40 Jahre Institut für Höhere Studien

16. Juni 2003, 19:09
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Einst von den Auslandsösterreichern Paul F. Lazarsfeld und Oskar Morgenstern gegründet

Wien - Das durch seine Lehr-und Forschungstätigkeit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Institut für Höhere Studien (IHS) wurde 1963 von den Auslandsösterreichern Paul F. Lazarsfeld und Oskar Morgenstern gegründet. Lazarsfeld war 1933 aus Österreich in die USA emigriert. Morgenstern, einer der Begründer der ökonomischen Spieltheorie, war 1938 aus Österreich vertrieben worden. Die finanzielle Basis für das private, nicht gewinnorientierte Institut wurde von der US-amerikanischen Ford-Stiftung gelegt, Gründungsmitglieder waren das Unterrichtsministerium und die Stadt Wien. Heute finanziert sich das IHS zu mehr als 60 Prozent über Auftragsstudien.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel erinnerte zum runden Geburtstag an die vielen wirtschaftspolitischen Anstöße aus dem IHS. Der seit 1991 amtierende Leiter des IHS, der gebürtige Klagenfurter Bernhard Felderer, arbeitet neben seiner Professur in Köln und der Tätigkeit als Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank auch als Regierungsberater.

Das IHS ist in drei Abteilungen gegliedert: Wirtschaft und Finanzen, Politikwissenschaften und Soziologie. Vor allem für seine postgradualen Ausbildungslehrgänge ist das IHS bekannt. Wiens Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny warnte in seiner Festansprache vor Budgetkürzungen im Forschungs- und Entwicklungsbereich. (miba/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17 .6. 2003)

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