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Wien - Die Umweltschutzorganisation Global 2000 kritisiert den Mitte März präsentierten Abschlussbericht der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) des Forschungsprojekts "MELISSA" zum Bienensterben. Die "risikominimierenden Maßnahmen" der AGES würden das Phänomen nicht bremsen, sagte Helmut Burtscher, Pestizid-Experte von Global 2000, bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien. Bei dem Projekt seien außerdem illegale Pestizide nachgewiesen worden. Auch von den Grünen kam Kritik: Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (V) schiebe "das Problem auf die lange Bank", meinte Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen in einer Aussendung.
Die AGES hatte in dem Bericht zwar einen Zusammenhang zwischen dem neonicotinoiden Beizmittel, das vor allem bei der Maissaat eingesetzt wird, und dem Bienensterben festgestellt, allerdings auch argumentiert, dass der Anteil der Bienenstände mit positivem Rückstandsnachweis in den drei Versuchsjahren von 2009 bis 2011 statistisch signifikant rückläufig sei. Das sei eine reine "Zahlenspielerei", kritisierte Burtscher.
Verbot für neonicotinoider Beizmittel gefordert
"Risikominimierende Maßnahmen", wie die Verbesserung der Beizqualität und der Aussaattechnik, reichen laut AGES aus, um das Bienensterben einzudämmen. Das stehe "im Widerspruch" zu den Ergebnissen des Forschungsprojekts, meinte Burtscher in einer Aussendung. Global 2000 fordert ein Verbot neonicotinoider Beizmittel. Die wirksamste Maßnahme gegen den Schädling Maiswurzelbohrer sei eine konsequente Fruchtfolge.
Im Rahmen des "MELISSA"-Projektes seien außerdem vier illegale Pestizide in toten Bienenvölkern aus drei Bundesländern nachgewiesen worden. Das sei "in dieser Häufigkeit sehr verwunderlich" und "nicht akzeptabel", meinte Burtscher. Gefunden worden seien die verbotenen Pestizide in neun Bienenproben aus Niederösterreich, drei Proben aus Oberösterreich und fünf Proben aus dem Burgenland. Global 2000 habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Die Grünen forderten einen "Pestizidreduktionsplan, der die Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden innerhalb von fünf Jahren um 30 Prozent zum Inhalt hat" und ein "wirksames Kontrollsystem", so Pirklhuber. Ein Antrag der Partei auf ein Verbot der bienengefährlichen Beizmittel sei im letzten Landwirtschaftsausschuss vertagt worden. Das sei eine "unnötige Verschleppung dieses wichtigen Themas", so Pirklhuber. (APA,3.4.2012)
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wo man sie einmal brauchen würde, nämlich um diese Pestizide zu verbieten.
Tja, weit und breit nichts zu merken von der EU.
Würde sagen, die EU versagt auf allen Ebenen, wo es sinnvolles zu tun gäbe.
Dafür ist sie rasend schnell, wenns darum geht, unsere Rechte weiter einzuschränken.
Diese EU brauchen wir nicht!
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