Leichen von österreichischen Alpinisten in den Anden entdeckt

16. Juni 2003, 19:06
posten

Pinzgauer Bergsteiger Julian Neumayer und Steirer Alexander Fidi waren unter Eislawine geraten

Wien - Die peruanische Bergrettung hat am Montag in den Anden die Leichen zweier Alpinisten gefunden. Bei den leblosen Körpern dürfte es sich um die beiden Österreicher handeln, die seit mehr als fünf Wochen vermisst werden. Eine Identifizierung soll endgültig Klarheit bringen, so ein Sprecher der Außenministeriums gegenüber der APA. Der Salzburger und der Steirer waren kurz zuvor von den peruanischen Behörden für tot erklärt worden.

Unter Eislawine geraten

Der Pinzgauer Bergsteiger Julian Neumayer und sein steirischer Seilpartner Alexander Fidi dürften unter eine Eislawine geraten und getötet worden sein, berichtete der ORF unter Berufung auf den Österreichischen Bergführerverband. Nach Informationen des Verbandes - dem der Salzburger angehört - sollen Neumayer und Fidi beim Versuch, den Gipfel des 6.000 Meter hohen Jhirishanka zu erreichen, von einer riesigen Schnee- und Eislawine verschüttet worden sein. Bei einer Suchaktion, an der sich auch Bergkameraden aus der Heimat beteiligten, wurden ein Rucksack, ein Helm und verschiedene Ausrüstungsgegenstände entdeckt.

Tagebuch: "Warten auf besseres Wetter"

In ihrer letzten Tagebuch-Aufzeichnung vom 22. Mai berichten die beiden Alpinisten, das Wetter sei schlecht, man wolle auf Besserung warten und erst dann aufsteigen. Sie hätten eine neue Route auf den Gipfel des schwierigen Berges geplant, so die Mail-Information des Bergführer-Verbandes.

Alpinpolizei und Bergrettung hatten mit Helikopter-Unterstützung nach den Vermissten gesucht. Diese Suche blieb jedoch ohne Ergebnis. Bereits am 12. Juni hätten die peruanischen Behörden deshalb offiziell Julian Neumayer und Alexander Fidi für tot erklärt. (APA)

Share if you care.