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In einem aktuellen Interview mit "Businessweek" geht Google-CEO Larry Page auf eine Reihe von mit dem eigenen Unternehmen verbundenen Themen ein. Die überraschendste Antwort liefert er aber wohl, wenn es um den derzeit wohl größten Konkurrenten und dessen vor einigen Monaten verstorbenen Chef geht. All die starken Worte von Steve Jobs gegenüber Android seien nur "Show" gewesen, zeigt sich Page überzeugt. Vom Apple-Gründer ist etwa überliefert, dass er es als Ziel ausgegeben habe, "Android zu zerstören".
Strategisch
Es gebe viele Unternehmen, die eine künstlich aufgebauschte Konkurrenzsituation verwenden, um die eigenen MitarbeiterInnen und NutzerInnen hinter sich zu versammeln. Insofern habe diese "Feindschaft" schlicht den Interessen von Apple gedient. Page betont dabei, dass er selbst wenig von solch einem Konzept halte, ihm sei viel wichtiger herauszufinden, was alles möglich ist, und wie man die Welt besser machen könne, anstatt sich an der Konkurrenz zu orientieren.
Austausch
Auch die immer wieder kolportierten persönlichen Differenzen zwischen den beiden CEOs habe es schlicht nicht gegeben. Er habe Jobs regelmäßig zu einem Gedankenaustausch getroffen, der immer in sehr netter Atmosphäre verlaufen sei, so Page. Das letzte Mal habe man einander getroffen, als Jobs bereits stark von seiner Krebserkrankung gezeichnet gewesen wäre. Page betont, dass er es als Ehre begriffen habe, dass der einstige Apple-Chef ihn noch zu so einem späten Zeitpunkt empfangen habe. Kern der Diskussion sei gewesen, wie man erfolgreich ein Unternehmen führt - worin Jobs ja reichlich Erfahrung aufgewiesen habe.
Klagewelle
An anderer Stelle in dem Interview zeigt sich Page dann reichlich unzufrieden mit einem aktuellen Trend in der Branche, der auch nicht zuletzt von Apple vorangetrieben wird: Die derzeit beinahe schon täglich neuen Patentklagen zwischen den Herstellern. Es sei sehr einfach nur traurig, dass sich die Industrie in diese Richtung entwickle. Anstatt Geld in die Entwicklung neuer Produkte zu stecken, wandere dies immer öfter in die Taschen von RechtsanwältInnen, was eine Verschwendung sei. Page sieht darin ein Vorgehen, das nicht zuletzt Unternehmen nutzen, die nicht mehr richtig mit dem Markt mithalten können.
Update 6.4.:
Deutlichen Widerspruch zur Darstellung Pages setzt es von Seiten des Autors der offiziellen Jobs-Biographie, Walter Isaacson: Die Abneigung des Apple-Gründers gegenüber Android sei "echt" gewesen. Jobs habe es rasend gemacht, dass sich eine Wiederholung der Geschichte abzeichnete: Wie einst Mac OS von Windows wurde iOS mittlerweile auch von Android in Hinblick auf die Verbreitung überholt, beides nach Jobs Ansicht nur "billige Kopien" der Apple-Systeme. Jobs habe dies persönlich genommen, es ging ihm dabei auch nicht ums Geld sondern tatsächlich um die Zerstörung von Android. (red, derStandard.at, 5.4.2012)
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Ich habe früher auch so gedacht. Aber Apple scheint wirklich gut davon zu leben, NICHT total "Mainstream" zu sein.
Wenn eine gesamte Modebranche, für Hosen, Anzüge, Kleider, Schuhe, Taschen, Parfums, Hüte, Koffer, ... und mit vielleicht 200 mehr oder weniger "exclusiven" Herstellern mit diesem Modell funktioniert... dann wird es ja wohl auch ein-zwei Hersteller in der Computerbranche schaffen können, oder? :) Apple "verliert irgendwann das Monopol", das mag sie ärgern; aber wenn die Firma nicht wieder von Unfähigen geführt wird, können sie auch in der "Nische" super leben.
entweder ich will ein cooles, hippes Nischenprodukt machen, dann muss ich mich nicht wunder, wenn ich von einem Mainstreamprodukt überholt werde, oder ich kämpfe mit anderen Mainstreamprodukten um den Mainstreampokal und versuche die anderen zu zerstören, beides geht halt nicht.
... sind ja kein unbedingter Widerspruch. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sie hier einen "Wettstreit wie Gentlemen" ausgetragen haben, wohlwissend, dass und wie sie einander angreifen, auf der anderen Seite aber persönlich ein gutes Verhältnis pflegten. Es muss nicht immer so kleinlich zugehen wie bei den Fanboy-Kriegen... ;P
als wäre die Internet-Branche fest in der Hand von Halbwüchsigen. Facebook, Google... ich weiss noch nicht ob ich das gut oder erschreckend finden soll.. Ich warte auf den Tag an dem uns ein Pubertierender Internetfreak erklärt wie die Welt funktioniert...
...auch die weitere Entwicklung - bis weit in den gesellschaftspolitischen Bereich hinein - hat man, nichtsahnend der Folgen, schon seit langem den jungen Computerfreaks überlassen!
Und dabei diese total unterschätzt!
Und die haben ihren Zugang und ihren Einfluss auf die junge Generation genutzt, um diese in den kommerziellen Schlepptau zu nehmen...
...und dabei, ohne die Alten viel zu fragen, innerhalb relativ kurzer Zeit eine neue und sich dynamisch verselbständigende Welt aufzubauen...
Anfänglich fast eine Parallelwelt…
Es gibt jede Menge Gerichtsverfahren, die derzeit wegen Android laufen und von Steve Jobs gestartet wurden. Er hatte viele Gründe.
Gerade kam ein Dementi raus
http://www.macrumors.com/2012/04/0... -was-real/
Android war Jobs größter Feind.
Mir ist das völlig wurscht - also unnötig mich zu bashen.
Jobs sprach ja nicht umsonst vom "Nuklearkrieg". Derartige geistige Patente sind primär - wie Atomwaffen - als Verteidigung gedacht. Man will sie nicht einsetzen sondern die bloße Drohung reicht, um andere Einigungen zu erzielen.
Außerdem: Jobs hatte einmal ein bahnbrechendes Produkt, den Mac, dessen Key-Festure dann von der Konkurrenz, Microsoft, kopiert wurde - Apple wurde Nischenmarke, Jobs flog raus. Daß ihm sowas nicht ein zweites Mal passiert, das wird Job definitiv nicht auf die leichte Schulter genommen haben...
richtig erkannt - auf Larrys Meldungen würde ich ich nicht zu viel geben. Wenn Jobs etwas öffentlich sagte, dann war das sicher so gemeint. Er war stets in jedem Detail exakt, was Meldungen nach außen betrifft. Obwohl hier sicher einige Sicherungen bei Jobs brutzelten.
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