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Wien - Die Österreicher bauen ihre Musiksammlung stark aus, lassen sich das aber zunehmend weniger kosten. Seit Jahren schon sind die Umsätze der österreichischen Musikindustrie im Sinkflug. Auf ein Minus von fast neun Prozent 2010 folgte 2011, wie der internationale Branchenverband Ifpi errechnete, ein Rückgang von 6,5 Prozent auf insgesamt 174 Millionen Euro.
Entgegen ernüchternder Zahlen spielen der Ifpi und Konzerne wie Sony dennoch mit Zuversicht: Die Krise des Musikmarktes sei überwunden, tönt es aus ihren Reihen, man erkenne Anzeichen von "echtem Optimismus".
Der Umsatzrückgang habe sich in Österreich auf jeden Fall eingebremst, erläutert Thomas Böhm, Sprecher des Verbands der Musikwirtschaft. Dass die Stückzahlen steigen - der Absatz nahm zuletzt um 3,5 Prozent zu - sei ein gutes Zeichen. Und das Onlinegeschäft sei seit mittlerweile sieben Jahren deutlich im Aufwind. Also gebe es Hoffnung, dass sich die Lage verbessere. Exakte Prognosen erlaube der schnelllebige Markt keine. Bisher kann der boomende Onlinemarkt die Einbußen bei physischen Tonträgern nicht kompensieren. Auf 24 Millionen Euro Umsatz summierten sich die Internet- und Handygeschäfte im Musikbusiness im Vorjahr, eine Steigerung um 14 Prozent. Unterm Strich beläuft sich der Anteil des österreichischen Onlineangebote auf dem gesamten Musikmarkt allerdings erst auf zwanzig Prozent. In den USA liegt er bei vergleichsweise 50 Prozent. Eine Größenordnung, die Böhm in einigen Jahren auch in Österreich für realistisch hält.
16 Millionen Titel online
Musik über stationäre Händler an die Leute zu bringen, werde immer schwieriger. Etwa die Hälfte der Compact Discs gehe noch über die Ladentische großer Stores. Für den Fachhandel bleibe ein Anteil von bestenfalls fünf Prozent. 16 Millionen Musiktitel ließen sich bereits legal online downloaden. Die Zahl der mehr als 33 offiziellen Web-Shops wachse ständig.
Streaminggeschäfte sorgten für zusätzliche Dynamik. Dienste wie Spotify, Deezer und Co bieten direktes Abspielen von Musik im Internet: Daten werden dabei online übertragen, die Speicherung von Dateien erübrigt sich. Bisher spielt die vielfach als Rettung des kränkelnden Marktes bezeichnete Sparte aber lediglich eine Million Euro jährlich ein - viel mehr gaben die niedrigen Preise nicht her. Auf ebenso viel Umsatz kommt die gute alte Vinylschallplatte. Sie erlebt derzeit Zuwächse von zehn Prozent, wird über ihr Nischendasein jedoch nicht hinauswachsen, ist man sich in der Branche einig.1,5 Millionen Euro steckten die Österreicher 2011 in die Musik auf Smartphones - Handyklingeltöne waren ihnen die gleiche Investition wert. 113 Millionen Euro wog das Geschäft mit der CD, um zwölf Millionen weniger als 2010. Der Markt für Musik-DVDs brach um vier auf zehn Mio. Euro ein. (vk, DER STANDARD, 3.4.2012)
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Ich glaube Otto meint, für max. 10Ct tun es sich viele wirklich nicht mehr an, nach einer kostenlosen Quelle für den song zu suchen. 10Ct ist ja praktisch kostenlos, aber dennoch gekauft.
Damit könnte er sogar Recht haben: 100 Menschen, die den song für 10Ct kaufen bringen mehr als 5 Hanseln, die tatsächlich einen ganzen Euro für ein (1) Lied bezahlen.
Gehen wir mal grundsätzlich davon aus, dass Musik geistiges Eigentum ist (als Prämisse). Herr Otto macht ja nicht einmal einen Unterschied in der Dauer des Musikstückes: Ein 3 Min. Song ist aus meiner Sicht etwas Anderes als ein Satz von ca. 12 Min. einer Symphonie ....
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