Der Weg ist noch weit

Alois Pumhösel , 2. April 2012, 17:04

Pelinka scheint das Internet auch nur von der Ferne zu kennen, sonst würden ihm mehr zum Thema Netz-Demokratie einfallen als anonyme Hetzer

Der Berliner "Tatort" am Sonntagabend bot nicht nur einen netten Finanzaspekt um eine Bankerin, die bei Kreditvergaben Robin Hood spielte. Der Krimi war auch klar und aufgeräumt erzählt. Etwas, das man von der anschließenden Debatte von Im Zentrum nicht behaupten kann. Ja, dank dem hohen Vernetzungsgrad, den die digitale Kultur dem Wahlvolk ermöglicht, ist plötzlich so viel Zivilgesellschaft unterwegs wie lange nicht. Die eingeladenen Gäste repräsentierten die erfreuliche Entwicklung aber höchst unzureichend.

Am Tag, an dem die umstrittene Vorratsdatenspeicherung Realität wurde, am Tag, an dem sich eine genuine Gegnerschaft der Überwachung in der Bundesversammlung der Piratenpartei akkumulierte, sitzt ein Pirat namens Peter Stadlmaier in einer der reichweitenstärksten TV-Diskussionsformate und sagt - nichts. Der Witz an der stillen Sabotage mag darin liegen, dass er wahrscheinlich der Einzige in der Runde war, der von Internet Ahnung hat.

Schauspieler Gregor Seberg sprang in die Bresche und wetterte wortreich gegen die Überwachung, den Unterschied zwischen Piratenpartei und dem Hackerkollektiv Anonymous kannte er aber nicht. Moderator Peter Pelinka scheint das Internet auch nur von der Ferne zu kennen, sonst würden ihm mehr zum Thema Netz-Demokratie einfallen als anonyme Hetzer. Eva Glawischnig und Reinhold Lopatka gaben eloquent konventionelles Politkalkül von sich. Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle blieb vernünftig und plädierte für Geduld für die zarte "Graswurzelbewegung". Von dem ersten "Treffen der Generationen" zwischen alter und neuer Politik bleibt die Erkenntnis: Der Weg ist noch weit. (Alois Pumhösel, DER STANDARD, 3.4.2012)

Link
"Im Zentrum" zum Nachsehen auf tvthek.orf.at

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Peter Pelinka ist nicht der einzige und nicht der wahre Schuldige ...

... denn beim News Verlag wirst nur was, wennst exakt PolitAufmischung Marke Fellner betreibst.

Und das hat Pelinka begriffen, sonst wär er schon lang nicht mehr dort ...

super sendung

das ganze einfach in der Donnerstag Nacht senden und als Comedy kennzeichnen.
ps: der pelinka ist in wirklichkeit super lustig und spritzig und urgescheit - der tut nur so, weil er die seher nicht überfordern will...also nicht immer so böse sein, hier im forum....

Das Thema: Durchaus interessant

Die Diskussionsführung: Mangelhaft!

Die Gäste der Runde: Bis auf eine Ausnahme weder vorbereitet noch hochkarätig noch in irgendeiner Weise aussagekräftig!!

Die "Gäste" aus dem Publikum: Indiskutabel, träumerisch, fernab jeglicher Realität!!!

Diese Ausgabe war ein absoluter Tiefpunkt der letzten Monate!!!!

Ich sehe 2 Möglichkeiten: Entweder die Runden dramatisch aufwerten oder die Sendung beenden!

Im Ernst! Schaut noch irgendwer wirklich freiwillig Diskussionssendungen im ORF?

Das ist doch unter aller Sau! Irgendwie wie ein offener Kanal aus der Provinz.

ich persönlich schau mir am SO immer die diskussion auf ARD an, die mit jauch. finde ich um welten besser als die im ORF. v.a. ist die diskussionskultur dort eine ganz andere, da wird tatsächlich über inhalte diskutiert, und nicht über befindlichkeiten.

Die offenen Kanäle in der Provinz sind oft spannender.

wien ist eine provinz. also passend.

Der

mundfaule unappetitliche Fettwanst der von den Piraten geschickt worden ist ein Schauspieler. Muß ein Schauspieler gewesen sein, gibts gar nicht anders, nicht einmal diese Chaotentruppe würde ernsthaft mit so einem "Kandidaten" zu irgendetwas antreten.

Ist Attraktivität ein Kriterium für Politiker?

natürlich! was glauben sie denn?

na ich war so naiv zu glauben, es ginge um inhalte.
oder dass es zumindest drum gehen sollte.
allerdings erklären sich so auch die 30% für Hace.

Eine Familie des Bla-Bla Expertentums

Was soll er denn schon sagen der Herr Pelinka. Wenn er dauernd damit rechnen muss, dass die Niko Geschichte aufgekocht werden könnte.

Leider sass gestern auf ATV der andere Pelinka als Experte zum gleichen Thema im Studio.

Kommt dieses Land ohne Pelinkas gar nimmer aus?

Stimmt. Außerdem haben sich sowohl der Fussi als auch der Pelinka gut darauf verstanden, alles neue schlecht zu machen.

Pelinka war....

....ein Lichtblick gegen die anderen Gestalten in dieser 'Diskussion'. Wären die Gäste wenigstens auf seinem Niveau, die Sendung wäre halwegs ok. Wer verantwortet die Einladungspolitik des ORF? Wrabetz? Die Redaktion?

Welcher Pelinka ;-) ?

@ORF) da waren meiner Meinung nach die Experten aus dem Publikum gut. V.a. der Kärtner Redakteur und der von Österreich spricht

@ATV) Ich fand den deutschen Piraten und den Fussi gut, bis auf das Niedermachen vom Fussi gegen die Publikumsgäste (ok, die PDF war unterirdisch, aber Online Partei und Österreich spricht waren ganz ok)

denkt doch mal über das ausstrahlungsdatum nach

es war der 1. April, die sendung kann doch gar nicht ernst gemeint gewesen sein. und wenn die piraten mt dem mann an forderter front antreten, dann sollen sie nochmal überdenken, ob das viel sinn macht. aber wie gesagt - ich schiebs auf einen aprillscherz.

War eine Schmierenkommödie

Höchstens interessant für Zuseher die vom Internet überhaupt keine Ahnung haben.
Aber vermutlich sind das diejenigen die noch regelmäßig fernsehen.

Der vergleich mit ARD

Macht sie sicher. Selbst wenn dort nur ueber den benzinpreis geredet wird, hats mehr niveau.

seh ich nicht so. Fand schon etwas traurig wie Lauda zum System in Österreich befragt wurde und er, wie so oft, kaum eine Ahnung hatte. Hab schnell wieder weggeschalten.

"im zentrum" gehört zum bedauernswertesten, das jemals im genre "diskussionssendung" öffentlich rechtlich produziert wurde.

diese sendung kann man nur einstellen.

das label ist hinüber. jenseits. verblichen.

verlängert das leiden nicht. bitte!

Eine Debatte-Diskussion...

...im ORF muss sein. Nicht einstellen, verbessern bitte. Ist ja nicht sooo schwer. Fängt an mit: Licht, Ausstattung, Auswahl der Gäste....

"Ja, dank dem hohen Vernetzungsgrad, den die digitale Kultur dem Wahlvolk ermöglicht, ist plötzlich so viel Zivilgesellschaft unterwegs wie lange nicht."

Aha, weil ein paar Dislikes auf Facebook auch großartige Veränderungen initiieren :) .

Die aktuelle Entwicklung hat mit einer Zivilgesellschaft nicht viel gemein. Der Stammtisch ist nur grösser geworden.

eine Katastrophe sondergleichen

den Seeberg vermute ich auf Alk und oder Koks. Glawischnig lacht sich und ihre Grünschwächen selber und gerne aus ("Jaha wir waren wirklich alles voll die Vaserl). Der Piratenkönig will lieber kan Blödsinn sagen und an den traurigen Rest kann ich mich nicht einmal mehr erinnern.
So macht das keinen Spaß, lieber ORF.

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