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RIM leidet unter massiven Absatzproblemen und der enormen Popularität vonf iPhone und Android-Smartphones.
In der Mobilfunk-Branche ist ein weiterer Patentstreit ausgebrochen: Der niederländische Chipspezialist NXP klagt gegen den Blackberry-Anbieter Research In Motion. NXP wirft RIM in Florida die Verletzung von sechs Patenten vor. Dabei geht es um vor allem Funktechnologien und Techniken zur Chiptechniken - aber auch um ein allgemeineres Patent für Mobiltelefone mit GPS-Ortungsempfänger.
NFC-Chips
NXP ist die frühere Halbleitertochter von Philips, die inzwischen selbstständig ist. Das Unternehmen ist heute vor allem bekannt als Anbieter der NFC-Technik mit Funkchips, die etwa kontaktlose Bezahlsysteme oder Fahrkarten erlauben. NFC-Chips gelten als ein Fundament für das Bezahlen per Handy. Sie wurden bisher aber nur in wenige Mobiltelefone eingebaut.
NXP reichte die Klage gegen RIM am Montag ein, sie wurde am Dienstag veröffentlicht. Im Visier stehen diverse Modelle von Blackberry-Smartphones und auch das Tablet Playbook.
RIM kämpft mit Absatzproblemen
RIM kämpft derzeit mit massiven Absatzproblemen, weil das iPhone von Apple sowie Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android viel populärer sind. Der neue deutsche RIM-Chef Thorsten Heins soll das kanadische Unternehmen aus der Krise führen. Eine weitere Patentklage kann er dabei kaum gebrauchen. Das Unternehmen muss sich bereits gegen Ideenklau-Vorwürfe des Handy-Herstellers Motorola und des Foto-Spezialisten Kodak verteidigen.
Vor sechs Jahren machte RIM bereits sehr schmerzhafte Erfahrungen mit einer Patentklage. Im Frühjahr 2006 kostete die Einigung mit dem Patentverwerter NTP den Blackberry-Betreiber 612,5 Mio. Dollar (460 Mio. Euro). In dem Konflikt ging es um Technologien zur Weiterleitung von E-Mails an mobile Geräte. Nach einem Gerichtsurteil drohte damals ein Stopp der Blackberry-Dienste. NTP setzte 2010 noch einmal zu einem Rundumschlag gegen die Smartphone-Schwergewichte Apple, Google, Microsoft, HTC, LG und Motorola an. Die Verfahren zu solchen Klagen können in den USA allerdings Jahre dauern. (APA, 04.04.2012)
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Nun Apple, Google sowie die Hardwarehersteller für Android-Produkte setzen innovative Produkte ab, die nützlich und beliebt sind und deswegen erfolgreich sind. Sie alle können sich Patentstreitigkeiten leisten und schlimmstenfalls für Einigungen zahlen.
Bei RIM sieht es nicht so rosig aus. RIM war innovativ, doch während andere weiter gegangen sind, ist RIM steckengeblieben und hat auf darauf vertraut, dass ein sinnvolles und nützliches Kalender und Mailmanagment, sowie ein bisschen Internet Surfen innovativ genug ist für die nächsten Jahrzehnte... Dann wurden sie von der Realität überholt.
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