Irak dreht den Ölexporthahn wieder auf

16. Juni 2003, 20:24
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Die ersten Verträge mit europäischen und US-Firmen sind bereits unterzeichnet

Bagdad - Der Irak will am Freitag dieser Woche die ersten Ölexporte seit dem Krieg auf den Weg bringen. Dann beginne die Verladung für die Ausfuhr, sagte ein hochrangiger Vertreter des Ölministeriums in Bagdad.

Vergangenen Donnerstag hatte Irak die ersten Exportverträge über knapp zehn Mio. Fass Öl (je 159 Liter) mit europäischen und US-Firmen unterzeichnet. Dabei ersteigerten europäische Firmen - darunter die französische Gruppe Total und die spanische Cepsa - rund 5,5 Mio. Barrel, US-Firmen wie ChevronTexaco vier Mio. Barrel.

Bis Ölproduktion und -export in vollem Umfang wieder anziehen, könnte nach Angaben von Experten noch einige Zeit vergehen. Irak habe in den vergangenen Wochen schon kontinuierlich kleine Mengen für den inländischen Bedarf produziert.

Die aktuelle Produktion wird auf 750.000 Barrel pro Tag geschätzt, vor dem Krieg waren es noch mehr als zwei Mio. Barrel. Nach irakischen Angaben werde die tägliche Produktion Ende des Jahres wieder auf 2,4 Mio. Barrel steigen. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 17.6.2003)

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