Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 645x430Die Amish führen ein Leben wie vor 300 Jahren, ohne Elektrizität, ohne Autos und ohne moderne Baumaschinen. Ausnahmen bestätigen aber die Regel.
vergrößern 645x430Das Leben der Amish orientiert sich an den Regeln der "Voreltern", die einst aus religiösen Gründen aus Europa flüchteten.
vergrößern 645x429
vergrößern 645x484Strenge Kleiderordnung am Tag des Herrn: Männer schwarz-weiß, Frauen etwas bunter.
vergrößern 645x460Neuerungen wie die Fiberglaskutschen mit LEDs und Solarzellen werden zugelassen, aber nur, wenn der Kirchenältestenrat das will.
vergrößern 645x430
vergrößern 500x595Anreise & Unterkunft
Flug nach Chicago, zum Beispiel mit www.austrian.com, weiter mit dem Mietauto nach Indiana (200 km). Die Amish leben im Norden des Bundesstaates, rund um Nappanee, Elkhart, Goshen, Middlebury und Shipshewana. Die besten Infos zum Leben der Amish bietet Amish Acres in Nappanee.
Galopp am Horizont. Mit Karacho nähert sich die Pferdekutsche, rauscht mit einem sportlichen Klackern vorbei und verschwindet wieder. Mit einem altmodischen Buggy, wie man ihn aus unzähligen US-amerikanischen Amish-Spielfilmen kennt, hat das schwarze Gespann nicht viel gemein. "Ja, unsere Buggys sind toll, oder?" Steven Yoder, 46 Jahre alt und Vater von fünf Kindern, hat ein schelmisches Grinsen im Gesicht. Spitz und frech wandern hinter seinem Rauschebart die Mundwinkel nach oben, hochgezogene Augenbrauen, der Zeigefinger im Himmel. "Wir sind nicht so altmodisch, wie alle glauben. Nur weil wir uns für ein einfaches Leben im Geiste von Gott und Familie entschieden haben, heißt das ja noch lange nicht, dass wir hinterm Mond wohnen."
Yoder winkt herbei, ganz so, als wolle er einem ein streng gehütetes Geheimnis anvertrauen. "Schau einmal, das ist das neueste Modell am Markt, wird bei uns in der Gegend produziert. Ein Dachwägle für vier Personen, 9000 Dollar mit allem Drum und Dran." Stolz öffnet er die Türe, schaltet die Vorder- und Rückscheinwerfer ein und klopft gegen die Karosserie. Überraschend leichter Klang. "Alles Fiberglas! Das ist zwar teurer, aber dafür müssen die Gaule nicht so viel schleppen wie bei einer normalen Kutsche. 150 Kilogramm Leergewicht. Und oben auf dem Dach gibt es Fotovoltaik-Zellen für die LED-Lampen. Was will man mehr?"
Schnelles Wachstum
Die Amish in Nappanee, Indiana, zählen zu den liberalsten Amish-Gemeinden der USA. Hoch im Norden des Bundesstaates, rund hundert Kilometer östlich des Michigan-Sees, da, wo der Weizen so golden wie die Morgensonne und der Mais so hoch wie ein Einfamilienhaus stehen, leben rund 20.000 Menschen, die der Glaubensrichtung der Anabaptisten angehören.
Nachdem sie sich im 17. Jahrhundert von den Mennoniten abgespaltet hatten, wurden sie in ihrer Heimat in der Schweiz, in Süddeutschland und im Elsass verfolgt und hingerichtet. Die letzten paar hundert Amish wanderten daraufhin nach Nordamerika aus. Die meisten landeten in Pennsylvania, manche davon zogen weiter nach Ohio und Indiana. Mit rund 250.000 Mitgliedern zählt die Community heute zu den schnellstwachsenden Religionsgruppen der USA, Tendenz steigend.
Gottes Haus ist eine Scheune
"Ja, ja, später erzähle ich dir noch mehr, aber jetzt muss ich mich beeilen. Das Gebet fängt gleich an." Yoder betritt seine Scheune, in der bereits 30 Familien in ihren feinen Sonntagsstoffen und weißen, gestärkten Capes Platz genommen haben, zieht den Hut vom Kopf und steckt ihn zu den anderen siebzig, achtzig Männerhüten ins Regal. Kirchen gibt es im Amish-Land nicht. Zu nobel, zu protzig, zu aufwändig. Stattdessen wird die Scheune für einen Tag der Woche abwechselnd umfunktioniert und temporär mit Stühlen und Bänken bestückt. Mal die der Yoders, mal die der Hochstetlers, mal die der Millers.
Kein Wunder, dass die Rushhour am Tag des Herrn am wildesten ist. Hunderte Familien galoppieren mit ihren modernen Dachwägles übers Land und sorgen so dafür, dass die Gemeinschaft regelmäßig zusammentrifft, dass jedes einzelne Mitglied mal Gast und mal Gastgeber ist. Auf den meisten Highways und Interstates rund um Nappanee, Goshen und Shipshewana gibt es eigene Fahrstreifen für Buggys. Autounfälle mit den Pick-ups und Vans der ganz normalen, in der Gegenwart lebenden Amerikaner sollen auf diese Weise reduziert werden.
Stille in der Scheune. Das Gebet fängt an. Kein Klavier, keine Blockflöte, kein Gitarrenklang. Drei Stunden lang wird gebetet, aus der Bibel gelesen und gesungen. Statt auf einen Altar zu blicken, wird das Scheunentor geöffnet, und man sieht hinaus auf Weizenland und Himmel. Obwohl die Amish stolz darauf sind, aus Respekt ihren Vorfahren gegenüber immer noch Deutsch zu sprechen, ist nach 300 Jahren linguistischer Isolation nicht viel zu verstehen. Am ehesten erinnert das Pennsylvania-Deutsch an eine durchamerikanisierte Mischung aus Schwyzerdütsch und Jiddisch.
Schwarz, weiß, süß, sauer
"Es Leba isch eenfach, oba schee", sagt Yoder in einem Gebet kurz vor Ende. "So kenne ma verbunne si med unschre Voreldre und yetz nau so leba, yust far sie schunn demalsch g'leba hen. Denke em Herr." Die Traditionen der Ahnen, der sogenannten Voreltern, aufrechtzuerhalten ist neben dem göttlichen Gehorsam und dem Leben in Autarkie und technischer Unabhängigkeit das wichtigste Prinzip der Amish. Nicht nur die Kleidung, nicht nur die Pferdekutschen, sondern auch die Häuser ohne fließendes Wasser und ohne "Leckdrick", also ohne Elektrizität, sollen daran erinnern.
Nach der Messe wird zur Agape geladen. Die Gastgeberinnen servieren Brot, Marshmallow-Creme, Butter (Burro), Apfelmarmelade (Abbelburro), eingelegte Rote Beete (Rotriebe) und gekochten Kukuruz (Weleschken). Dazu gibt es Lutbeg, selbstgemachten Cidre. Die Mischung aus süß und sauer ist gewöhnungsbedürftig, und so richtig scheint die Mahlzeit niemanden zu begeistern. "Isch eenfach, oba es mech sadd", sagt Laureen Beachy. Die schwarze Haube, die ihr Haar bedeckt, signalisiert, dass sie aus der Nachbargemeinde dazugestoßen ist. Alle anderen Frauen tragen Weiß. "Ja, wir kommen aus Shipshewana, das ist circa 30 Meilen nordöstlich von hier. Aber bei dem heißen Wetter reitet es sich nicht gut, da werden die Gaule grantig. Wir sind mit dem Taxi gekommen, das geht schneller. Jetzt schaust aber, was!"
Das moderne Leben
In Nappanee, so scheint es, geht es mehr um den Willen als ums Prinzip. "Wir haben unsere Vorschriften, aber niemand braucht sich zu verbiegen", erklärt Steven Yoder. Und zeigt die neuesten Errungenschaften im Haus: einen Kühlschrank mit Gaskompressor, eine elektrisch betriebene Waschmaschine, die der Ältestenrat bewilligt hat, weil seine Ehefrau unter einem dreifachen Bandscheibenvorfall leidet, und vorne an der Straße steht ein Hütterl mitsamt Dieselgenerator. "Das ist unser Gemeinschaftshaus mit Telefon, Fax und Computer. Die Brieftauben sind halt auch nicht mehr das, was sie einmal waren."
Am Nachmittag sitzen die Yoders mit ihren Freunden und Verwandten unter dem großen Baum, trinken Kamilleneistee und essen frisch gepufften Popcorn. Sonntagsparty nennt sich der Tagesausklang. Abe Borkholder, einer der Eldeschen, der Kirchenältesten in der Gemeinde, späht hinüber zum knallroten Mietauto, das vor dem Haus steht. "Mehr als ein PS, was? Können wir mal eine kleine Spritztour drehen, Fremdling?" (Wojciech Czaja/DER STANDARD/Rondo/6.4.2012)
Vor 25 Jahren trat Nirvana erstmals auf. Ihre Jünger pilgern bis heute in die Hauptstadt des Grunge. Doch der raue Seattle-Sound ist aus Garagen ins Museum gesiedelt
Ein Vorort von Chicago als architektonische Schatztruhe: Hier glänzen die Wohnstraßen mit gepflegten Häusern des jungen Frank Lloyd Wright - Der Herbst steht dem Städtchen besonders gut
Seit 100 Jahren kommt das Wasser für Los Angeles aus der herrlichen Outdoor-Region Owens Valley in Kalifornien. Fischen kann man hier das ganze Jahr
Erstmals können auch internationale Touristen am jährlichen "Sheep is Life"-Workshop der Navajo teilnehmen und ihre Lebensweise kennenlernen
Einmal wie ein Cowboy leben und dabei auf kein bisschen Luxus und Komfort verzichten. Wer das nötige Kleingeld hat, kann das in Montana tun
Mardi Gras, der "fette Dienstag", wird am Faschingsdienstag vor allem in New Orleans, Louisiana und in Mobile, Alabama, gefeiert
Die Vampir-Saga "Twilight" hat ein kleines Holzfäller-Kaff im nordwestlichsten Eck der USA über Nacht berühmt gemacht. Alexandra Riegler sah sich um
Urlaub mit Cowboys, amerikanisches Erbe: Wer Bisons zählen, Kälber branden und Bullen packen will, kann in Colorado richtig Hand anlegen
James Bond ist in aller Munde, seine Gegner sind oft nur Beiwerk. Eine Ausstellung im Spionagemuseum in Washington DC widmet sich der Bond-Feinde
Einbau neuer Treppen und Aufzüge - Glände weiterhin frei zugänglich
In den Universal-Themenparks in Orlando, Florida, soll in Kooperation mit der Hotelmarke Loews ein Hotel im Stil der 50er Jahre errichtet werden
In Nashville entsteht ein Museum für den Musiker. Es soll im Sommer 2012 eröffnet werden und die umfassendste Sammlung über den Künstler beherbergen
Er nennt sich "Dr. Beach" und kürt jährlich die schönsten Stände der USA. 2012 ist das der Coronado Beach in San Diego. Wir zeigen die zehn besten
In Provincetown ist der Bär los. Jedes Jahr im Juli verwandelt sich die Halbinsel Cape Cod im Osten der USA in ein Paradies für Gay Bears aus aller Welt
Für die Anrainer entwickelt sich der riesige Hollywood-Schriftzug in der Hügellandschaft über Los Angeles zunehmend zum Ärgernis
Etablierte Kunst und grobe Vorstadt ergeben in Miami einen ganz besonderen Mix, findet Robert Haidinger
Zwischen Death Valley und Mesa Verde: Schlaglichter einer Rundfahrt durch den trockenen Südwesten der Vereinigten Staaten
Nach 22 Jahren wird nun ein Gesetz aufgehoben, das es Menschen mit HIV/Aids unmöglich machte, in die USA einzureisen
Eine Reise nach Memphis: In der Full Gospel Tabernacle Church warten Reverend Al Green und die Bekehrung.
Michael Völker sah das Licht
10-Dollar-Einreisegebühr in USA: Keine Gegenmaßnahmen geplant. Deutscher Innenminister Schäuble: Mit Gegenargumenten ausräumen
Mit der Finanzkrise kehrt auch der Schmutz in die Stadt zurück. Er ist nie fort gewesen
Zehn Dollar Gebür für Kurzaufenthalte in den USA. Einnahmen sollen der Tourismusförderung dienen. Von der Europäischen Union kommt Kritik
Wer schon immer wissen wollte, wie sich ein Mann fühlt, der zwei, drei oder gar vier Frauen hat, kann sich jetzt bei einer Tour hautnah informieren
Habe mich mal lange mit einem Mennoniten in der Nähe von Kitchener, Süd-Ost-Kannada unterhalten. Das hat zwar das lokale Mennoniten-Museum betrieben, ist aber aus der Gemeinde mehr oder weniger ausgetreten und hat ein ganz "normales" Leben geführt.
Er hat von den strengen Regeln gesprochen, die in den Gemeinden herrschen, von der persönlichen Unfreiheit und dem hohen psychologischen Druck, von den arrangierten Ehen mit Verwandten, vom Verstoßen der Kinder, wenn Sie diese Art des Lebens nicht führen wollen.
Alles in allem hat sich das nicht so besonders nett angebhört.
Und die Menschen sehen teilweise ziemlich schlimm aus. Aber kein Wunder, nach 300 Jahren Fortpflanzung innerhalb der eigenen Familie.
Also einfach ist anders.
Wir sind überwiegend selbst dafür verantwortlich, unter den individuell gegebenen Rahmenbedingungen sein Glück zu finden.
Auch wenn es sperrig klingt, ist es so. Wenn da die Auswirkungen nicht wären, die Entscheidungen mit sich bringen....ich weiß das selbst nur zu genau.
Und doch, kann der Mensch schon viel zu seiner eigenen Zufriedenheit und Glück beitragen. Viel mehr als die meisten von uns glauben. :-) Nur Mut!
ein eintscheidungsfreudiges Osterwochenende,
H.P.
durch ihr intensives bibelstudium wissen sie um die schattenseiten des kreditgeldsystems natürlich bescheid. sie verzichten lieber auf techologie anstatt einen kredit zu nehmen der sie erstens den hof kosten könnte und zweitens u. noch schlimmer müssten sie sich moralisch korumpieren lassen und sich dem willen des geldgebers unterwerfen, wovor sie in der bibel gewarnt werden.
sie haben nicht vergessen weshalb sie aus europa weg gegangen sind, während die meisten anderen amerikanischen siedler längst vom alten system welchem sie einst entfliehen wollten eingeholt wurden.
sie könnten die usa neuaufbauen währen die ungebildeten die durch übermässige kredit nahme und konzum das haus verloren haben nicht die willensstärke haben werden.
mathematik und physik entwickelt, konzepte der menschenrechte formuliert, die evolution entdeckt und beschrieben,... Während diese spinner in repressiven gesellschaften voller vorurteile, vorschriften und familiärer gewalt vegetieren.
Man muss schon ein ziemlicher schwammkopf sein, um dazu einen kommentar wie deinen abzugeben.
Sie haben die Amish noch nie besucht, oder? Sie sind alles andere als was Sie hier geschrieben haben! Ich habe Sie in Pennsylvania besucht, und sie waren die gastfreundlichste Leute, die ich jemals kennengelernt habe. Mit 18 macht jedes Mitglied eine sogennante "Rummspringa", wo sie in die Welt gehen und dort ein Jahr wie ganz normale Teenagers leben. Sie dürfen alles machen, was sie wollen, Sex, Drogen, Wohnung mieten, studieren, einfach alles. Nach diesem Jahr gehen sie zurück zum Amischdorf und dort müssen sie sich dann entscheiden, ob sie in der modernen Welt leben wollen oder unter den Amischen.
Die Meisten entscheiden sich für das amische Leben.
Schön und gut, aber wenn ich mich entscheide, nicht bei der Gemeinde zu bleiben, muss ich meine Familie verlassen. Welcher 17-20jährige macht das "für immer"?
Die Kindheit und Jugend prägt doch viel mehr als die paar Monate in der großen weiten Welt, die gerade einen Amischen wahrscheinlich noch stärker als andere junge Menschen überfordert.
Ich halte das Konzept für halbherzig, es ist trotzdem eine Wahl zwischen Heimat und Ausgestoßensein.
Lies einfach mal das: http://amishamerica.com/how-do-am... -children/
- anstatt mit billiger polemik leute zu diskreditieren, die dinge ansprechen, welche bornierte und bigotte heuchler wie du nicht verhindern, sondern totschweigen wollen.
und ach so wertfrei!
nun ja deine anschüttungen und sonnstigen geistigen ergüsse möcht ich nicht weiter kommentiere. sie stehen für sich selbst. und jeder kann sich seinen teil denken, wass für ein mensch hinter solcher verbalakrobatik steckt! ;)
zu deinem "link" es gibt wohl tausende homepages, die irgendwelche glaubensrichtugnen verunglimpfen und alle ihre anhänger nun ja als bestien "outet" ich halte recht wenig von diesen.
es ist nur leider all zu menschlich, dass es solche entgleisungen gibt und die amisch sind davon ebenso wenig - ob ihrem glauben- davor gefeilt, wie juden katholiken, muslime, buddisten oder was auch immer.
ich für meinen teil verdamme nicht gleich die ganze katholische kirsche als...
.. ich verdamme nicht gleich die ganze katholische kirche als rückschrittlich nur weil es dort einige spinner gibt. ebensowenig stell ich katholische prister gleich unter generalverdacht nur weil es einige in ihren reihen gibt die sich verbrechen schuldig machten. alle gemeinschaften von menschen bringen leider auch schlechtes hervor. da kein - sei es eine glaubens, politisch orientierte, eine soziale oder was auch immer orientierte gemeinschaft- zusammenschluss von menschen, auch wenn sie edle motive haben, nur "gute" menschen als mitglied hat.
zumindest kann ich leute, die anders lebenwollen als ich zumindest mit respekt begegnen.
all diese angeblichen errungenschaften dienen sehr oft leider nicht der menschheit sondern nur der steuerung u. -kontrolle einiger weniger über selbige.
dessen sollten sich technophile bevor sie eine neue technologie (oder sog. sozialinnovation) hervorbringen bewusst sein sind sie aber nicht da es ihnen meisst nur um ihr technologie-baby geht. das ist ein zeichen der moralischen unbildung.
3o.ooo menschen sind im letzten eroberungskrieg in lybien gestorben. dafür wird technologie verwendet.
ihr letzter satz entlarvt Sie selbst als intoleranten repressiven anwender der verbalgewalt, was konträr zu den ihrerseits eingangs angerufenen menschenrechten steht.
Das stimmt doch gar nicht - privates Bibelstudium ist kein amisches Konzept. Vielmehr geben in den Gottesdiensten die Gemeindeältesten in der Predigt die Glaubens- und Lebensregeln vor. Intensives Quellenstudium durch Einzelne ist ganz und gar nicht erwünscht.
wer es mag! ;)
http://www.youtube.com/watch?v=lOfZLb33uCg
Fehlinterpretation. Gerade in sprachlicher Isolation verändern sich Sprachen besonders wenig.
Warum das Deutsch der Amish so schwer verständlich ist, ist auch leicht erklärt: Es handelt sich ja nicht um Hochdeutsch, sondern um einen schwäbischen Dialekt, der in Europa vor über 300 Jahren gesprochen wurde. Selbst Hochdeutsch hat sich in 300 Jahren so sehr verändert, dass es zumindest einige Wörter und Redewendungen heute nicht mehr verstänlich sind - lesen Sie einmal ein 300 Jahre altes Buch!
Eigentlich hat man sich ja erst vor ca. 300 Jahren überhaupt auf ein "Hochdeutsch" geeinigt - man übernahm den Meißischen Dialekt als solches, da dieser von den meisten Deutschen verstanden wurde.
Im Artikel steht ja nicht, dass sich die Sprache dort verändert hätte. Sondern nur, dass nicht viel zu verstehen ist.
Ihr Posting finde ich ja interessant, aber diese Kritik am Autor ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.
sprachen verändern sich pausenlos durch ihre umgebung...
nach 300 jahren ist eine sprach NIEMALS die selbe!!!
nichtmal meine eltern reden so wie ich geschweige denn meine großeltern...
wenn man eine gruppe isoliert bedeutet das nur, dass sich die sprache aufgrund der anderen äusseren umstände anders verändern wird als bei der hauptgruppe...
aber verändern wird sie sich...alleine schon weil sich kinder bei abnabelungsprozess fast immer eigene worte suchen...
das finden sie auch in jeder generation dass die "alten" die sprache der "jungen" als neumodisch und meisten schlecht empfinden...
das gehört dazu
Z. b. in Philadelphia gibts einen großen Markt unter dem ehemaligen Hauptbahnhof (jetzt Kongreßzentrum) mitten in der Stadt, der seit ca. 1890 existiert. Fast die Hälfte der "Standler" sind Amish, die da ihr Gemüse (frisch und sauer eingelegt) und dgl. anbieten und natürlich mit der Kundschaft englisch sprechen.
Shipshewanna ist ein sehr merkantiles Dorf, in dem es u. a. auch ein großes "Amish-Möbelhaus" gibt, wo sehr solide Vollholzmöbel angeboten werden, die aus dörflicher Produktion stammen sollen.
Da fehlt ja nurmehr eine lokale Währung und schon wärs ein grünes Wirtschaftskonzept.
So sehr ich auch mit den Grünen auf Kriegsfuß stehe, für sowas wäre ich zu haben, auch hier.
zu "sprachliche Isolation": ich habe es immer genossen, in der Schweiz oder im Elsaß, wenn am Nachbartisch deutsch gesprochen wurde, genau zuzuhören. Man lernt dabei keineswegs deren Dialekte, aber viel über seinen eigenen. Und man lernt die Vielfalt der deutschen Sprache zu lieben.
Man kann die Amish natürlich einfach als "Spinner" abtun. Ich vermute aber, dass ihr Leben gerade dadurch, dass sie auf unsere "lebenserleichternden modernen Errungenschaften", sprich auf den ganzen von der Werbung eingeredeten Ramsch der "Willhaben"-Generation, verzichten, um Vieles einfacher und leichter wird.
Beneidenswert!
Als ich vor 4 Jahren auf Kuba war ist mir dies (natürlich nicht durch Freiwilligkeit sondern durch Diktatur und Kommunismus) auch "erfreulich" aufgefallen.
Man sah quasi keine Werbung! Dafür halt häufig ein "Viva la revolucion"
Aber es war angenehm aufgeräumt (frei von Werbeflächen) und auch die Menschen waren obwohl es ihnen klarerweise nicht brächtig ergeht sehr glücklich und zufrieden.
Und hier in Europa, was ja noch bei Weitem nicht so ist wie bei den Amis (deren Konsumverhalten mitanzusehen, da ziehts dir die Schuhe aus) entwickelt sich aber ein amerikanisches System.
Nur mit neuem Auto, Schuhe, Handy, bist wer und was.
ja klar, wunderprächtig. allein in havanna: lauter ruinen, bis auf die wenigen gebäude, die von internat. inst. restauriert wurden. planwirtschaft, dh zb eine woche nur erdäpfel und zwiebel, dann wieder nur kraut und kohl. jede halbwegs dazu fähige frau geht mit jedem noch so grindigen touri für eine hand voll dollar ins bett, ebenso wie sich vermehrt männer westlichen touristinnen anbieten, usw usf. also zumindest wars vor ein paar jahren noch so - echt prächtig....
Ja, ganz hat sich der Kapitalismus auch in Kuba nicht unterdrücken lassen...
http://www.youtube.com/watch?v=ak-AklbFPRE
...ist immer noch eine Diktatur, die werden dir als Touristen erzählen, wie schlecht es ihnen geht. Man sieht doch im ganzen Land, wie alles früher besser war und jetzt mangels helfender Bruderstaaten verfällt. Aufgefallen ist mir der hohe Bildungsstand der Bevölkerung, man kann hoffen, dass sie es schafft, sich ohne Bürgerkrieg zu demokratisieren.
Natürlich hat letzteres selbst in der Hand. Jeder ist in erster Linie für sein eigenes Tun verantwortlich.
Worauf ich raus will ist, dass ich doch sehe wie viele sich ein protziges Auto kaufen (sich meistens dafür sogar verschulden) oder teure Markenkleidung weil sie sonst meinen keine Anerkennung und Respekt im Leben bekommen. Und das ist eine Gruppendynamik die sich immer weiter aufschaukelt.
Den Mut zu haben und da auszusteigen und nicht mitzumachen den haben nicht viele.
Man schließt sich ja quasi selbst aus seinem Umfeld aus.
Wenn ich mir ein gutes Auto kaufe, dann erstens nur eines, das ich mir leisten kann, zweitens eines, das meiner Frau und mir Spaß und Freude macht und gefällt, und was für unsere praktischen Anforderungen paßt.
Ich weiß z. B. nicht einmal vom Großteil meiner Arbeitskollegen und Freunde in sonstigen Bereichen, was die für Autos haben. Können also auch nicht als Vergleiochs- und Niederprotz-Adressaten gelten.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.