Ist ein Totalkollaps der ÖVP denkbar?

2. Mai 2012, 22:37

Kein unrealistisches Szenario mehr: Dass die Volkspartei von der politischen Bildfläche verschwindet

Die Krise der ÖVP wird langsam existenzbedrohenend. Tag für Tag tauchen neue Korruptionsfälle auf, und das Krisenmanagement der von Spindelegger, Kopf, Amon oder Leuten wie Frau Hakl ist gelinde gesagt verbesserungswürdig. Es ist nicht mehr undenkbar, dass die Volkspartei von den 20-Prozent-Plus-ein-paar-Zerquetschte, bei denen sie gerade noch in den Umfragen liegt, noch weiter abstürzt. Wo ist aber die Unterkante? Bei 17 Prozent? Oder bei elf? Oder bei neun? Und würde das nicht für eine machtgewohnte, staatstragende Partei das finale Aus bedeuten?

Jedenfalls sollte man sich mit dem Gedanken schon mal anfreunden und überlegen, was das für das politische System bedeuten würde. Und mag die ÖVP einen solchen Absturz auch verdient haben, so ist das doch nichts, was man wünschen mag. Ein Land wie Österreich bräuchte eine moderate bürgerliche, christdemokratische Partei. Und ein Untergang der Volkspartei im Krisenstrudel würde zunächst einmal chronische Instabilität bedeuten.

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Misik, du kapierst es noch immer nicht. Deine SPÖ ist um nichts besser. Die fladern halt anderswo bzw. sind halt etwas besser verbandelt als die blauen Amateure, deswegen fliegns ned auf. Notfalls bestehlen sie den Bürger mit Pflichtbeiträgen und ganz legal.

Ist doch alles ein einziger Sumpf.

Herr Misik übt auch immer wieder scharfe Kritik

an der SPÖ - konsumieren'S einfach einmal ein paar seiner Videobeiträge wo "Faymann" darin vorkommt:

http://derstandard.at/suche/?qu... Order=Date

...aber wie sieht es denn jetzt mit Ihnen so aus, Mister Chaos:
Sind Sie ein kritikloser ÖVP-Höriger?

Österreich braucht eine christliche Partei?

Zuallererst würde Österreich mal eine sozialistische Partei brauchen... Aber seit Gusi gibt es ja sowas nicht mehr hierzulande... :-/

kann eh nur besser werden...

genau so ists.

vielleicht passiert ja mit der övp das was in den 70ern mim ösu an der tu-wien passiert ist :)

Das einzige, was die ÖVP entwickelt, ist Bürgerüberwachungswahnsinn.

Und der ist der Sargnagel für unsere Demokratie.

Es wird also gut sein, wenn die ÖVP endlich verschwindet, denn sie würde uns sonst in sehr dunkle Zeiten führen.

ich mach mir keine Sorgen

etwas Neues kann nur besser sein - schlechter gehts nicht.

Im Übrigen steht 2013 NICHT Wolfgang Schüssel zur Abstimmung. Man kann über Schüssel sagen was man will, korrupt war er nie.

Zur Abstimmung steht die ÖVP als Ganzes - eine Partei deren Führungsriege größtenteils korrupt ist.

Regenieren statt regieren.

Die ÖVP gehört in die Opposition zur Regenerierung.

die övp in dieser form gehört auf den misthaufen der geschichte!!

gilt nicht die unschuldsvermutung?

abenteuerlich, was manche hier so posten dürfen. zB wem alles sie den Tod wünschen. viel abenteuerlicher aber noch, dass kritische repliken darauf wegzensuriert werden.

Sie meinen der Tod einer

Menschenrechte verletztenden Partei durch Wahlen sei eine Menschenrechts-Verletzung?

Hallo, aufwachen!

Wem wünscht man denn hier leicht den Tod?

(Also welchem österreichischen Schandpolitiker ich den wünsche,
hab' ich schon lange in keinem Forum erwähnt).

Ist ja kein Wunder, als die ÖVP-Politiker von

den FPÖ-"Politikern" lernten, welche "Möglichkeiten" man als Entscheidungsträger eigentlich hat, da wäre wohl jeder schwach geworden ...

sehr realistisches szenario!

das zerbröseln der övp bei der nächsten wahl (ich prognostiziere unter 10%) scheint unaufhaltsam zu sein; man könnte ja fast geneigt sein, eine gewisse bewunderung für diese partei aufkommen zu lassen, denn eine derarige realtitätsferne verbunden mit einer nicht zu überbietenden lernresistenz ist einzigartig; die einzige chance würde ich nur bei einer totalerneuerung sehen, lediglich den namen (övp) könnte man beibehalten, aber sonst nix. ich meine auch, dass ö eine moderate bürgerliche christdem. partei braucht, denn die freude am untergang dieser partei wird nur sehr kurz sein.

denkbar ist es schon, vielleicht sogar wahrscheinlich.

die these, dass die öfaupeh erst unter schüssel schamlos korrupt geworden ist, bezweifle ich allerdings.

Eine Korruptionswelle überschwemmte uns bereits in der Endzeit der Ära Kreisky und hatte ihren absoluten Höhepunkt um 1985. Die Worte AKH, LUCONA, CLUB 45 und NORICUM sind noch im kollektiven Gedächnis. Korruption in Ö. ist ein Übel, das nicht nur bei einer Partei zu verorten ist. Und wenn die Antikorruptions-gesetze dieses Landes zu lasch sind, dann trägt die gesamte große Koalition die Schuld.

Dass die ÖVP den Bach runter geht, hat ganz andere Gründe!

Sie hat nämlich ihr Hauptklientel, die Bildungsbürger und Leistungsträger der Mittelschicht sowie die Unternehmer, verraten!
In der ÖVP hat in den letzten 30 Jahren ein stiller Putsch stattgefunden. Eine Funktionärskaste, bestehend nur noch aus Beamten und Bauern, hat alle Schlüsselpositionen besetzt und die ÖVP zum Selbstbedienungsladen für sich selbst umgebaut. Einer Partei, die einen Neugebauer ihr Eigen nennt, wird ein Streben nach Entlastung des Bürgers nicht mehr abgekauft.
Daher suchen die Leistungsträger der Mittelschicht nach Alternativen, finden diese derzeit jedoch kaum. Die FPÖ wird sicher in einem gewissen Rahmen davon profitieren.

Nachtrag noch ...

... in den letzten Jahren tät ich gar nicht sagen. Der große Wendepunkt, wo die ÖVP zu der Gaunerpartei wurde, die sie heute ist, war der Schüssel.

... in den letzten 30 Jahren ...

meinte ich natürlich.

Wenn man die letzten 30 Jahre ....

Revue passieren lässt, dann nimmt eindeutig die SPÖ
in der Skandalchronik dieses Landes den ersten
Platz. Keine andere Partei hat mehr Korruptionsfälle,
Pleiten und Skandale zu verantworten. Von A wie
Androsch, B wie Braun,...., bis Z wie Zilk.

Möglicherweise war das vor'm Schüssel so.

Aber seit dem Schüssel sind die Roten im Vergleich kleine Fische.

Das ist nur der Eindruck,

der von den erfolgreicheren Spin-Doktoren der SPÖ erzielt wurde. In Wahrheit besteht der Unterschied immer nur in dem Grad, in dem eine Partei an der Macht ist. Mehr Macht - mehr Korruption, weniger Bürgernähe. Das ist eine uralte Erfahrungsformel, nicht nur in Österreich, aber hier ganz besonders. Das geht seit 1848 so.
Und jede Partei hat ihre Sturschädel, die sich politisch nicht bewegen, auch unter den Wählern.
Bei der ÖVP sind es aber nicht die Beamten und Bauern, die "ihre" Partei durch Entfernung vom Bürger ruinieren. Man braucht nur einen Blick hinter die Kulissen machen und nachsehen, wie der WB mit seinem Geld die Partei und - wenns geht den Staat - dominiert und dirgiert,und man weiß alles. Höchste Zeit für einen Schlussstrich.

Im Prinzip ist das alles ja richtig. Aber man darf einen Faktor nicht unterschätzen ... es gibt sehr viele, die ÖVP aus Prinzip wählen, ganz egal was diese Falotten treiben. Denen könnt die ÖVP wahrscheinlich den letzten Cent aus der Tasche ziehen, wählen die immer noch ÖVP.

Es ist vor allem die SPÖ, ....

die es auf das Geld der Bürger abgesehen hat. Und
natürlich die Grünen, aber die sind eine politisch
vernachlässigbare Größe.

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