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Wien - Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn sieht die katholische Kirche in Österreich "in einer schwierigen Situation, aber nicht in einer hoffnungslosen". Sie habe sich der "Missbrauchskrise" gestellt, sagte er am Sonntag in der ORF-"Pressestunde", wobei die Gründe des Vertuschens und der Umgang mit der "schwarzen Pädagogik" gesamtgesellschaftlich noch nicht aufgearbeitet seien. Die Bestätigung eines homosexuellen Pfarrgemeinderats in Niederösterreich verteidigte er, an kirchlichen Regeln will er jedoch nicht rütteln.
"Es geht nicht um Ausreden, aber es geht um Verstehen", sagte Schönborn zu Gewalt und Sadismus in Schule und Pädagogik. Er selbst habe als Schüler erlebt, wie sein Gymnasialdirektor und alle Eltern und Lehrer weggeschaut hatten, als ein Professor Kinder systematisch spitalsreif geprügelt habe. Darüber nicht zu reden und Gewalttäter einfach zu versetzen sei damals ein "kulturelles Phänomen" gewesen.
"Wahrheit macht frei"
"Gott sei Dank hat sich das geändert", sagte der Kardinal. "Die Wahrheit macht frei. Das ist ein wichtiges Wort Jesu." Positiv sei auch, dass die Zeit der vielen Internate - "strukturell gefährliche, gefährdete Orte" - vorbei sei.
Zu seiner Bestätigung eines 26-jährigen, in einer eingetragenen Partnerschaft lebenden Homosexuellen als Pfarrgemeinderat in der Weinviertler Gemeinde Stützenhofen betonte Schönborn, dieser habe ihn "auch christlich sehr beeindruckt" und sei ein "wirklich liebenswürdiger Mann". Ursprünglich habe er selbst auch gemeint, dass dies mit den Regeln nicht kompatibel sei. Jedoch: "Ich frage mich immer in diesen Situationen, wie hat Jesus gehandelt. Er hat zuerst den Menschen gesehen."
"Wir halten am Menschen fest"
An der in der Bibel festgelegten Bindung von Mann und Frau, die sich als "ein Fleisch" mehren sollen, ändere das nichts. Auch bei wiederverheirateten Geschiedenen gelte: "Wir halten am Menschen fest, aber wir halten auch an der Regel fest." Schönborn erinnerte in diesem Zusammenhang an seinen Freund, den verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil. Den Klagen der Pfarrerinitiative über einen drohenden Priestermangel stellte er den zunehmenden Schwund an Gläubigen gegenüber.
Angesprochen auf Korruptionsfälle in Österreich verwies Schönborn auf "das Schreckliche am Berlusconi-Regime". Korruption sei für ein Land eine Katastrophe, weil sie die Substanz des menschlichen Miteinanders zerstöre. Auch die Kirche müsse sich wie alle in Sachen Moral am Riemen reißen. "Wir sollten vor der eigenen Tür kehren, wir haben viel zu kehren, um wieder Vertrauen zu gewinnen."
In Sachen Asyl bezeichnete der Erzbischof die Schubhaft als "Schandfleck". In Österreich fehle weitgehend eine Immigrationspolitik. Sorgen macht sich Schönborn auch bezüglich der im kommenden Jahr anstehenden Wahlgänge. Es bestehe die Gefahr der billigen Slogans, des Hetzens und des Aufbauens von Feindschaften. "Hier müssen wir wirklich den Anfängen wehren." (APA, 1.4.2012)
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Machtapparaten ihrer Kirchen. (Das gilt m.E. in relativ ähnlichen Maß für alle christlichen, ja alle monotheistischen Glaubensgemeinschaften) Der Glaube kann heute auch ohne Kirchen leben - und macht das auch schon längst, auch wenn die Nachteile dabei offenkundig sind. (Eine integrierte Theologie und auch Seelsorge kann nur von Institutionen getrieben werden, die entsprechende wirtschaftliche und politische Freiheit haben....) Weil das Versagen der Kirche zu groß ist.
Ein großer Schritt wurde getan mit dem 2.Vatikanum, ein anderer früher mit der Reformation - und es wird noch viele Reform(ation)en brauchen. Viele Denker und spirituelle Menschen haben schon großartige Vorarbeit geleistet!
dieser habe ihn "auch christlich sehr beeindruckt" und sei ein "wirklich liebenswürdiger Mann".
In dieser Aussage schwingt doch immer noch mit, dass er sich unter einem Homosexuellen eher jemand mit Hörnern und Klumpfuss vorgestellt hat!
vielleicht gehts ja nur mir so, aber ich fidne die assoziationen die diese aussage herstellt für die RKK nciht passend...
aber vielleicht ist es auch nur ein zugeständis des papstes an die pius-brüder...
kA...ich muss ehrlich sagen, dass ich vielelicht auch zu jung bin und die nazis den spruch mißbraucht haben...trotzdem ...mir rennts kalt den rücken runter wenn ich sowas höre/lese
"Joh 8,31-33
Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen."
Wer in seiner Kindheit / Jugend regelmässiger Kirchgänger war, dem ist der Satz aus den Evangelien bekannt.
Dass er von Neo-Nazis benützt wird und durch eine Doku Breitenwirkung erreicht hat bewirkt nun allerdings, dass jene, die der Kirche fernstehen, den Satz mit anderem verbinden.
So funktionieren Assoziationen, sie sagen mehr über die eigene Vergangenheit und womit man sich beschäftigt aus, als über jene, die bestimmte Sätze verwenden...
die naziszeit steht mir näher als die jesuszeit...
das liegt vielleicht aber auch daran, dass ich lebende menschen aus dieser zeit kenne und mir nciht alles nur über ein buch überliefert wird das geschätze 80.000 mal umgeschreiben wurde...
ausserdem schrieb ich ja das es sein kann, dass die nazis das mißbraucht haben...trotzdem..
auch das hakenkreuz wurde nur mißbraucht, deshalb lass ichs mir nicht auf die stirn tätowieren...
man könnte es ja schlicht ander formulieren...
"freiheit durch wahrheit"
auch in ihrem zitat steht ja nicht "wahrheit macht frei" sondern "wahrheit macht euch frei" ..warum muss man es so kürzen, dass es sich wie ein nazi-zitat anhört?????
zB.....
Denn es handelt sich hier nicht um einen der wesentlichen Sprüche der Nazis, die sie immer schon geprägt haben sondern um einen neuen, der Naziszene.
Wenn es nun ein Jesuswort aus dem NT gibt, wird die Kirche, die in ihren Inhalten auf eben diesen Büchern aufbaut selbstverständlich diese Zitate weiterverwenden, ob in voller Länge, oder auf den Kern reduziert - wie es ja auch in der Pressestunde klar zu deuten ist, was Schönborn meint.
Sich der eigenen Wahrheit, in diesem Fall: dem eigenen Versagen zu stellen, macht uns frei!
Und natürlich werden Menschen in Indien weiter das Hakenkreuz verwenden, wie sie es auch schon früher verwendet haben. Und die Kirche wird Jesus weiter zitieren - das ist nicht zu vermeiden.
"Sie habe sich der "Missbrauchskrise" gestellt"
der blitz getroffen, die wolken hätten sich aufgetan und eine mächtige stimme hätte gesprochen:
"na, chrisl, schon vergessen: du sollst NICHT LÜGEN!!!"
dann bitte ich hier jetzt um eine liste der weltlich verurteilten priester!
denn das es diese fälle gab ist unbestritten, dass dies ein verbrechen sit ebenfalls und sich etwas stellen würde für mcih bedeuten die verbrecher dem gesetz zuzuführen...
also bitte welche priester und mönche sitzen in österreich gerade im knast?
oder hat man vielleicht doch eher verschleppt als gestellt?
gar nicht vor dem Gefängnis schützen.
(Das meint natürlich nicht, dass nicht auch Kirchenleute falsche Zeugenaussagen machen können, usw.)
Aber wenn ein Priester angeklagt wird, kann er sich der Anklage und Verhandlung nicht entziehen.
nur hat die kirche alles dagegen unternommen, dass diese mitgleider auch dem gericht zugeführt werden...
bzw. unterlassenehilfeleistung wenn sie bekannte vorfälle nciht gemeldet haben...
ABER die wahre frechheit ist ja nur, dass schönborn dieses verhalten als postitiv bewertet!
gar nicht vor dem Gefängnis schützen.
(Das meint natürlich nicht, dass nicht auch Kirchenleute falsche Zeugenaussagen machen können, usw.)
Aber wenn ein Priester angeklagt wird, kann er sich der Anklage und Verhandlung nicht entziehen.
die weltliche Justiz verantwortlich machen?
Wenn Schönborn sagt, die Kirche in Österreich hätte sich der Frage gestellt, so meint er, was die Kirche getan hat.
ZB Die Kommission, die sich sehr wohl auch mit verjährten Fällen befasst.
Wie können Sie ihn für die weltlichen Verjährungsfristen verantwortlich machen?
sie streiten also ab, dass die kirche ihre "schäfchen" bewusst so lange versteckt hat bis eben jene verjährung in kraft getreten ist...???
genau das klagen wir ja an wenn er sagt sie haben dem ganze gestellt...
das haben sie eben nciht...sie haben "unsichere" fälle so lange zurückgehalten bis eh nix mehr passieren kann..
und jetzt haben sie auch ncoh die bodenlose frecheit das so zu drehen als wären sie mit voller härter (und ncihts anderes gehört sich) gegen die pädophilen vorgegangen...
Ich mag ja weder den schönen Brunnen noch den Verein für den er spricht. Aber mit dieser Aussage: [...] Darüber nicht zu reden und Gewalttäter einfach zu versetzen sei damals ein "kulturelles Phänomen" gewesen[...] hat er leider recht.
Und wirklich geändert hat sich noch immer nix.
bei offensichtlichem wie Missbrauch so uneinsichtig zu sein..aber kein Wunder..die "chefs" leben es ja vor..
P.s.:Nur weil eine Straftat verjährt ist, heißt das nicht, dass er die Straftat nicht begangen hat gell..
ja auch staatlich verjährte Fälle, der Staat aber nicht.
Also genau so, wie es sein sollte - wenn man davon absieht, dass der Staat die diesbezügliche Verjährungsregeln ändern sollte.
Also was genau wollen Sie?
a) Kirchensteuer: sie ist steuerlich absetzbar - dh: staatliche Bemessungsgrundlage für Einkommenssteuer wird um Kirchenbeiträge gesenkt.
Das ist relativ leicht errechenbar.
Grundsteuerbefreiung: Kirchen / Moscheen / Synagogen / Tempel zahlen für das Grundstück auf denen Bethäuser stehen keine Grundsteuer - diese geht aber nicht zentral ein, wird daher schwer zu errechnen sein.
c) Gelder für Leistungen die sonst der Staat durchführen müsste: Spitäler / Schulen / Betreuungen (Alte, Behinderte usw): Staat zahlt pro Leistung oder Einheit oder Betreuten: aber: was kostet es, wenn der Staat es selbst macht?
Manche sagen, ein kirchliches Spitalsbett kostet weniger, als ein staatliches - fördert also die Kirche in diesem Fall den Staat?
usw
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