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Seit einigen Jahren kümmert sich Udev auf Linux-Systemen um das Gerätemanagement und das Zusammenspiel mit dem Kernel. Das soll zwar auch weiterhin so bleiben - dennoch macht das Projekt nun eine wesentliche Transformation durch.
Gemeinsam, aber getrennt
Wie Hauptentwickler Kay Sievers verkündet, soll Udev künftig unter dem Dach des noch relativ jungen Boot-Systems Systemd weiterentwickelt werden. Sievers, der auch maßgeblich an der Entwicklung von Systemd beteiligt ist, betont dabei, dass Udev auch in Zukunft vollkommen separat kompiliert werden kann, sich für Distributionen durch diesen Umbau also wenig ändere. Diese Möglichkeit soll übrigens auch langfristig erhalten bleiben, da man ein getrenntes Udev alleine schon für Systeme mit Initram-Images benötige - schließlich ist typischerweise Systemd zu diesem Zeitpunkt im Boot-Prozess noch gar nicht verfügbar.
Zustimmung
Die Diskussion über diesen Vorschlag war - auch für manche beteiligte EntwicklerInnen durchaus überraschend - kurz und Flamewar-frei. Dazu trug wohl auch bei, dass mit Greg Kroah-Hartman einer der zentralen "Erfinder" von Udev schnell seine Unterstützung für diese Entscheidung signalisierte. Entsprechende wurde Udev bereits in den Systemd-Code eingepflegt, was auch zur Folge hat, dass die nächste Systemd-Version einen gehörigen Versionssprung vornehmen wird - von 45 auf 184. Hier übernimmt man also die Versionsnummer von Udev.
Ubuntu?
Zunächst vor allem von Fedora und SUSE vorangetrieben, findet Systemd auch sonst immer stärkere Verbreitung bei Linux-Distributionen. So arbeitet mittlerweile selbst Ubuntu-Hersteller Canonical an einer Portierung von Systemd, ob - und wann - diese die bisher genutzte Eigenentwicklung Upstart ersetzen wird, ist allerdings noch völlig offen. (apo, derStandard.at, 4.4.2012)
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devtmpfs ist aber nicht als ersatz für udev gedacht, sondern als minimallösung für embedded-systeme u.ä.
für 'normale' computer bleibt udev auf absehbare zeit das mittel der wahl für die verwaltung der gerätedateien, schon allein deshalb, weil es nahezu alle distributionen verwenden.
momentan sehe ich die entwicklung positiv, wenn aber das logging wie angekündigt auch nach systemd wandert, dann überlege ichs mir noch mal...
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