Unseriöse Jobangebote im Umlauf

Anzeigen klingen verlockend, sind aber verdächtig

Linz - Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich warnt vor unseriösen Jobangeboten. "Arbeit für dich! Wir bieten dir sehr gute Verdienstmöglichkeiten von 4.000 bis 8.000 Euro monatlich." Das kursiere derzeit per E-Mail, aber auch in Zeitungen, im Internet und via Flugblätter tauchen solche Inserate auf. Darauf sollte man sich auf keinen Fall einlassen, "es besteht auch die Gefahr sich strafbar zu machen", mahnte Oberösterreichs AK-Präsident Johann Kalliauer in einer Presseaussendung am Mittwoch.

Die "Wunderjobs" erkenne man daran, dass sie besonders verlockend klingen, Superverdienste versprechen, die Tätigkeiten unpräzise oder gar nicht beschrieben werden oder im Voraus etwas zu zahlen ist, erklärt die AK. Und so sollen sie funktionieren: Auf das Bankkonto der Interessenten würden 2.000 bis 8.000 Euro überwiesen. Das Geld sollen sie dann abheben. 20 Prozent dürfen behalten werden, der Rest müsse zurücküberwiesen werden. Dann komme in Kürze die nächste Buchung. Die Interessenvertretung warnt davor, für derartige Geschäfte seine Daten bekanntzugeben. Diese Deals könnten neben finanziellem Schaden auch eine Gesetzesübertretung bedeuten.

Häufig seien die Anbieter auch darauf aus, wertlose Informationen unter die Leute zu bringen oder Menschen zu finden, die dubiose Sachen weiterverkaufen. "Wer sich dazu verleiten lässt, solche Produkte an gutgläubige Dritte zu vertreiben, setzt sich der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung aus. Denn dabei handelt es sich klar um Betrug", stellt Kalliauer klar. Die AK rät in all diesen Fällen: "Finger weg!" (APA, 4.4.2012)

Share if you care
11 Postings

Ui sehr schade, ich wollt emich nur einmal wie Karl Heinz Grasser fühlen.

und was ist daran neu?

Eher für schlichte Gemüter.

Seltsame Welt.
Ohne Leistung Geld bekommen, 80% davon weiterüberweisen, dabei kann man sich strafbar machen.

Ohne Leistung Geld bekommen, 80% davon weiterübereisen, ist normale politische Geschäftsgebarung wenn man den U-Ausschuss verfolgt.

Da soll sich noch einer auskennen.

Geh bitte!

8.000 Euro - was wollt's mit dem Klimpergeld! Ich hab' vorige Woche ein Mail erhalten, dass mir ein Onkel (ich kenne ihn zwar nicht, aber was solls) aus Amerika 3,5 Millionen Euro vererbt hat! Ich muss nur 12.573,66 Euro Anwaltskosten überweisen (eigenartigerweise auf eine Bank in Nigeria), dann wird nächste Woche die Erbschaft an mich überwiesen. Und eine Rassekatze bekomm' ich auch noch, wenn ich 600 Euro Impf- und Entwurmungskosten überweise. Ich bin schon ganz aufgeregt und muss jetzt gleich ins Reisebüro und mir einige Urlaubsprospekte besorgen. :)))

@Ruth

Hej - gehst weg - das ist MEIN Onkel !

Na sie sind immerhin verwandt. Ich krieg die Kohle von verstorbenen x-finanzministern div. afrikan.länder weil ich so vertrauenswürdig bin. Na ja, als kleine Django könnt das ja stimmen....
Hab's bisher nicht angenommen, mein Konto dazaht keinen positiven Saldo ;))

Ich glaube, dass wir verwandt sind, weil ich denselben Onkel haben ;-))

Auf das Bankkonto der Interessenten würden 2.000 bis 8.000 Euro überwiesen. Das Geld sollen sie dann abheben. 20 Prozent dürfen behalten werden, der Rest müsse zurücküberwiesen werden.

Vielleicht sollte man auch den Hintergrund erläutern:

Man verliert nicht nur Geld, sondern macht sich strafbar, da man ziemlich sicher als Mittler bei einem Betrug fungiert:

Der Betrüger bietet meist teure Waren via e-bay oder anderen Dingen an, gibt die entsprechende Kontonummer an, worauf der "Käufer" das Geld überweist. Der Kontoinhaber behebt das geld und überweist (in der Regel via Western Union) 80% des Geldes weiter an den Betrüger, der daraufhin verschwindet.

Der "Käufer" reklameirt natürlich seine Ware und macht ziemlich sicher irgendwann eine Anzeige. Dann wird der Kontoinhaber ausgeforscht und bleibt natürlich über...

jetzt wär ich fast zu diesem finanzdienstleister avd oder awv oder so ähnlich? gegangen. danke für die rechtzeitige warnung liebe ak.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.