenig gemacht, Eisflächen wären dafür an sich genug da (was nicht heißen soll, dass mehr Eisflächen zB für den Breitensport nicht super wären).
Also in Norwegen gibts (müssen ja nicht immer Hallen sein) sicher mehr Eisflächen als bei uns und Slowenien, Kasachstan, Ukraine(B Nation)sind alles Hockeyländer (Lettland sowieso) wo von 10 Kindern 6-7 beim Hockey landen. Da muss keiner um Eiszeit kämpfen.
Und wie exilkärntner gesagt hat hängen da viele sovieso an den grossen Nachbarn dran. Bei uns alles nicht möglich.
Braucht doch keiner glauben es war ein Zufall, dass mit dem Ausbau der Eishallen (und professionellen Trainern) es in der schweiz bergauf ging-die Anzahl der Hockeyspieler hat sich dort verdoppelt.
Wie soll ein Kind aus zum hockey kommen wenn die nächste Halle 30 Kilometer entfernt ist, der nächste tennisplatz aber nur 4 und das Fussballfeld ums eck steht-think!
sind aber historisch bedingt schon hockeynationen.
irgendwie liefen die doch mal unter CCCP auf ;)
ein sog. relativer vorteil. obwohl gerade kasachstan wohl diesen auf absehbare zeit verlieren wird.
norwegen und dänemark profitiert von der nähe zu schweden und finnland. die dänen speziell sind recht verbandelt mit dem schwedischen verband. gute spieler werden dort gleich in die schwedisch hockeyschule geschickt.
mit slowenien stimmt das zwar. das ist aber glaube ich die ausnahme der regel.
@exilkärntner - stimme vollständig zu.
Die meisten haben noch nicht verstanden, dass ausreichend (Kunst-)Eisfläche vorhanden sein muss, damit ausreichend Kinder anfangen Eiszulaufen und später dann Eishockey zu spielen...Der KAC besitzt 2 Eisflächen, bei VIC aktuell 3 d.h. - damit gibt es auch nicht genug Platz für mehr Nachwuchsarbeit. Oder sollen die Kinder das Eislaufen im Turnsaal lernen ?
Killias (früher mal österr.Teamchef) hat mehr Infrastruktur (Hallen) schon vor 30 Jahren gefordert, da er aus der CH die Situation genau kannte. Geändert hat sich danach im österr. Eishockey nicht viel, verständlich, wenn ich mir das Top Management um Kalt & Co ansehe. Diese Buffet Tiger weg und Leute wie Daum, Gilligan, Weber her, damit sich was be
Eben wir brauchen darum auch gar nicht lange rumreden-ohne Eisflächhen keine Spieler.
Ich komm aus der Gegend um Linz wenn man da die (vernünftigen) Eishallen beginnt zu zählen (linz,amstetten,Wels?,aus) ist man schnell fertig-wie soll das also gehen?
Um halbwegs mitzuhalten (mit den A-Nationen) müsste bei uns wirklich aus jedem talent was gemacht werden, das wär die einzige chance- und auch das geschieht sicherlich nicht.
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