Die Köpfe der Piraten

Ansichtssache |

Nachdem die Piratenpartei in Deutschland den Einzug in den saarländischen Landtag geschafft hat - im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt sie bereits seit Herbst 2011 -, richtet sich nun auch in Österreich die Aufmerksamkeit auf die junge Partei. Wer steckt also hinter den Piraten? derStandard.at hat sich mit den Menschen unterhalten, die in den nächsten Monaten die österreichische Politik aufmischen wollen.

Bild 1 von 6»
foto: pulgar

Rodrigo Jorquera, 32, ist Bundesvorstand der Piratenpartei und arbeitet als selbstständiger IT-Manager in Wien. "Ungerechtigkeit" habe er noch nie ertragen können. "Von den Bürgern wird verlangt, dass sie immer transparenter werden. Während sich die Parteien immer mehr verschließen und Entscheidungen im Hinterzimmer treffen", sagt Jorquera. "Jedes Mal, wenn in Politiksendungen Unwahrheiten gesagt wurden, habe ich mich irrsinnig aufgeregt." Bis dann seine Freundin meinte, er solle nicht nur schimpfen, sondern sich selbst engagieren. Jorquera, dessen Vater aus Pinochets Chile nach Österreich geflüchtet ist, will vor allem erreichen, dass Leute mit unterschiedlichen Interessen in der Piratenpartei Gehör finden.

weiter ›
Share if you care
Posting 1 bis 25 von 178
1 2 3 4 5

Sehr geehrte Piraten,
schaut´s daß bis 2013 was wird aus eurer Partei, sodaß das Wählerpotential ausgeschöpft werden kann.
Jedenfalls sind die jetzigen Parteien und Politiker - etwas ausgenommen die Grünen - nicht wählbar.

Hoffentlich...

...verstrickt sich die Piratentruppe nicht im linkslinken Klassenkampfgendergeschwafel und thematisiert endlich Dinge, die wirklich wichtig sind - also all die politischen Maßnahmen die unsere Freiheit und Bürgerrechte massiv bedrohen. Und die die etablierten Parteien deshalb so gerne einführen, um sich damit unliebsame Bürger und Organisationen bequem vom Hals schaffen zu können.

Die KPÖ kann sich gerne weiter um den Klassenkampf bemühen. Am Wahlerfolg der KPÖ lässt sich gut ablesen, auf welch imposantes Interesse das Thema stößt. Und bei den Grünen mausert sich das Genderthema zum Sargnagel. Die haben ja scheinbar keine anderen Probleme mehr.

keine sorge, um den klassenkampf bemühen sich schon die etablierten parteien. nämlcih um den klassenkampf von "oben". die piraten werden noch position beziehen müssen, wo sie stehen.

Welche "Klasse" "kämpft" denn da gegen welche?

...die, die eh schon verloren haben, gegen die, die noch ein bisschen was verlieren können...

das system der ausbeutung (der sogenannten 3.welt), auf der unser lebensstandard aufgebaut ist, funktioniert ja mittlerweile nicht mehr. auch in der sogenannten "westlichen welt" können viele menschen von ihrer hände arbeit nicht mehr leben. und das genau ist das problem. wenn sie anderer meinung sind freu ich mich auf ihre argumente. diese diskussion wird uns noch lange begleiten.
hier noch ein tip zum reinlesen:http://www.br.de/fernsehen... ch100.html

Ja, die sozialen Probleme sind vielschichtig. Aber eines ist doch unbestritten: Der Erfolg Europas hängt sehr stark mit dem Erfolg der Gewerkschaften zusammen, oder? Immerhin sorgten die dafür, dass mehr verdient wurde und es daher heute Leute gibt, die "ein bisschen was" zu verlieren haben.

Oder sind die Gewerkschaften daran schuld, dass "wir" ein "System der Ausbeutung" etabliert haben?

Falls nicht, dann stellt sich mir folgende Frage: Wie konnten es sich -nach so einer Erfolgsstory- die Gewerkschaften mit den Leuten so verkacken, dass ihnen heute keiner mehr irgendwas glaubt und auch die kleinsten und ärmsten Leute lieber zur FP anstatt zur Gewerkschaft laufen?

in innsbruck ist eine listenkoppelung von piraten und kpö übrigens gescheitert, weil: die piraten a) nicht gegen privatisierung von öffentlichem eigentum eintreten, b) kein interesse haben, gegen antifeministische positionen aufzutreten und c) eine zusammenarbeit mit fpö oder "liste federspiel" nicht ausschließen wollten. so schaut's aus mit den piraten. http://www.kpoe.at/home/anze... derat.html

Die Piratenpartei Tirol...

...hat allerdings interessanterweise nichts mit der Piratenpartei Österreichs zu tun. So wie ich das verstanden habe, treten die Tiroler als eigene Partei auf.

Diese Themen dürfen ruhig exklusiv bei der KPÖ bleiben. An deren Wahlergebnis kann man seit Jahren ablesen, wie viele Menschen das tatsächlich interessiert...

zum beispiel in graz, zum beispiel in linz und zum beispiel in ein paar wiener bezirken scheint es ja leute interessiert zu haben.
die piraten outen sich also als inhaltsleeres auffangbecken für die frustrieten, damit die großen parteien weiterhin ungestört werken können.

Ich sage ja nicht, dass es keinen interessiert. Aber für die 1% die es interessiert, reicht die KPÖ. Da muss nicht noch eine Partei kommen und diesen Anteil splitten.

Was in diesem Land fehlt ist eine Partei der "Mitte". Ein Platz, den zwar beide Großparteien beanspruchen, aber dabei kläglich scheitern und ihre Profile verlieren.

Wieso also mal nicht eine echte "Zentrumspartei"? Die den Durchschnittswähler vertritt. Die in beide politische Richtungen wächst. Ohne Extreme. Die für Leistungsorientierung *und* für soziale Sicherung eintritt. Die gegen Parteienfilz *und* gegen Korruption eintritt. Die für Behördentransparenz *und* für Bürgerrechte eintritt.

All das scheint sich ja bei den Großparteien auszuschließen.

Hören Sie doch bitte auf mit dieser "Partei der Mitte". Was für eine Mitte denn? Mittelmäßigkeit? Und was wäre extrem? Wäre es extrem, die Vorratsdatenspeicherung wieder einzustampfen? Wäre es extrem, einen starken Schnitt bei der Vermögensverteilung bei den oberen 10 Prozent zu machen (http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/... ex.shtml)? Wäre es extrem, die Parteien zu feuern und direkt gewählte Abgeordnete in den Nationalrat zu entsenden? Wäre es extrem, mehr, besser gesagt überhaupt, direkte Mitbestimmung einzufordern? Wäre es extrem, klar geregelte Migrationsbedingungen zu schaffen? Wäre es extrem, zu hinterfragen, warum Banken auf geschöpftes Giralgeld eigentlich Zins einheben? Was sagt der Durchschnittswähler dazu?

"Die Piraten sind die neue Mitte"

http://www.zeit.de/politik/d... e-guellner

Zitat: "Die Piraten sind eine Mini-Volkspartei in dem Sinne, dass ihre Anhänger nicht aus einer homogenen Gruppe bestehen. Das unterscheidet sie von den Grünen, die ja in ihrer ganzen Geschichte eine homogene Wählerschaft hatten, nämlich die oberen Bildungs- und Einkommensschichten. Die Wähler der Piraten kommen dagegen auch aus den unteren Schichten, da gibt es Arme und Reiche, da sind Leute mit Hauptschulabschluss und Leute mit Hochschulabschluss."

Das ist eher nichts für stramme Linksideologen. Auch wenn das die hiesigen Piraten glauben mögen...

Keine Extremposition einzunehmen bedeutet nicht Mittelmäßigkeit. Es ist nicht "extrem", einen "starken Schnitt" bei der Vermögensverteilung zu machen - bloß: Verwechseln auch Sie "Vermögen" mit "Einkommen" (aus Arbeit)? Wahrscheinlich schon. So wie der Rest Ihrer Parteifreunde. Der Rest Ihres Textes lässt darauf schließen.

offen bleibt...

sind die piraten jetzt links, rechts, oder mitte?
nachdem ich jetzt sechs kurz-beschreibungen gelesen habe, bleibt das absolut offen.

und wenn sie sagen, sie stehen da drüber, über dem links-rechts-spektrum, dann muss ich ihnen leider sagen, dann sind sie rechts. weil damit stützen sie das herrschende system, wollen nix verändern, also sind sie konservativ.

Es ist zu hoffen, dass die Piraten nichts vom arbeitsscheuen Gesindel aus dem links-linken Lager wissen wollen...

Und wenn die noch so schlecht sind;

jede Stimme, die die etablierten Parteien, insbesondere die Regierungsparteien, nicht kriegen ist einen gewonnene Stimme; es geht bei den nächsten Wahlen schlicht darum, zu zeigen, dass es SO nicht geht.

Ergänzung...

...jede Stimme, die Protestwähler aus verständlichem Frust über die Regierung statt der FPÖ einer anderen Partei geben, ist eine gewonnen Stimme ;-)

oh, und weil es ausnahmsweise nicht die kpö ist, bleibt das argument der "verlorenen stimme" plötzlich ausgespart. ein wunder!

...Scheiß Name!

"Die Piraten"....hab ich mit sieben Jahren im Hof gespielt....nichternstzunehmen. bin gespannt, wie lange es nach der nächsten Wahl dauern wird, dass die unter den Mafiaparagraphen fallen. graben die doch den etablierten viel Basis ab...und das MUSS doch kriminell sein.

klein muss man anfangen!

wieso erwarten die kritiker einer neuen partei, die gerade erst dabei ist sich selbst zu definieren, konzepte und lösungen? selbst wenn es ihnen "nur" gelingt all jenen die bisher aus protest gegen die etablierten systeme nicht gewählt haben die möglichkeit zu geben bei der nächsten wahl ein kreuzl zu machen, haben sie sehr viel erreicht!

Wer von denen war

denn der Vogel der "im Zentrum" bei der Diskussionsrunde mit gefalteten Händen so beharrlich schwieg? Unglaublicher TV-Auftritt!

Und können sie sich noch erinnern, was die anderen gesagt haben? Eben!

Mich erstaunt auch immer wieder wie es Politiker schaffen, mit so viel Gerede so wenig zu sagen. Das scheint eine Grundqualifikation von Politikern zu sein. Der Pirat wird das wohl noch lernen müssen.

Posting 1 bis 25 von 178
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.