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Das ORF-Zentrum am Küniglberg.
Wien - Die von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Donnerstag verschickten Unterlagen zur Immobilienfrage des öffentlich-rechtlichen Senders stellen für viele Stiftungsräte noch keine Entscheidungsgrundlage über den künftigen ORF-Standort dar. Die Unterlagen würden nun von der Arbeitsgruppe Standort des obersten ORF-Aufsichtsgremiums geprüft, man befinde sich aber lediglich "im Halbfinale", wie ein Stiftungsrat anmerkte.
Sollte es den ORF-Chef wirklich nach St. Marx und weg vom Küniglberg ziehen, wird er wohl auch die Stimmen von blauen, orangen und unabhängigen Stiftungsräten brauchen, wie Beobachter orakeln. Denn vor allem die Betriebsräte im ORF-Stiftungsrat sowie VP-nahe Gremienmitglieder ließen zuletzt starke Skepsis gegenüber einer möglichen Übersiedelung durchblicken, für eine entsprechende mehrheitliche Unterstützung im ORF-Stiftungsrat könnten also die "kleinen" Freundeskreise notwendig sein.
"Noch keine ausreichenden Entscheidungsgrundlagen"
Diese zeigten sich am Montag vorerst abwartend. FPÖ-Vertreter Norbert Steger sieht in den vorgelegten Unterlagen noch keine ausreichenden Entscheidungsgrundlagen. Er sei außerdem "schon der Meinung, dass eine Geschäftsführung einen konkreten Vorschlag zu machen hat", so Steger. "Ich werde mich nicht festlegen, bevor sich nicht die Geschäftsführung festlegt." Der FPÖ-Stiftungsrat schlägt außerdem vor, dass Wrabetz bei dem Großprojekt die Politik einbinden solle, etwa indem er allen Parlamentsparteien seine Pläne darlegt.
"Ich sehe zur Zeit keine Tendenz", erklärte auch BZÖ-Stiftungsrat Alexander Scheer. Er hält sowohl einen Verbleib am Küniglberg als auch eine Absiedelung nach St. Marx für möglich. Es fehle aber noch an Material, um die Entscheidung treffen zu können. Dass diese wie geplant im Juni fallen wird, glaube er außerdem nicht. Wrabetz werde die Frage jedenfalls nicht an das Gremium abwälzen können. "Aus meiner Sicht ist es sicher nicht die Aufgabe des Stiftungsrates, diese Entscheidung zu treffen. Wir sind ein Kontrollorgan und kein Exekutivorgan." Ihm fehle außerdem eine Vision für den künftigen ORF, sagte Scheer.
Neuschitzer gegen St. Marx
Der von Kärnten entsandte FPK-nahe Siggi Neuschitzer ist derzeit gegen einen Wegzug nach St. Marx: "Meine Philosophie ist eigentlich am Küniglberg oben zu bleiben." Man müsse auch nachdenken, wie der ORF 2025 aussehen soll und welche Größenordnung gebraucht werde. Die Variante des Verbleib sei in jedem Fall zu evaluieren.
Der Kirchenvertreter und unabhängige Stiftungsrat Franz Küberl ließ keine Präferenz erkennen, ob der ORF auf dem Küniglberg bleiben oder ein Neubeginn auf den ehemaligen Schlachthofgründen in St. Marx ins Auge gefasst werden soll. Er sei für eine "Entmythisierung" beider Standorte, plädierte Küberl.
Keine Präferenz
Keinerlei Präferenz ließ sich auch die Stiftungsratsvorsitzende, Brigitte Kulovits-Rupp, die dem SPÖ-"Freundeskreis" angehört, entlocken: "Wir haben die Unterlagen erhalten und werden sie gewissenhaft prüfen." Es sei aber nicht so, "dass ein Antrag vorliegt, der zur Abstimmung ansteht", erklärte sie knapp. Dies müsse formal noch erfolgen. Wrabetz habe lediglich dem Stiftungsrat die geforderten Unterlagen zukommen lassen. ÖVP-"Freundeskreis"-Leiter Franz Medwenitsch sprach sich bereits am Freitag für die derzeit kostengünstigere Variante am Küniglberg aus.
Eine Beschlussfassung darüber, ob das ORF-Zentrum saniert und kräftig ausgebaut (mehrere hundert Mitarbeiter aus Funkhaus und den Ö3-Studios müssten auf den Küniglberg übersiedeln) oder ein Neubau am Areal St. Marx ins Auge gefasst wird, soll spätestens bei der Stiftungsratssitzung am 28. Juni erfolgen. Dies ist aus zweierlei Sicht notwendig: Die Stadt Wien bietet bis Ende Juni vergünstigte Konditionen für das Areal, außerdem wird laut Insidern darüber hinaus der Zeitplan zu knapp, um einen etwaigen Umzug in die Wege zu leiten. Schaffe man bis Juni keine Entscheidung, sei dies automatisch eine Entscheidung gegen St. Marx, meinen ORF-Kenner. (APA, 2.4.2012)
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Der FPÖ-Stiftungsrat STEGERschlägt außerdem vor, dass Wrabetz bei dem Großprojekt die Politik einbinden solle, etwa indem er allen Parlamentsparteien seine Pläne darlegt.
Der von Kärnten entsandte FPK-nahe Siggi Neuschitzer ist derzeit gegen einen Wegzug nach St. Marx: "Meine Philosophie ist eigentlich am Küniglberg oben zu bleiben."
Von MEDIEN keine Ahnung, ausser dass er Konsument ist und solche Ergüsse-pubertäre Pollutionen!
Ein modernes Medium, das die Chance hat umwelt- und Standortmässig alles zu konzentrieren, hat mehr richtig gemacht als alle zusammen! Das Funkhaus wie den Küniglberg soll denkmalgeschützt bleiben, verkaufen-und zusammengezogen ist das ein tolles neues Unternehmen und zentral auch noch.
...hartnäckig weiterhin dagegen kämpfen (spö und grüne sind schon im boot für den neubau)...der orf ist doch seit ein paar jahren denkmalgeschützt...was machen wir mit diesem riesen gebäude da oben am küniglberg...die veranschlagten 1,5mrd. euro für den neubau sollens sparen und einen teil davon in den küniglberg stecken...ich komme da nicht mehr mit...angeblich braucht der orf für die gehälter mehr geld (siehe gis-gebühren) und dann bauen die um 1,5mrd. ein neuens gebäude...riecht schon wieder ein bisschen nach sumpf, man kann nur hoffen, dass dem nicht so ist...nur weil wir es finanzieren können, müssen wir das geld nicht ausgeben...und wegen neuen medienzentrum st. marx...welcher stadtplaner war denn das schon wieder...
Ich habe im Rahmen einer Entwerfen-Lehrveranstaltung am Institut für Hochbau der TU Wien die Pläne des ORF-Zentrums studiert und das Haus begangen. Gerd Bacher und Roland Rainer haben etwa Filmentwicklungsräume (fast Echtzeit) und z.B. den ZMR gebaut, als längst die Ikegamis verfügbar waren. Und ein (ORF-)Theater und einen großen Sendesaal kann man (kostenmäßig) einer dem Marktgeschehen ausgesetzten Rundfunk-ANSTALT heute auch nicht mehr aufbürden. Aber das Paradox per se ist der Bau des NEWS-Room gewesen, für dessen Eröffnung man die US-Vorbilder lud, um dann deren Unverständnis zu ernten, weil ja ohnehin Platz genug vorhanden wäre, leider aber wegen des nachträglichen Einbaus nicht die erforderliche Raumhöhe.
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