Polnische Rechtspopulisten wollen EU-Referendum anfechten

16. Juni 2003, 17:51
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Kritik an "nicht ausreichendem Zugang" der EU-Gegner zu Medien

Warschau - Die rechtspopulistische "Liga polnischer Familien" (LPR) hat am Montag einen Antrag beim Obersten Gericht Polens eingereicht, das Referendum über den EU-Beitritt für nichtig zu erklären. Zur Begründung des Antrags hieß es, vor dem Referendum am 7. und 8. Juni hätten die Gegner der EU-Erweiterung nicht ausreichend Zugang zu den Medien erhalten, um die Bevölkerung gegen den EU-Beitritt zu mobilisieren. In der Volksabstimmung sprachen sich mehr als 77 Prozent der polnischen Wähler für die EU-Integration aus.

Die "einseitige" Berichterstattung und die massive Präsenz der EU-Anhänger in den Medien habe Einfluss auf das Ergebnis des Referendums gehabt, sagte Andrzej Fedorowicz, der stellvertretende Vorsitzende der Partei, der polnischen Nachrichtenagentur PAP.(APA/dpa)

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