Rene-Marcic-Preis 2012 geht an "SN"-Journalisten Andreas Koller

Jury würdigte Kollers "unabhängigen, korrekten Stil" - Publizistikpreis wird am 17. April in Salzburg überreicht

Salzburg - Der mit 6.100 Euro dotierte Rene-Marcic-Preis 2012 des Landes Salzburg geht an Andreas Koller. Der 51-jährige gebürtige Wiener ist stellvertretender Chefredakteur der "Salzburger Nachrichten" ("SN"), Leiter des Ressorts Innenpolitik und der Wiener Redaktion. Die Fachjury habe insbesondere Kollers unabhängigen, korrekten Stil und seine integere Persönlichkeit gewürdigt, teilte Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller mit.

Koller wurde am 24. Februar 1961 in Wien geboren, hat dort Politikwissenschaft und Publizistik studiert und schloss das Studium 1985 mit der Promotion ab. 1983 bis 1988 arbeitete er bei der Tageszeitung "Die Presse", wo er ab 1984 als Redakteur im innenpolitischen Ressort tätig war. 1988 wechselte er zu den "SN", seit 2006 ist er stellvertretender Chefredakteur. Koller tritt auch als Moderator von Diskussionsrunden, als Sprecher bei Symposien und in TV-Diskussionen auf.

"Am Puls der Zeit"

Die Themen seiner regelmäßigen "Seite drei" in den "Salzburger Nachrichten" am Montag seien am Puls der Zeit. Hier könne er, so die Jury, ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen, seine Fähigkeiten entfalten. Darüber hinaus nutze Koller die neuen Social-Media-Plattformen wie Twitter für aktuelle Kommentare in einer ungewöhnlichen Form.

Landeshauptfrau Burgstaller wird den Publizistikpreis am 17. April um 11 Uhr in der Salzburger Residenz überreichen. Die Laudatio hält Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Der von der Salzburger Landesregierung 1978 geschaffene und 1979 erstmals verliehene Preis wurde nach dem früheren "SN"-Chefredakteur Rene Marcic benannt.

Koller hat für seine publizistischen Leistungen bereits mehrmals Auszeichnungen erhalten: So wurde er im Jahr 2010 von der Branchenzeitschrift "Der Österreichische Journalist" zum "Journalisten des Jahres" gekürt. Er ist unter anderem stellvertretender Vorsitzender der Initiative Qualität im Journalismus (IQ) und Vorsitzender des Kuratoriums für Journalistenausbildung (KfJ).

Der Fachjury des Rene-Marcic-Preises gehörten neben dem Vorsitzenden, dem emeritierten Universitätsprofessor Michael Schmolke, die Redakteurin Ilse Spadlinek, Elisabeth Wasserbauer, Geschäftsführerin des Kuratoriums für Journalistenausbildung in Salzburg, und der frühere Salzburger ORF-Landesdirektor Siegbert Stronegger an. (APA, 4.4.2012)

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2 Postings
"Darüber hinaus nutze Koller die neuen Social-Media-Plattformen wie Twitter für aktuelle Kommentare in einer ungewöhnlichen Form."

356 Tweets ist jetzt nicht so üppig...

Aber der Preis ist verdient!

ich gratulieren

Herrn Dr. Koller zur Überreichung des Preises, allerdings wünsche ich mir einen anderen Namen für den Preis (Marcic war einer gewissen Farbe zuzurechnen).

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