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vergrößern 645x430Den Gardasee zu Füßen, den Infinity-Pool zur Hand: Luxus hoch über der Riviera Bresciana.
vergrößern 500x485Anreise & Unterkunft
Lefay Resort & Spa Lago di Garda
Air Dolomiti fliegt täglich zweimal, samstags
einmal von Wien nach Verona.
Um einen Aston Martin zu versenken, wie bei den Dreharbeiten zum letzten Bond-Film, gibt es kaum schönere Plätze. Zu bedenken gilt es freilich: Die Damenwelt ist uneins, ob man sein und tun soll wie Daniel Craig.
Einig sind die Damen auf der Lunchterrasse des Lefay Resorts in Gargnano nach Burrata und Renke, dass man sein Quantum Trost nicht Sekunden nach dem Britbolidenversenken von der Gardesana Occidentale in Siena suchen muss, wie weiland Craig nach einem geografisch harten Schnitt als James Bond. Das geht auch am Gardasee ganz gut. Die Journalistinnen von News und First, von Österreich, von der Wienerin und vom Wiener entspannen sich auf der Terrasse fröhlich nach einem Engelsflug, der noch vor mir liegt.
Air Dolomiti hat die Runde über die Alpen geflogen, das Resort Lefay geladen, auf dass die Journalistinnen und der Journalist von ihren Annehmlichkeiten im Allgemeinen und von den neuen Errungenschaften der örtlichen Spa-Behandlung berichten. Zwischendurch lädt eine Boutique in Saló en passant zu Sekt und Schnittchen und packt den Damen ein Seidentuch, dem Herren einen Leinenschal ins Pressekit, damit sie ihren Leserinnen und Lesern erzählen, dass man hier auch gerne den ganzen Laden schließt für Essen oder Besuche, um dort bei einem netten Lunch oder Dinner Missoni, Ralph Lauren und Co zu kaufen. Ja, Russen sind gute Kunden, aber auch Deutsche, Schweizer, Österreicher sind und werden gern gesehen. Swarowskis zum Beispiel sollen nicht weit von hier eine ihrer bescheidenen Bleiben haben.
Traumblick ohne Kaufzwang
Der Reisejournalismus kennt noch kein Anfütterungsverbot. Der Ehrenkodex der österreichischen Presse verlangt zu nennen, wer geladen hat.
René Benko war es diesmal nicht, dessen Luxusferienvillenresort muss aber ganz in der Nähe liegen. Bei Herrn und Frau Leali braucht man keine ganze Villa zu kaufen für den Traumblick über den Gardasee, auf Monte Pizzocolo und Monte Castello, über das Prachtstück eines Infinity-Pools.
Alcide Leali wurde gerade zu Italiens "Unternehmer des Jahres" erklärt, als der Stahlkonzernerbe 2003 die von ihm gegründete Fluglinie Air Dolomiti ganz an den Partner Lufthansa weiterreichte. Dem Manne schien es noch viel zu früh, zum Unterlasser zu werden. Das passende Kleingeld hatte der Mann ja für elf Hektar Grund hoch über dem Gardasee, am Nordrand der Brescianer Riviera.
Um eine Hügelkuppe, gut 40 Kehren und eine Handvoll harmlosere Kurven hoch über Gargnano, legte Leali mit seiner Familie ein langes Band von Juniorsuiten und Suiten mit Garten oder Balkon und Panoramablick. Ökozertifiziert und -ausgezeichnet mit Fotovoltaik, Hackschnitzelheizung, Regenwasseraufbereitung, sieht man sich in Sachen Umwelt führend in ganz Südeuropa. Womit wir schon wieder bei den Engeln wären.
Rituale gegen Stimmungsspitzen
Ganz besonders stolz sind die Lealis, ihr Sohn führt das Hotel, was der Arzt ihres Vertrauens für das Spa so entwickelt hat. Wer sich vier bis zehn Tage Zeit nimmt, dem empfiehlt Doktor Maurizio Corradin eines von vier Ritualen, die er aus Chinesischer Medizin und ihrer westlichen Schwester entwickelt hat. Vier Rituale wie vier Jahreszeiten, die sich als Energiebewegungen auch im eigenen Körper wiederfänden.
Gegen frühlingshafte Impulsivität, Zorn, Reizbarkeit hat der Mann den "grünen Drachen", gegen sommerliche Übererregung, Ratlosigkeit und Beklemmung rät er zum "roten Phönix", gegen herbstliche Melancholie soll der "weiße Tiger" helfen, mit 350 Euro übrigens der teuerste Spaß, die "schwarze Schildkröte" kommt gegen winterliche Panik und Isolation zum Einsatz.
Alle Tiere materialisieren sich als Aktivität, etwa Yoga oder Qigong an den passend gestalteten Plätzen im weitläufigen Garten, Physiotherapie, energetische Körper- und Gesichtsmassage. Die Gesichtsmassage beginnt, wie ich etwas überrascht berichten kann, an Händen und Füßen. An Punkten, die mein Gesicht strahlen lassen, sagt mir Monica, meine Masseurin, und ich freue mich noch darauf. Entspannt hat sie jedenfalls.
Vom "Flug des Engels" weiß ich ja neben vielen anderen interessanten Erkenntnissen, dass "die Freude von seinen Füßen aufsteigt". Der Flug, das ist Doktor Corradins Empfehlung für Menschen mit weniger Zeit, aber allen Sinnen. Mit Essenzen (ich: einmal Orange, einmal Koriander), farbigem Licht, einer Frauenstimme, die von der CD erzählt, wo und wie sich der (irgendwie ja in uns allen schlummernde) Engel gerade in den Lüften bewegt, lässt Monica mich spüren, wie sich das für Engel anfühlen könnte. "Die Welle kommt, die Welle geht" - da besonders oft. Und ausgesprochen angenehm.
Wobei die Geschichte vom Engel auf Italienisch bestimmt noch etwas runder und schöner klingt als auf Deutsch, wenn der Engel etwa "auf dem Berg hockt". Und ob die Freude von den Füßen aufsteigt, kann man ja auch nur einfach spüren. (Harald Fidler, Rondo, DER STANDARD, 6.4.2012)
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weiches posting weiter unten? nochmal, ganz langsam für dich: wenn ein privates unternehmen (das ist eines, das irgendjemandem gehört, das nicths mit steuergeldern zu tun hat) irgendjemanden zu irgendwas einlädt dann geht das niemanden was an. wenn du eine privatausgabe tätigst geht das niemanden etwas an. wenn du privat irgendjemanden zu irgendwas einlädst geht das niemanden etwas an.
ps: ich sieze keine anonymen nicks.
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