Tiroler Jäger schießen Jagdgesetz ab

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Landesregierung über Maßnahmen gegen Wildverbiss und für den Waldschutz uneins

Innsbruck - Eigentlich war die Novelle des Tiroler Jagdgesetzes beschlussfähig, vergangenes Wochenende machte der zuständige Landesrat Anton Steixner (ÖVP) einen überraschenden Rückzieher. Man werde mit dem alten Gesetz weiterarbeiten, reagierte Steixner auf "massive Widerstände" des Jägerverbandes enttäuscht.

Steixner hatte sich vom neuen Gesetz schnellere Maßnahmen gegen den Wildverbiss und zum Schutz des Waldes erwartet. Wie die Jäger sprachen sich aber auch Waldbesitzer, vor allem die Bundesforste, gegen das Gesetz aus.

"Jäger müssen mehr Verantwortung übernehmen"

Nicht so schnell aufgeben will der für das Umweltressort zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner (SPO). Für ihn ist das neue Jagdgesetz noch nicht vom Tisch: "Wir müssen weitere Gespräche führen." Die Verbissschäden seien evident, der Wald stark gefährdet, sagt Gschwentner. Die Jäger müssten mehr Verantwortung für das Ökosystem Wald übernehmen. (jub, DER STANDARD, 4.4.2012)

  • Auch die Bundesforste stimmten gegen das neue Gesetz.
    foto: apa/dpa/patrick pleul

    Auch die Bundesforste stimmten gegen das neue Gesetz.

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