Sondersitzung zu Abwahl von ÖH-Chefin Wulz am 17. April

3. April 2012, 16:19
  • Das ÖH-Vorsitzteam (v. li.): Martin Schott (übernimmt den Vorsitz Ende Juni), Janine Wulz (derzeitige Vorsitzende), Peter Grabuschnig (Generalsekretär) und Angelika Gruber (stellvertretende Vorsitzende).
    foto: standard/hendrich

    Das ÖH-Vorsitzteam (v. li.): Martin Schott (übernimmt den Vorsitz Ende Juni), Janine Wulz (derzeitige Vorsitzende), Peter Grabuschnig (Generalsekretär) und Angelika Gruber (stellvertretende Vorsitzende).

AG brachte Antrag ein - Gruber als Nachfolgerin nominiert - Koalition steht hinter Wulz

Wien - Bei einer Sondersitzung der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) am 17. April entscheidet sich, ob Janine Wulz (Grüne und Alternative StudentInnen, GRAS) als Vorsitzende der ÖH-Bundesvertretung abgewählt wird. Die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) hat die Sitzung beantragt, da Wulz aus ihrer Sicht wegen ihrer Mitarbeit beim umstrittenen Cafe Rosa der ÖH Uni Wien nicht mehr tragbar sei. Als Gegenkandidatin hat die AG die derzeitige Vize-ÖH-Chefin Angelika Gruber (Verband Sozialistischer Student_innen, VSStÖ) nominiert, durch eine einfache Mehrheit würde sie zur neuen ÖH-Vorsitzenden.

Schott übernimmt Vorsitz

In der ÖH-Bundesvertretung gibt es 96 Sitze, allerdings sind derzeit nur 92 besetzt. Die restlichen Mandate wurden nicht beschickt. Die Koalition aus GRAS, VSStÖ, Fachschaftslisten (FLÖ) und Fraktion Engagierter Studierender (FEST) hält mit 53 Mandaten eine satte Mehrheit (FLÖ: 15, GRAS: 14, VSStÖ: 12, FEST: 12). Dem gegenüber stehen die AG (22), die Jungen Liberalen (JULIS; 3), der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS; 1) und der Kommunistische StudentInnenverband (KSV; 1) sowie zwölf freie Mandatare. Unabhängig davon, wie die Wahl ausgeht, wird es Ende Juni einen plangemäßen Vorsitzwechsel geben und Martin Schott (FLÖ) den ÖH-Chefsessel einnehmen.

AG hält Abwahl für realistisch

AG-Bundesobmann Martin Brenner hält es für "durchaus realistisch", dass sich bei dem Antrag auf "Abwahl durch Neuwahl" eine Mehrheit für Gruber finden könnte. Entscheidend dafür ist aus seiner Sicht das Stimmverhalten von FLÖ und FEST - und die Frage, ob Gruber im Falle einer Stimmenmehrheit die Wahl auch annehmen würde. Diese will sich dazu nicht äußern, betont aber, dass sie hinter der Exekutive stehe. Bereits in der vergangenen Woche hatten alle Fraktionen der Koalition betont, dass sie hinter Wulz stehen und dem Antrag nicht zustimmen wollen.

Wulz war Wirtschaftsreferentin

Brenner appelliert unterdessen wie schon bei der Bundesvertretungssitzung am Freitag vergangener Woche an das "Gewissen aller Fraktionen", Wulz abzuwählen. Die VP-nahen Studentenvertreter orten beim mit rund 450.000 Euro von der ÖH Uni Wien geförderten Cafe Rosa u.a. eine Umgehung der Kontrolle durch das Wissenschaftsministerium und werfen der ÖH Uni Wien, wo Wulz zur Zeit der Cafe-Gründung als Wirtschaftsreferentin tätig war, verfehlte Investitionen und damit die Vergeudung von ÖH-Beiträgen vor. (APA/red, derStandard.at, 3.4.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 50
1 2
Was würden die vier auf dem Foto wohl sagen und fordern wenn jemand anderer das gemacht hätte was sie gemacht haben? Rücktritt wäre wohl die geringste Forderung.....

Und inzwischen wurde bekannt dass die Staatsanwaltschaft ermittelt.....

Früh übt sich...

Aus der wird nochmal was!

Genau und sie verkörpert den typischen roten Politiker immer mit dem Geld er anderen zu misswirtschaften.

Unfassbar, dass Wulz nicht einmal den Anstand besitzt, freiwillig zurück zu treten.
Dass es hier überhaupt noch zu weiteren Maßnahmen kommen muss ist einfach nur ein Armutszeugnis.

Klemmt halt im Sessel fest,

die korrupte Leberkässemmel.

Wieso soll sie zurücktreten?

Es handelt sich um Projekt der ÖH Uni Wien, nicht der Bundesvertretung. Wulz war zuletzt als Wirtschaftsreferentin im Frühjahr 2011 in der ÖH Uni Wien aktiv.

Einziger Kritikpunkt ist, dass das Café Rosa Verluste eingefahren hat. Andere ÖHen geben ihr Geld weniger aktiven Mitarbeitern oder schenken es der Uni, damit diese ihre Aufgaben erledigt (Stichwort Lehrfinanzierung der Uni Innsbruck durch die dortige ÖH!).

Nun ja, als Wirtschaftsreferentin, und das hat sie selbst gesagt, hat sie mit Begeisterung an dem Projekt mitgearbeitet...und nun ist sie immer noch als Kassiererin angestellt...

Also mitverantwortlich für diese Geldverschwendung ist sie ziemlich sicher...

allerdings ists auch möglich

dass sie das noch gar nicht begriffen hat und in ihrer Traumwelt umherwandelt....

Allzu wichtig scheint ja die BV der ÖH nicht zu sein, wenn man Mandate gar nicht beschickt...

Mandate werden meist nicht aus Lust und Lauen nicht beschickt

sondern weil man nicht genug Kandidaten auf der Wahlliste hat, um alle Mandate zu besetzen. Das passiert ganz gerne bei Betriebsrats- oder Personalvertretungswahlen wo sich viele nicht trauen, eine Liste offen zu unterstützen, aber in der Wahlkabine dann ihr Kreuzerl dort machen. Dann hat man plötzlich z.B. 3 Mandate, aber nur 2 Kandidaten auf der Liste. Das 3. Mandat kann dann nicht beschickt werden.

In dem Fall ist das eher deswegen, weil es eben keine Wahllisten mehr gibt und daher für jede Nachnominierung an den jeweiligen Bildungseinrichtungen die entsendungsbefugten Gremien zusammentreten müssen. Da es für deren Sitzungen natürlich auch einzuhaltende Fristen gibt, sind oft nicht alle Mandate besetzt.

Schlimm ist die Doppelmoral der GRAS

selbst sofort beim verdacht die menschen (amon, wulff, etc..) als korrupt bezeichnen,

und selbst sich a) so aufführen, und b) so entsetzt und entrüstet sein.

wirklich ekelhaft, diese heuchler!

Im Ernst: Sind Sie a) unfähig oder b) unwillig, den Unterschied zwischen Korruption, sprich Selbstbereicherung, und einem wirtschaftlich wenig erfolgreichen Projekt zu erkennen?!

Das ist bei den Roten vollkommen egal, die Vorbildwirkungen alleine aus dem Pratervorplatz und/oder Stadthallenbad reichen aus.

Selbstbereicherung

Welche bei diesen Geldbeträgen nicht ausgeschlossen ist.
Kein Mensch braucht derartig viel Geld um ein lächerliches Cafe zu renovieren und umzubauen.

Also bitte arbeiten sie an ihrer Unfähigkeit Zustände zu hinterfragen.

naja

das eine ist korruption und persönliche bereicherung, das andere wohl eher verschwendung und inkompetenz.

aber beides grund genug den hut zu nehmen ... längst schon.

bei amon ist auch keine persönl. bereicherung bewiesen

genauso wenig wie bei der gras. die sache riecht aber hier wie dort nach fraktionskassenbereicherung.

"Riecht"... -> Haben Sie auch nur irgendwelche Anhaltspunkte im Fall des Café Rosa dafür, die mit jenen des U-Ausschusses vergleichbar sind, oder polemisieren Sie hier nur rum?

Eure "Sorgen" möchte ich haben, Ihr Dolme !

Weg mit der Pflichtmitgliedschaft !

Jo, mann muss sich nur mal die Gehälter der Angestellten des Cafés ansehen...

Und was würde man da sehen ?

Dass sich manche einen Vollzeitjob in dem Café mit zwischen 2500-3000€ Brutto vergüten würden. Aber darüber zu reden, widerspricht ja der antikapitalistischen Haltung des Cafés.

Für die ERFOLGREICHE Geschäftsführung eines mittelgroßen Innenstadtkaffeehauses DEUTLICH UNTERBEZAHLT !

Die Gewinnerwartung des Unternehmers liegt branchenüblich bei etwa 5000 - 10000 EURO pro Monat nach Steuern (nach etwa 5 Jahren Anlaufzeit).

Nicht nur die "Geschäftsführung" bekam das Geld.

Aber die Geschäftsführung ist verantwortlich und damit haftbar.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 50
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.