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Umweltminister Nikolaus Berlakovich will beim günstigen Zertifikatspreis zuschlagen.
Wien - Und plötzlich war das Problem keines mehr. Um rund 32 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent liegt Österreich über dem vereinbarten Sparziel bei der Emission von Treibhausgasen. Um diese Lücke zu schließen und so ein drohendes EU-Vertragsverletzungsverfahren abzuwenden, kauft Österreich Verschmutzungsrechte zu. Weil die Preise tief sind, sei das "ein gutes Geschäft", wie es Umweltminister Nikolaus Berlakovich am Mittwoch formulierte.
Kritik übten Umweltgruppen und Grüne und BZÖ. "Beschränkt sich die österreichische Klimapolitik mittlerweile darauf, dass Beamte des Umweltministeriums auf Ebay die billigsten Verschmutzungszertifikate ersteigern?" hieß es etwa bei Greenpeace. "Ablasshandel mit billigen Zertifikaten anstatt Green Jobs im Inland. Das schadet der heimischen Wirtschaft und auch dem Klima", meinte die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner.
BZÖ-Umweltsprecher Rainer Widmann verlangte einmal mehr den sofortigen Ausstieg Österreichs aus dem Kioto-Vertrag und forcierte Investitionen in inländische erneuerbare Energien.Berlakovich verteidigte sein Vorgehen, Klimaschutz mache an den Grenzen nicht halt. Weiter zuzuwarten bringe nichts; die Zertifikatepreise würden steigen, zumal das EU-Parlament drängt, die Zahl der Verschmutzungsrechte zu verringern. Experten gehen davon aus, dass zwischen 500 Mio. und 1,4 Mrd. CO2-Zertifikate dem Markt entzogen werden könnten, um durch die damit ausgelösten höheren Preise Anreize für Investitionen in Klima schonende Technologien zu setzen.
Weniger Geld für Fotovoltaik
Anlass für den jüngsten Preiseinbruch waren die vorläufige Emissionsdaten für 2011: Laut EU-Kommission ging der CO2-Ausstoß der gut 12.000 am Emissionshandel beteiligten Industriebetriebe und Kraftwerke um rund 2,5 Prozent zurück. Nach Berechnungen der Commerzbank sind rund fünf Prozent der ausgeteilten Verschmutzungsrechte nicht verbraucht worden. Das habe den Marktpreis gedrückt.Zu den 160 Mio. Euro, für die im Budget Vorkehrungen getroffen wurden -
der Standard berichtete - sind 530 Mio. Euro zu addieren, die Österreich in der Periode 2008-2012 bereits für Klimaschutzprojekte im Ausland aufgewendet hat. Das macht in Summe fast 700 Mio. Euro, die Umweltgruppen und Grüne lieber im Inland verwendet wissen wollen. Berlakovich gelobte Besserung: "Wir werden das jetzt mit größerer Konsequenz machen". Das im Vorjahr beschlossene Klimaschutzgesetz soll bis Sommer im Detail ausgestaltet und mit Inhalten gefüllt sein.
Bis dorthin soll feststehen, was und wie viel genau Bund und Länder zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen sollen inklusive Sanktionen.Fix ist bereits, dass das Umweltministerium heuer die Förderung von Fotovoltaikanlagen für private Haushalte von 45 Mio. auf 25,5 Mio. Euro reduziert. 2011 gab es noch eine Aufstockung um zehn Mio. Euro, weil dieser Betrag anderswo übrig geblieben war. Dieses Geld fehlt heuer. (stro, DER STANDARD, 5.4.2012)
Kommentar
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Gott sei Dank "haben wir das Geld um Österreich freizukaufen" (Ironie)
Alls eines der "reichsten Staaten der Welt" können wir uns getrost auf unsem Misthaufen ausruhen. Geld regelt alles (Der Steuerzahler blecht ja noch.)
Herr Minister: Was besseres alls "gerade billig" Emmissionszertifikate zu kaufen fällt Ihnen nicht ein?
Wirklich ein Armutszeugnis.
Und falls es der Umweltniki noch nicht verstanden haben sollte: Das Kaufen von zusätzlichen "Umweltzertifikaten" ist keine LÖSUNG für bestehende Probleme, sondern die STRAFZAHLUNG dafür, dass man vereinbarte bzw. festgelegte Ziele nicht erreicht hat.
1.) Wer verkauft diese "Umweltzertifikate"?
2.) Was macht dieser Jemand mit diesem Geld?
3.) Wo ist der Unterschied zwischen dem Handel mit diesen "Umweltzertifikaten" und dem Ablasshandel des 15. und 16. Jahrhunderts?
4.) Warum heißen die Dinger "Umweltzertifikate" und nicht "Gewissensberuhiger"? Was "zertifizieren" diese Brieferln?
5.) Noch mal: Wer verkauft diese "Umweltzertifikate"?
Herrschaften geht´s noch?
1. Welche Projekte sind das konkret und was wurde damit bewirkt? Bsp. Australien: Senkung des Ausstosses um 5% in 10 Jahren = globale Senkung d. CO2 um 0,06% od. 0,000085° C zu Kosten von 130 Mrd. (Steuer)Dollar. Umgerechnet auf den Planeten ergibt das eine Summe von 309 Trillionen $ oder 57,4% des globalen BIP.
2. bei der Umweltbilanz Österreichs, wären wir Zielgebiet Nr. 1 und sollten selbst Nutznießer dieses Geldes sein.
3. Ist dies ja das offene Eingeständnis des vor unser aller Augen durchgeführten Raubzuges gegen uns und unsere Kinder.
4. Wer glaubt euch noch diesen Mist, nachdem das IPCC öffentlich mehrmals des Betruges überführt wurde und die so geschaffenen Gesetze eigentlich ungültig sind.
Und hätten wir so wie Kanada das sinnlose Kyoto Protokal aufgekündigt hätten wir nicht dämliche Zertifikate kaufen müssen und das Geld in Solarförderung investieren können. Ein schönes Beispiel das diese Zertifikathandel die Klimakatastrophe nur beschleunigt.
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